Während weltweit die Demonstrationen für eine andere Klimapolitik vorwiegend friedlich ablaufen, kommt es in der französischen Hauptstadt am Rande eines Marsches zu Ausschreitungen. Steht Frankreich ein heisser Herbst bevor?

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Bei Protesten in Paris hat die Polizei nach eigenen Angaben mindestens 163 Menschen festgenommen. Rund 120 von ihnen wurden bis zum Abend in Gewahrsam genommen, wie der TV-Nachrichtensender BFMTV am Samstag unter Berufung auf Ermittler berichtete. Fast 400 Menschen seien zudem kostenpflichtig verwarnt worden, weil sie in verbotenen Bereichen der Stadt protestierten, teilte die Polizei mit.

Brennende Tretroller, abgefackelte Mülltonnen

Am Rande einer Demonstration für mehr Klimaschutz mit tausenden Teilnehmern kam es zu Ausschreitungen. Auf TV-Bildern waren brennende E-Tretroller und Mülltonnen zu sehen, laut Medien gingen auch Schaufensterscheiben zu Bruch. Sicherheitskräfte setzten in der südlichen Innenstadt Tränengas ein. Nach unabhängigen Schätzungen nahmen rund 15 000 Menschen an der Demonstration teil. Innenminister Christophe Castaner dankte den Sicherheitskräften. «Es wurden gewalttätige Menschen festgenommen und Ausschreitungen beendet», schrieb der Vertraute von Staatschef Emmanuel Macron beim Kurznachrichtendienst Twitter.

Die Polizei forderte friedliche Demonstranten auf, sich beim «Marsch für das Klima» von gewalttätigen Gruppen zu distanzieren. Die Umweltweltorganisation Greenpeace rief Anhänger zum Verlassen der Demonstration auf. Unter den Gewalttätern, die sich unter die friedlichen Demonstranten gemischt hatten, waren laut Medien auch Vermummte.

Bei einem Protest Hunderter Anhänger der «Gelbwesten»-Bewegung setzte die Polizei in der Nähe der Prachtstrasse Champs-Élysées im Westen der Innenstadt ebenfalls Tränengas ein, wie französische Medien berichteten. Auf dem kilometerlangen Boulevard galt ein Demonstrationsverbot. Die Polizei setzte über 7000 Beamte ein.

Die gelben Warnwesten haben ausgedient

Anhänger der «Gelbwesten» protestieren seit vergangenem November gegen die Reformpolitik Macrons und soziale Ungerechtigkeit. Die Bewegung ist zersplittert und nicht zentral organisiert, die Themenpalette mittlerweile sehr breit. Häufig tragen die Demonstranten auch gar nicht mehr einheitlich die gelben Warnwesten, nach denen die Bewegung benannt ist.

In der Hauptstadt waren bei sonnigem Spätsommerwetter viele Menschen unterwegs. Zahlreiche öffentliche Gebäude, darunter auch Ministerien, waren für Besucher im Zuge einer jährlichen Veranstaltung geöffnet. (best/dpa)

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