Türkei unter Recep Tayyip Erdogan

In der Türkei soll nach Willen der Regierungspartei AKP unter Recep Tayyip Erdogan ein Präsidialsystem eingeführt werden. Das Referendum dazu hatte Erdogan gewonnen. Die beiden Oppositionsparteien im Parlament - die Mitte-Links-Partei CHP und die pro-kurdische HDP - warnen vor einer "Diktatur". Sie wollen das Referendum annullieren. Auch in der EU wird Erdogans Machtzuwachs mit Sorge beobachtet. Wahlkampfauftritte von AKP-Vertretern in europäischen Ländern, in denen für das Präsidialsystem geworben werden soll, führen zu erheblichen diplomatischen Verstimmungen bis hin zu offenem Streit. Wie geht es nun nach dem Referendum weiter? Im Raum steht auch die Wiedereinführung der Todesstrafe. Hierzu gibt es bereits eine klare Absage der deutschen Politik über ein mögliches Referendum in Deutschland. Trotz des Zerwürfnisses bittet die Türkei Deutschland um wirtschaftliche Aufbauhilfe.

Die US-Justiz hat Haftbefehle gegen zwölf Leibwächter des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan erlassen. Ihnen wird vorgeworfen, beim Besuch Erdogans im Washington im Mai gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen zu sein.

Ein wichtiger Berater des türkischen Regierungschefs Binali Yildirim wird festgenommen: Birol Erdem soll Recep Tayyip Erdogans Erzfeind Fethullah Gülen nahestehen. 

Erstmals seit fast acht Monaten dürfen Bundestagsabgeordnete wieder deutsche Soldaten in der Türkei besuchen. 

Unser Besuch ist offenbar nicht erwünscht! So hat Claudia Roth die Absage einer Türkei-Reise von Bundestagsabgeordneten begründet. Die Grünen-Politikerin wirft der Erdogan-Regierung vor, den politischen Dialog zu verweigern.

Der erste wichtige Schritt der Verfassungsreform in der Türkei ist vollbracht, die AKP hat Präsident Erdogan wieder zum Parteichef gekürt. Der alte und neue Vorsitzende schwört seine Anhänger schon auf 2019 ein: Dann will er Staats- und Regierungschef werden.

Recep Tayyip Erdogan wird am Sonntag wieder Parteichef der AKP, er muss seit dem Sieg beim Referendum keine Rücksicht mehr nehmen. Intellektuelle in der Türkei sehen den Präsidenten aber schon in der Spätphase.

Mevlüt Cavusoglu, Aussenminister der Türkei, hat sich im deutsch-türkischen Streit um Incirlik geäussert. Mit seinen Worten sorgt er nicht für eine Deeskalation der angespannten Beziehungen.

Und wieder dreht sich die Eskalationsspirale zwischen Deutschland und der Türkei: Asyl für türkische Soldaten, Besuchsverbot für deutsche Abgeordnete und jede Menge ...

Mehr als 60 Staaten und Organisationen bekämpfen die Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien und im Irak. Auch Deutschland ist dabei, mit "Tornado"-Aufklärungsflugzeugen. Stationiert sind die Jets auf der türkischen Nato-Basis Incirlik - doch wie lange noch?

Eskalationsstufe Rot in der deutsch-türkischen Krise: Statt einer schrittweisen Entspannung verschärft sich der Streit zwischen beiden Ländern weiter. Jetzt wackelt eine der letzten verlässlichen Bastionen der Beziehungen: die Zusammenarbeit in der Nato.

Eskalation statt Entspannung: Die deutsch-türkische Krise verschärft sich weiter. Bundestagsabgeordnete dürfen wieder nicht zu den deutschen Soldaten nach Incirlik. Vielleicht bekommt die Truppe erst wieder Besuch, wenn sie nach Jordanien verlegt wird.

Neue Belastungsprobe für die deutsch-türkischen Beziehungen: Bundestagsabgeordnete dürfen wieder einmal nicht zu den deutschen Soldaten in Incirlik. Zieht die Bundesregierung jetzt die Reissleine und verlegt die "Tornado"-Truppe nach Jordanien?

Fast zehn Monate nach dem Putschversuch in der Türkei sind bei landesweiten Razzien gegen mutmassliche Gülen-Anhänger innerhalb der Istanbuler Börse 57 Verdächtige festgenommen worden.

Deutschland und die Türkei streben nach den jüngsten Streitigkeiten eine Verbesserung der Beziehungen an. 

