Tagelang fehlte von einer entführten Frau jede Spur, europaweit wurde nach den mutmasslichen Tätern gefahndet. Erfolgreich, nun konnte die Frau befreit werden. Was war das Motiv?

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Das Scheitern seiner Beziehung soll einen 51 Jahre alten Mann dazu getrieben haben, seine Ex-Freundin aus Aspach in Baden-Württemberg tagelang in einem Wohnmobil zu verschleppen. "Der Mann hat wahrscheinlich die Trennung nicht akzeptiert", sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch in Aalen.

Das 47-jährige Opfer war am Dienstag rund eine Woche nach seinem Verschwinden weitgehend wohlbehalten in Frankreich befreit worden. Allerdings seien die Hintergründe der Entführung noch unklar. Deshalb werde weiter ermittelt, sagte ein Polizeisprecher.

Auch nach Angaben der französischen Lokalzeitung "Dernières Nouvelles d’Alsace" (DNA) hatte sich die Frau von dem 51-Jährigen trennen wollen. Am Tag ihres Verschwindens sei ein Treffen mit dem Mann geplant gewesen, berichtete die Zeitung am Mittwoch.

Die Tat soll der 51-Jährige detailliert geplant haben. "Es deutet nichts auf eine Kurzschlusstat hin", sagte der Polizeisprecher. "Der Mann hat sich im Vorfeld entsprechend schlau gemacht und ist dann erst nach Deutschland eingereist."

Neben dem Ex-Freund wird auch ein 23-jähriger Komplize verdächtigt, nach Angaben der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und des SWR ein Mitarbeiter des verdächtigten Automechanikers. Die beiden stammen ebenso wie die Frau aus Polen. Deshalb hatten polnische, französische und deutsche Polizisten bei den Ermittlungen zusammengearbeitet.

Frau war nach Arbeitspause nicht zurückgekehrt

Die Männer würden zunächst in Frankreich verhört, teilte die Aalener Polizei mit. Über einen möglichen Auslieferungsantrag müsse die Staatsanwaltschaft in Stuttgart entscheiden.

Die Verschleppte hatte nach Polizeiangaben bis zu ihrer Entführung in Aspach eine Frau gepflegt. Sie war nach einer Pause nicht zurückgekehrt. Zuletzt sollen die Verdächtigen mit ihrem Opfer zu Fuss unterwegs gewesen sein. Das Wohnmobil, in dem die Pflegekraft verschleppt worden war, war bereits vor einigen Tagen leer in einem Wald bei Strassburg gefunden worden.

Vor dem Zugriff und der Festnahme am Dienstag in Frankreich hatte die Polizei die Öffentlichkeit davor gewarnt, im deutsch-französischen Grenzgebiet Anhalter mitzunehmen. Sie hatte befürchtet, die beiden Männer könnten eine Mitfahrgelegenheit nach Polen suchen.  © dpa

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