Das Arbeitsgericht Zürich hat entschieden: die ehemaligen Funktionäre der Fédération Internationale de Football Association (Fifa) Joseph Blatter und Markus Kattner werden nicht zur Kasse gebeten.

Die früheren Fifa-Funktionäre Joseph Blatter und Markus Kattner müssen weder ihre eigenen Boni noch den an einen weiteren Fifa-Funktionär ausgerichteten Bonus in Höhe von 23 Millionen Franken an die Fifa zurückzahlen. Dies hat das Arbeitsgericht Zürich entschieden.

Die Boni wurden in den Jahren 2010 bis 2013 ausbezahlt und sollten den finanziellen Erfolg der Fussball Weltmeisterschaft in Südafrika 2010 honorieren, wie das Bezirksgericht Zürich am Freitag mitteilte. Die einzelnen Begünstigten wirkten an den Entscheidungen über die Boni der jeweils anderen zumindest mit.

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Gericht weist Forderung auf Schadenersatz ab

Der Weltfussballverband verklagte die ehemaligen Funktionäre auf Rückzahlung, weil sie über die Bonuszahlungen in gemeinsamem Zusammenwirken mit Interessenkonflikten entschieden hätten.

Das Gericht weist die Forderung auf Schadenersatz wegen der erfolgten Bonuszahlungen vollumfänglich ab, wie es schreibt. Die Beklagten durften laut Gericht "in guten Treuen" davon ausgehen, die Fifa genehmige die bereits erfolgten Bonuszahlungen. Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig. (sda/bearbeitet von nap)