Eine Abstimmung über die Todesstrafe duldet Deutschland nicht, auch nicht wenn es um die Türkei geht. Das hat Bundeskanzlerin Merkel klar gemacht. Die Schweiz sollte in dieser Frage gleich handeln, sagt Nationalrat Tim Guldimann, der bis 2015 Botschafter in Berlin war.

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu, hat auf Rückfrage unserer Redaktion klargestellt, dass man die Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei ablehnt. Ebenso ein mögliches Referendum dazu in Deutschland. Zuvor hatte es in verschiedenen Medien Widersprüche gegeben.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat betont, dass die Türkei - sollte sie die Todesstrafe wieder einführen wollen - dafür nicht auf deutschem Boden unter ihren Bürgern werben dürfte. 

Rund zehn Monate nach dem Putschversuch in der Türkei unternimmt die Regierung in Ankara einen neuen Versuch, die USA zur Auslieferung des Predigers Fethullah Gülen zu bewegen.

Der Münchner Anwalt Michael Hubertus von Sprenger vertritt Recep Tayyip Erdogan nicht weiter vor Gericht. Der Branchendienst "Meedia" hatte zuerst darüber berichtet und als Grund die wiederholt von Erdogan geäusserten Nazi-Vergleiche genannt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht über das angespannte Verhältnis zur Türkei - und zieht eine rote Linie. Dennoch sei ein gutes Verhältnis zu dem Land im Interesse Deutschlands. 

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat der Europäischen Union ein Ultimatum über einen möglichen Beitritt seines Landes zur EU gestellt. Andernfalls werde er die Verhandlungen abbrechen und sich von Europa demonstrativ verabschieden.

Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlung der Spitzelaffäre um den türkisch-islamischen Dachverband Ditib noch nicht abgeschlossen. Das Familienministerium finanziert den Verband trotzdem weiter.

Unter ihnen seien Juristen, Militärs und auch Wissenschaftler.

Vor knapp zwei Wochen stimmten die Bürger der Türkei positiv für das Verfassungsreferendum des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ab. Am Donnerstagabend veröffentliche die Türkei das amtliche Endergebnis.

Wie soll die EU mit dem schwierigen Partner Türkei umgehen? Die Kanzlerin verlangt von Ankara Antworten angesichts gravierender Zweifel am Rechtsstaat - will jedoch keine voreiligen Konsequenzen.

Ein Dreivierteljahr ist der Putschversuch in der Türkei her. Die von Präsident Erdogan danach angekündigten "Säuberungen" sind immer noch nicht abgeschlossen: Mit landesweiten Razzien gehen Sicherheitskräfte nun gegen angebliche Gülen-Anhänger bei der Polizei vor.

Razzia gegen vermeintliche Staatsfeinde: Die Regierung von Präsident Erdogan hat mehr als tausend angebliche Anhänger des Predigers Gülen verhaften lassen. Sie sollen einem Netzwerk im Polizeiapparat angehören.

Bei einer Türkei-weiten Operation gegen mutmassliche Anhänger der Gülen-Bewegung innerhalb der Polizei sind mehr als eintausend Verdächtige festgenommen worden. 

Nach den Nazi-Vorwürfen im türkischen Wahlkampf, dem Ja im Referendum über ein Präsidialsystem unter Staatschef Recep Tayyip Erdogan sowie der Verhaftung des "Welt"-Journalisten Deniz Yücel sind die deutsch-türkischen Beziehungen so angespannt wie selten zuvor. Nun formuliert die türkische Regierung erneut die Erwartung von Wirtschaftshilfen an die Adresse Deutschlands.

Die empörte Opposition forderte eine Annullierung des Referendums in der Türkei, bei dem Staatschef Erdogan einen Sieg für sich reklamierte. Die Wahlkommission traf nun eine Entscheidung - und lehnte den Antrag mit grosser Mehrheit ab.

Nach seinem umstrittenen Sieg beim Referendum in der Türkei hat Staatschef Recep Tayyip Erdogan dementiert, dass er sein Land in eine Diktatur führe. Und Aussenminister Mevlüt Cavosoglu hat den Wahlbeobachtern von der OSZE vorgeworfen, absichtlich Fehler gemacht zu haben. 

Nach dem vorläufigen Endergebnis stimmten am Sonntag 51,4 Prozent der Wahlberechtigten für die Verfassungsreform in der Türkei. Bekommt Staatschef Erdogan jetzt uneingeschränkt viel Macht? Hört er jetzt auf, Europa zu provozieren? Und hat sein Land noch Chancen auf einen EU-Beitritt? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Warum so viele Deutschtürken für das Präsidialsystem gestimmt haben.

