Bedeutet light auch gleich gesund? Stiftung Warentest hat es herausgefunden und Light-Produkte genauer unter die Lupe genommen.

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Mit den meisten Light-Produkten sparen sich Verbraucher tatsächlich Kalorien. Doch dieser Vorteil wird oft durch ungesündere Fette, Süss- oder Zusatzstoffe wieder wettgemacht. Stiftung Warentest hat Zutaten von 77 scheinbar "leichten" Lebensmitteln analysiert - das sind die Ergebnisse.

Fertigsuppen haben nicht gerade einen guten Ruf: Sie gelten oft als nicht sättigend, arm an Vitaminen und Nährstoffen, kalorienreich und auch einen guten Geschmack erwarten die meisten Verbraucher wohl nicht. Stiftung Warentest hat 15 Suppen aus dem Kühlregal getestet und das Zeugnis für diese Produkte fällt erstaunlich gut aus: Alle Produkte sind "gut", nur eines ist "befriedigend".

"Stiftung Warentest": Dann lohnt sich der Kauf von Light-Produkten:

  • Mit fettreduzierten Frikadellen, Salami, Käse oder Halbfettmargarine lassen sich ohne Kompromisse Kalorien sparen.
  • Zuckerreduzierte Lebensmittel lohnen sich vereinzelt, etwa bei Müsli. Wird dort ein Teil des Zuckers durch Vollkornhaferflocken ersetzt, liefert das komplexere Kohlenhydrate und wertvolle Ballaststoffe.
  • Die Hälfte der untersuchten Salatdressing-Light-Versionen enthalten weniger Fett als das Original, dafür aber mehr Zucker. Ausserdem wurde wertvolles Rapsöl reduziert. Besser sei es, sich aus Raps-, Lein- oder Olivenöl selbst eine Vinaigrette zu mixen.

Dann lohnt sich der Kauf von Light-Produkten nicht:

  • Light-Versionen von Creme fraîche sparen vielleicht Kalorien. Um aber eine cremige Konsistenz zu bekommen, müsse man mit modifizierter Stärke und Gelatine rechnen. Fettärmer sei es, gleich zusatzstofffrei nach Schmand oder saurer Sahne zu greifen.
  • Wer Schlagsahne mit Cremes zum Kochen austauscht, spart zwar Kalorien, aber erkauft sich das durch Palmfett, das viele gesättigte Fettsäuren enthält. Was besser Fett spart: Mit normaler Sahne zu kochen und einen Teil durch Milch zu ersetzen.

Das hilft beim Kauf von "leichten" Lebensmitteln

Tipp der Warentester: Manche Light-Produkte enthalten ungünstige Fette oder viel Zucker. Deshalb sollten Kunden die Nährwerttabellen und Zutatenverzeichnisse mit denen herkömmlicher Produkte vergleichen. Wer mit Lightprodukten allerdings über die Stränge schlägt, macht die Ersparnis auch wieder kaputt. (dpa/jom)

Das steckt hinter "Light"-Produkten

"Light", "fettarm" oder "weniger süss": Mit diesen oder ähnlichen Begriffen werben Lebensmittelhersteller gerne für ihre Erzeugnisse. Doch obwohl die Bezeichnungen weniger Kalorien in den Produkten suggerieren, ist das oft nicht der Fall.