Christian Bartlau

Freier Autor

Geboren 1985 in Rostock, aufgewachsen in der mecklenburgischen Einöde. Lebt und arbeitet seit 2015 als Freier Journalist in der Nähe von Wien in Österreich.

Artikel von Christian Bartlau

Was ist wichtiger: Das subjektive Sicherheitsempfinden oder die kalte Statistik? Darum dreht sich die Debatte bei "Maischberger". Ein Jens-Spahn-Klon argumentiert mit der Angst, ein Kriminologe fremdelt mit den Emotionen.

Die Deutschen machen sich mehr Sorgen über Trumps Politik als über die von Putin. Bei Maischberger bleibt die Diskussion aber fast komplett bei Putin hängen und sorgt für Streit: "Wollen Sie Zoff oder Gedankenaustausch?"

Frank Plasberg lässt bei "hart aber fair" über die Essener Tafel diskutieren. Auf eine Rassismus-Diskussion lassen sich seine Gäste gar nicht erst ein - und das ist auch gut so. Denn es gibt in der Talk-Runde spannendere Fragen und viele Vorwürfe an die Politik.

Die Schweizer stimmen über ihre Rundfunkbeiträge ab, Grund genug für Sandra Maischberger, über ARD und ZDF zu reden - mit viel Selbstkritik und einem Thomas Gottschalk, der sich ein wenig fehl am Platze fühlte.

Reisende im Stau, Anwohner vor dem Nervenzusammenbruch, Unternehmer unter Druck - die Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Österreich erhitzen die Gemüter. Fest steht: Sie funktionieren. Um einen hohen Preis, auch wenn sich die Lage teils entspannt hat.

Entwicklungspolitik, das klingt nach generösen Gaben und selbstloser Hilfe. Doch das Geld, das für Bedürftige und arme Staaten gedacht sein sollte, fliesst auch in die Taschen von Rüstungsfirmen. Und das ist eher die Regel als die Ausnahme in einem zwiespältigen Politikfeld.

Donald Trump war noch gar nicht im Amt, da hofften seine Gegner schon auf ein Amtsenthebungsverfahren. Doch das "Impeachment" hat seine eigene Logik – von der Trump profitiert.

Die USA verlegen ihre Botschaft nach Jerusalem. Die Entscheidung zeigt die neue Macht der Evangelikalen, einer starken Gruppe mit fragwürdigen Interessen.

Sandra Maischberger macht irgendwas mit Groko, lädt sich die falschen Gäste ein- und dann auch noch zu viele. Was sie herausfinden will, weiss sie nicht. Und dann ist da noch Claus Strunz.

Noch ist unklar, ob Horst Seehofer das Amt des Ministerpräsidenten wirklich an seinen Erzfeind Markus Söder abgibt. Doch die CSU steht vor einer Aufgabe, die sich ohnehin nicht allein mit einer Personalrochade lösen lässt.

Jamaika ist gescheitert, die FDP hat die Verhandlungen platzen lassen – und könnte sich damit verzockt haben, meinen Experten. Die Kanzlerin ist geschwächt, aber alternativlos. Und der AfD spielt der Abbruch der Verhandlungen in die Karten.

Warum sollte im TV-Studio klappen, was den Sondierern gelingt? Am Freitagmorgen wurde bekannt: Die "Jamaikaner" vertagen sich. Dass Jamaika ein wackliges Konstrukt ist, dieser Eindruck verstärkte sich bereits am Donnerstagabend im Lauf des Talks bei Maybrit Illner.

Vor den Jamaika-Sondierern steht noch ein Verhandlungsmarathon. Denn bislang herrscht nur in wenigen Punkten Einigkeit, die Streitpunkte überschatten die Gespräche. Ein Überblick.

Rücktritte, Drohungen und Giftpfeile vor laufender Kamera: Die Linkspartei liefert sich in aller Öffentlichkeit einen heftigen Führungsstreit. Nicht ungewöhnlich, sagt ein Parteiexperte. Doch eine Lösung ist noch nicht abzusehen.

Avantgarde auf dem internationalen Parkett, unentschlossen im eigenen Land: So präsentiert sich Deutschland, der einstige Vorreiter im Kampf gegen den Klimawandel. Noch immer hat die Politik den entscheidenden Schritt nicht getan, kritisieren Experten.

Immer wieder sind es Täter aus Zentralasien, die islamistische Anschläge verüben - so wie Saifulla Saipov, der Attentäter von New York. Seine Heimat Usbekistan gilt als "Brutstätte" für Terroristen. Doch so einfach ist es nicht. 

Ein paar Augenbrauen werden sich bestimmt heben, wenn Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache das internationale Parkett betreten. Aber die Zeiten der 2000er-Sanktionen sind vorbei. Viel mehr kommt es auf die EU-Linie der neuen Regierung an, meint ein Salzburger Politologe.

Österreich ist weiter nach rechts gerückt am Sonntag. Gewonnen hat der 31-jährige Sebastian Kurz mit einer Strategie, die sich die CSU genau anschauen dürfte. Zum Problem für Merkel wird er aber voraussichtlich nicht werden.

Weil noch nicht genug über die AfD gesprochen wurde in den letzten Wochen, nehmen die Rechten auch beim Einheits-Talk von „Maischberger“ viel Raum ein. Und das nicht nur im übertragenen Sinne.

Der langweiligen Pflicht folgt die Kür – gewichtige Teile der künftigen Jamaika-Koalition diskutieren bei "Maybrit Illner" über  Streitthemen. Die Talkshow vertieft die Vermutung: Dieser Weg wird kein leichter sein, aber es gibt einen.

SPD-Urgestein Klaus von Dohnanyi hatte zu "Volksparteien" und "ausgedient" eine markige Forderung: Martin Schulz muss weg, befand er. 

In der Opposition die Demokratie verteidigen und zu alter Stärke finden - mit kraftvollen Worten führt Martin Schulz die SPD in eine neue Rolle. Ein SPD-Experte findet das weder unausweichlich, noch unumstösslich. Er sieht die Genossen vor grossen Aufgaben und noch grösseren Schwierigkeiten.

Die grossen Gewinner der Wahl heissen AfD und FDP. Beide sammeln massiv Stimmen der Union ein – aber nicht nur aus den Gründen, die Horst Seehofer anführt. Die AfD zeigt exemplarisch, wie gespalten Deutschland noch immer ist.

Die grössten Gewinner der Bundestagswahl 2017 sind die Kleinen. Der Erfolg stützt sich vor allem auf einen gesellschaftlichen Trend. Die AfD beherrscht den Kampf um die Aufmerksamkeit - und kann sich zurücklehnen, während andere ihre Arbeit erledigen.

Die Grosse Koalition wurde nicht abgewählt, sie ist aber trotzdem passé – weil die Volksparteien die grossen Verlierer des Wahlabends sind. Die SPD zieht schon die Lehren, die CDU hat mal wieder ein Problem mit der Schwesterpartei.