Im Internet sind Hinweise auf ein mögliches Neonazi-Treffen in Rapperswil aufgetaucht. Die Polizei ermittelt mit Hochdruck und rüstet für einen möglichen Einsatz am Wochenende auf.

Die rechtsextreme Partei national orientierter Schweizer (Pnos) hat auf ihrer Facebook-Seite angekündigt, am Samstag die Gründung einer neuen Sektion in der Ostschweiz zu feiern.

Dazu gab es weitere Hinweise auf ein Treffen der Pnos in Rapperswil mit anschliessendem Konzert einer Rechtsrock-Band.

Gerüchte um eine Versammlung in Rapperswil

Laut einem Bericht der "Zürichsee-Zeitung" ist die Polizei nun in Alarmbereitschaft. "Wir versuchen nun zunächst, das Gerücht um den Austragungsort Rapperswil zu verifizieren", sagte Polizeikommandant Bruno Zanga der Zeitung.

Es würden auch weitere Standorte überprüft und dafür alle Gemeinden im Kanton abgefragt, erklärte Zanga. Zeitgleich mobilisiere die Polizei Einsatzkräfte, um auch kurzzeitig intervenieren zu können. Zanga betont, man toleriere solche Veranstaltungen nicht und wolle strikt bei einem Verstoss gegen die Rassendiskriminierungsstrafnorm einschreiten.

Reine Versammlung der Pnos kann nicht verboten werden

Presse zeigt sich nach Konzert von rechtsextremen Bands bestürzt.

Bei der Staatsverwaltung Rapperswil ist dem Bericht zufolge kein Gesuch für eine derartige Veranstaltung eingegangen. Auch Örtlichkeiten, die für ein solches Treffen infrage kämen, hätte keine Anfragen erhalten.

Stadtpräsident Erich Zoller betonte jedoch auch, dass eine reine Versammlung der Pnos nicht verboten sei, da es sich nicht um eine rechtswidrige Organisation handle.

Erst wenn die Partei Bands aus der rechtsextremen Szene einlade und gegen Antirassismus-Strafnormen verstosse, könne von offizieller Seite eingeschritten werden. "Dann wird eine rote Linie überschritten."