Jan Böhmermann will sich noch nicht zufriedengeben. Der Satiriker hat Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingelegt. Hintergrund ist ein Urteil zu seiner Erdogan-"Schmähkritik".

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Jan Böhmermann lässt den Streit um seine "Schmähkritik" über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nicht ruhen. Wie unter anderem der "Tagesspiegel" berichtet, bestätigte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eine entsprechende Verfassungsbeschwerde Böhmermanns, die sich gegen Urteile von Hamburger Gerichten wendet.

Diese entschieden zuvor, dass Teile seiner "Schmähkritik" von 2016 nicht mehr vorgetragen werden dürfen. Böhmermann sieht jedoch seine durch Artikel 5 des Grundgesetzes geschützte freie Meinungs- und Kunstfreiheit verletzt.

Jan Böhmermann: Die "Schmähkritik" und ihre Folgen

Die Beschwerde sei bereits im August in Karlsruhe eingegangen. Zuvor versuchte Böhmermann bereits vor dem Bundesgerichtshof und dem Oberlandesgericht erfolglos eine Revision zu erwirken. Erdogan hatte zuvor in weiten Teilen mit einer Unterlassungsklage Erfolg.

Die "Schmähkritik" von Böhmermann, in der er offenbar die Grenzen der Satire ausloten wollte, zog grosse Verstimmungen der deutsch-türkischen Beziehungen nach sich. Sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel meldete sich zu Wort und nannte den Beitrag Böhmermanns "bewusst verletzend". Dagegen ging Böhmermann ebenfalls gerichtlich vor. (dr/jom)  © spot on news

Schmähgedicht-Affäre: Jan Böhmermann verklagt Angela Merkel

Mit seinem "Schmähgedicht" auf den türkischen Staatspräsidenten Erdogan sorgte Böhmermann 2016 für Wirbel. Kanzlerin Merkel nannte das Gedicht "bewusst verletzend". Dagegen klagt nun der Entertainer vor dem Berliner Verwaltungsgericht.