Präsident Recep Tayyip Erdogan ist bereit zur Wiedereinführung der Todesstrafe, womöglich mit einem neuen Referendum. Nach türkischem Recht dürften dann auch wieder Türken in Deutschland abstimmen - über eine Massnahme, die fundamental gegen europäische Werte verstossen würde.

Die EU-Kommission hat die türkischen Behörden aufgefordert, den Berichten über Unregelmässigkeiten beim Verfassungsreferendum nachzugehen. Erforderlich seien nun "transparente Untersuchungen", sagte der Sprecher von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Brüssel.

US-Präsident Donald Trump hat dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan zum Ausgang des Verfassungsreferendums gratuliert. Trump habe dem türkischen Präsidenten ...

Die türkische Oppositionspartei CHP will offiziell gegen das Ergebnis des Referendums vorgehen und bei der Hohen Wahlkommission die Annullierung beantragen.

Nach der Abstimmung über ein neues Präsidialsystem in der Türkei kritisiert Grünen Chef Cem Özdemir Versäumnisse in der Integrationspolitik. CSU-Politiker Stephan Mayer bekräftigt indes ihre Forderung nach einer strengeren Doppelpass-Regelung.

Die Türkei hat mehrheitlich dafür gestimmt, ihrem Präsidenten viel mehr Macht zu geben. Doch schon seit dem gescheiterten Putsch im Sommer darf Erdogan bequem vieles solo entscheiden, denn es gilt der Ausnahmezustand. Wie oft will Erdogan ihn noch verlängern?

Nach der Abstimmung über eine neue Verfassung wird die Türkei wohl nicht so schnell zur Ruhe kommen. Die Gesellschaft ist gespalten, Staatschef Erdogan wird möglicherweise hart gegen seine Gegner vorgehen. Allerdings ist er auch darauf angewiesen, die Beziehungen zum Rest Europas wieder zu verbessern.

Die türkische Regierung hat die Kritik der internationalen Wahlbeobachter am Verfassungsreferendum mit scharfen Worten zurückgewiesen.

Kann eine Demokratie à la Erdogan Partner für die EU und die Nato sein? Diese Frage stellt sich nach dem Referendum in der Türkei. Das Problem: Es gibt durchaus gewisse Abhängigkeiten.

Internationale Wahlbeobachter stellen dem Referendum in der Türkei kein gutes Zeugnis aus. Das "Nein"-Lager wurde demnach benachteiligt, das Referendum blieb hinter internationalen Standards zurück.

Nach dem knappen Ausgang des Referendums in der Türkei kritisieren Beobachter Unregelmässigkeiten. Die Opposition fordert eine Annullierung des Referendums. Die deutsche Bundesregierung sucht derweil das Gespräch mit Ankara.

Eine Zweidrittelmehrheit der in Deutschland lebenden Türken hat beim Referendum für das Präsidialsystem von Erdogan gestimmt - deutlich mehr, als in der Türkei. Grünen-Chef Cem Özdemir sieht das als Ergebnis von Versäumnissen in der Realpolitik.

Nach dem Ja zum umstrittenen Verfassungsreferendum in der Türkei fallen die Reaktionen der Politik gemischt aus. Während die einen für Gelassenheit plädieren, sehen die anderen schon eine Diktatur kommen. Lesen sie die Zitate in unserer Bildergalerie.

Nach dem Verfassungsreferendum will die Bundesregierung so schnell wie möglich den Gesprächsfaden mit Ankara wieder aufnehmen und verwies in einer ersten Stellungnahme auf die grosse Verantwortung der Türkei.

60 Prozent hatte Erdogan als Wunschziel beim Referendum ausgegeben. Dass der Präsident nur knapp gewonnen hat und selbst das umstritten ist, hält ihn nicht davon ab, den Sieg zu reklamieren. Wie wäre das Resultat wohl ausgefallen, wäre der Wahlkampf fair verlaufen?

Das Referendum in der Türkei wurde zum spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen. Das "Ja"-Lager um Präsident Recep Tayyip Erdogan sprach frühzeitig von einem Sieg - dieser wurde am späten Abend von der Wahlkommission bestätigt.

Nach dem von ihm reklamierten Sieg beim Verfassungsreferendum will Staatschef Recep Tayyip Erdogan die Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei auf die Tagesordnung setzen. Das werde seine "erste Aufgabe" sein, kündigte Erdogan in Istanbul vor begeisterten Anhängern an.