US-Verteidigungsminister Lloyd Austin ist am Dienstag zu einem unangekündigten Besuch in Bagdad eingetroffen. "Ich bin hier, um die strategische Partnerschaft zwischen den Vereinigten Staaten und dem Irak zu bekräftigen", erklärte Austin nach seiner Ankunft im Onlinedienst Twitter und fügte hinzu, der Irak sei auf dem Weg, "sicherer, stabiler und souveräner zu werden.

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Austins Besuch erfolgt wenige Tage vor dem 20. Jahrestags der US-Invasion im Irak, welche den langjährigen Machthaber Saddam Hussein stürzte. Am 20. März 2003 hatten die US-Truppen mit Unterstützung einer internationalen Koalition ihre Offensive im Irak gestartet. Damit begann eines der blutigsten Kapitel in der irakischen Geschichte, das durch jahrelange Konflikte und politische Instabilität geprägt war.

Bagdad hat nach wie vor starke Verbindungen zu Washington, vor allem in militärischer Hinsicht. Gleichzeitig haben sich nach dem Sturz des Machthabers Hussein die Beziehungen zwischen dem Irak und seinem Nachbarn Iran entspannt.

Sowohl die USA als auch der Iran unterstützten den Irak im Kampf gegen die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS), als diese 2014 Teile des Nord- und Westiraks besetzte. Die Extremisten wurden 2017 aus dem irakischen Gebiet vertrieben, haben aber weiterhin Schläferzellen in Wüsten- und Bergverstecken sowohl im Irak als auch im benachbarten Syrien.

Der Irak hatte für Ende 2021 das Ende des Einsatzes der US-geführten Koalitionstruppen angekündigt, doch einige Einheiten sind weiterhin für Beratung und Ausbildung vor Ort.


  © AFP

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