Die Waldbrände in Brandenburg halten die dortigen Einsatzkräfte in Atem. Schauer und Gewitter sind zur Entspannung der Situation zwar im Anmarsch, die Feuerwehr warnt jedoch vor einem möglichen Problem: Der Rauch belästigt die Hauptstadt Berlin.

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In Brandenburg ist die Waldbrandgefahr auch am Mittwoch wieder sehr hoch. In 15 von 16 Landkreisen gilt die höchste Gefahrenstufe 5, wie das Umweltministerium auf seiner Internetseite mitteilte.

Vorerst bleibt es heiss

Das Wetter bleibt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes vorerst weiter heiss und trocken. Am Mittwoch sollten die Temperaturen demnach auf bis zu 36 Grad steigen. Erst am Donnerstagmittag seien kräftige Schauer und Gewitter möglich.

Den Brand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog konnte die Feuerwehr über Nacht leicht eindämmen. Derzeit brennen dort noch 500 Hektar Fläche. 20 Feuerwehrleute waren nach Angaben der Stadt die ganze Nacht über im Einsatz.

In Jüterbog in Brandenburg brennt der Wald auf einer Fläche von etwa 600 Hektar.

Die Feuerwehr warnt Berliner und Potsdamer vor Rauch

Die Gefahr aber ist noch lange nicht gebannt. Die Berliner Feuerwehr riet den Anwohnern, "Fenster und Türen geschlossen" zu halten.

"Der Rauch wird bis nach Potsdam zu riechen sein - wenn der Wind dreht, auch in Berlin", sagte Brandenburgs Waldbrandschutzbeauftragter Raimund Engel der Tageszeitung "B.Z.".

Unmengen von Munition aus den Weltkriegen können explodieren

Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz liegt Munition aus den vergangenen 180 Jahren. Die Einsatzkräfte können deshalb nur von speziell geschaffenen Wegen aus, die dauernd bewässert werden, den Brand löschen.

Bis zum Einbruch der Dunkelheit war ein Löschhubschrauber im Einsatz. Auch in Hennickendorf brannten am Mittwoch noch rund 60 Hektar Wald. "Hier ist aktuell alles unter Kontrolle", sagte ein Feuerwehrsprecher am Mittwoch. (dpa/hau)

Ein Helikopter ist während eines Waldbrandes in der Nähe von Jüterbog im Einsatz.