In der Silvesternacht kam es in Zürich zu mehreren Diebstählen, wobei Frauen offenbar auch Opfer von sexuellen Belästigungen wurden. Die Stadtpolizei Zürich rief weitere mögliche Opfer und Zeugen auf, sich zu melden.

Nach Medienberichten über die schockierenden sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht in Köln gab es nun auch in Zürich mehrere Anzeigen. Im Nachgang zum Silvesterzauber am Zürcher Seebecken handelte es sich bei zwei Dutzend der Fälle um Diebstähle, allerdings zeigte sich bei den Abklärungen, dass es bei einigen der angezeigten Fälle offenbar auch zu sexueller Belästigung gekommen war.

Nach Berichten über sexuelle Belästigung spricht Mikl-Leitner Machtwort.

Inzwischen hätten sich diesbezüglich rund ein halbes Dutzend Frauen gemeldet, so die Polizei: Die Betroffenen gaben an, dass sie in der Menschenmenge von mehreren Männern mit dunkler Hautfarbe angegangen worden seien.

Häufung von sexueller Belästigung "ungewöhnlich"

"Diebstähle in der Silvesternacht gibt es jedes Jahr, doch dieser gehäufte Zusammenhang mit sexueller Belästigung ist ungewöhnlich", erklärte Marco Bisa, Mediensprecher der Zürcher Stadtpolizei, im Gespräch mit GMX.ch.

Es sei nicht auszuschliessen, dass noch mehrere Personen in der Silvesternacht Opfer von ähnlichen Straftaten wurden, aber bisher noch keine Anzeige bei der Polizei erstattet haben, so Bisa. Die Stadtpolizei Zürich bittet daher Betroffene und Zeugen, sich zu melden.

(af)

Die Polizei in Köln hat nach den Übergriffen an Silvester weitere Tatverdächtige ausgemacht. Zwar seien sie nicht namentlich bekannt, aber auf Bild- und Videoaufnahmen identifizierbar. In Stuttgart gab es nach den dortigen Übergriffen eine Festnahme.