Weil immer wieder Leute seine Baustellen betraten und sich damit in Gefahr brachten, hat sich ein gewitzter Bauunternehmer aus der Oberpfalz ein ziemlich ungewöhnliches - und erfolgreiches - Schild ausgedacht.

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Spätestens, als ein Mann mit seinem Roller einfach in die Baustelle fuhr und beinahe von einem rückwärts fahrenden Lkw-Fahrer getötet worden wäre, stand für Klaus Gregor fest: Wir müssen dringend was tun!

Gemeinsam mit seinen Söhnen und einem Mitarbeiter entwarf er daher ein Warnplakat mit folgendem Aufdruck:

Betreten der Baustelle verboten!

NICHT NUR KURZ.

NICHT NUR EINE MINUTE.

GAR NICHT!

Wir sind es leid, immer wieder leblose Körper vergraben zu müssen!

"Die Leute laufen einfach in die Baustelle rein und gucken"

Gregor ist Gründer und Geschäftsführer der Gregor-Bau GmbH & Co. KG aus Weiden in der Oberpfalz. Seine Baufirma mit insgesamt 16 Mitarbeiten ist im Schlüsselbau tätig.

Immer wieder hat er in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit ungebetenen Besuchern gemacht. Die gelben Standardschilder mit "Betreten verboten"-Aufdruck, die Gregor zuvor an die Bauzäune hing, wurden zumeist ignoriert.

"Es gab mehrfach Leute, die einfach in die Baustellen reinlaufen und gucken. Das ist ziemlich gefährlich, wenn wir zum Beispiel mit dem Kran schwere Betondeckenplatten einmal quer über die Baustelle verheben", erklärt er im Gespräch mit unserer Redaktion. "Also haben wir uns überlegt, wir müssen mal etwas machen, was ein bisschen härter ist, verbunden mit Humor, damit es die Leute davon abhält."

Plakat hält Besucher ab - und bringt Aufträge

Und offensichtlich ist die Plakataktion ein voller Erfolg. "Seit wir die Plakate aufgehängt haben, herrscht Ruhe. Es läuft keiner mehr ungefragt rein, sondern die Leute bleiben davor stehen, machen Fotos und lachen. Das Plakat hat seinen Zweck voll und ganz erfüllt."

Nicht nur laufen jetzt keine Neugierigen auf seinen Baustellen herum, Gregor freut sich auch über die mit der Aktion verbundene Aufmerksamkeit, die ihm die Auftragsbücher füllt: "Wir haben auf jeden Fall mehr Anrufer. Als Firma sind wir gut ausgelastet, die Anfragen steigen."

Teaserbild: © Klaus Gregor