Nach der Explosion in einem Geschäft in Tirol ist am Dienstag eine unter den Trümmern verschüttete 91-Jährige tot aufgefunden worden. Bei dem Unglück in St. Jodok wurden elf Personen verletzt. Eine angebohrte Gasleitung hatte die folgenschwere Explosion ausgelöst.

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Es handle sich "mit grosser Wahrscheinlichkeit" um die Vermisste, die Identität müsse durch die Gerichtsmedizin aber noch endgültig geklärt werden, sagte ein Ermittler der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Bei der Explosion wurden am Montag zudem elf Personen verletzt.

Die Explosion ereignete sich gegen 11.20 Uhr im kleinen Ort St. Jodok am Brenner. Auf Bildern war zu sehen, dass grosse Teile des Hauses zerstört wurden und eingestürzt waren. Nach der Explosion stand das Gebäude zeitweise im Vollbrand.

Angebohrte Gasleitung verursachte Unfall

Laut Polizei hat sich inzwischen der Verdacht bestätigt, dass eine angebohrte Gasleitung zu dem Unglück geführt hat. Das Loch in der Leitung sei bei Bauarbeiten in der Nähe des Hauses entstanden.

"Das Gas drang unter der Erde in das mehrere hundert Jahre alte Haus ein und führte dort zur Explosion", sagte Ermittler Christoph Hundertpfund der APA. Offen sei noch, was dann als unmittelbarer Auslöser zur Explosion geführt hat.

Wie der Tiroler Energieversorger Tigas am Dienstag bestätigte, wurden die Bohrarbeiten nahe der Unglücksstelle durch ein von der Tigas beauftragtes Spezialbauunternehmen ausgeführt. (sus/dpa)

Tumult im britischen Unterhaus

Abgeordnete der Opposition hielten am frühen Dienstagmorgen bei der Schliessungs-Zeremonie Protestnoten mit der Aufschrift "zum Schweigen gebracht" hoch und skandierten "Schande über euch" in Richtung der Regierungsfraktion.