• Der Hauptverantwortliche für die Hacks von Twitter-Konten von Berühmtheiten wie Barrack Obama, Elon Musk oder Bill Gates im Sommer 2020 hat eine dreijährige Haftstarfe akzeptiert.
  • Der 18-Jährige entgeht durch seine Kooperation mit der Staatsanwaltschaft einer möglichen Verurteilung als Erwachsener.

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Barack Obama, Elon Musk, Bill Gates: Im vergangenen Juli kaperten Hacker die Twitterkonten diverser Promis. Nun hat Graham Ivan C., der als "Drahtzieher" der Cyber-Attacke gilt, einen Deal mit den Justizbehörden gemacht.

Der erst 18-Jährige legte am Dienstag bei Gericht in Florida ein Geständnis ab und akzeptierte drei Jahre Jugendhaft. Er war nur wenige Tage nach dem spektakulären Hack, bei dem auch Bitcoins im Wert von über 100.000 Dollar erbeutet worden sein sollen, in seiner Wohnung in Tampa festgenommen und in 30 Punkten unter anderem wegen organisierten Betrugs angeklagt worden.

Durch seine Kooperation mit der Staatsanwaltschaft entgeht Graham Ivan C. einer möglichen Verurteilung als Erwachsener, die zu einer wesentlich längeren Haftstrafe hätte führen können. Zum Zeitpunkt des Hacks war der Hauptbeschuldigte des Verfahrens erst 17 Jahre alt.

Twitter-Accounts zahlreicher Prominenter wurden gehackt

Bei dem Cyber-Angriff waren die Twitter-Accounts zahlreicher Prominenter übernommen worden. Auch Firmenkonten, etwa von Apple, wurden gehackt. Über die Accounts wurden Nutzer in Tweets dazu aufgerufen, Geld in der Kryptowährung Bitcoin auf ein bestimmtes Konto zu schicken - verbunden mit dem Versprechen, den Betrag doppelt zurückzuzahlen.

Twitter hatte nach dem für das Unternehmen sehr peinlichen Hack erklärt, einige Mitarbeiter seien "manipuliert" worden und die Angreifer hätten sich mit deren Login-Daten Zugriff auf interne Systeme der Firma verschaffen können. "Dieser Angriff beruhte auf einem bedeutenden und koordinierten Versuch, bestimmte Angestellte zu täuschen und menschliche Schwächen auszunutzen, um Zugang zu unseren internen Systemen zu bekommen", hatte Twitter damals mitgeteilt.

Seither sei der Zugriff auf jene Systeme "deutlich begrenzt" worden. Bei der Attacke waren demnach 130 Nutzerkonten betroffen gewesen.  © dpa

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