Die Hängepartie für 42 gerettete Migranten und die Crew der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch geht weiter.

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Das Rettungsschiff "Sea-Watch 3" befand sich am Donnerstagmorgen weiterhin vor der Küste der sizilianischen Insel Lampedusa. Am Mittwoch hatte sich die Kapitänin Carola Rackete gezwungen gesehen, trotz eines Verbots in italienische Gewässer zu fahren.

Sea-Watch drohen deshalb die Beschlagnahmung des Schiffs, Ermittlungen und eine empfindliche Geldstrafe. Die Hilfsorganisation hatte die Migranten am 12. Juni im Mittelmeer gerettet und wartete seitdem auf eine Anlegeerlaubnis.

Italien sieht Deutschland und die Niederlande in der Pflicht

Innenminister Matteo Salvini hatte sich am Mittwoch mehrfach wütend zu dem Fall geäussert, da sich die EU nicht bewege. Er drohte unter anderem damit, ankommende Migranten in Italien nicht länger identifizieren zu lassen. Dann sei "jeder frei, hinzugehen, wo er will".

Nach den Dublin-Regeln ist normalerweise jenes Land für Schutzsuchende zuständig, in dem sie zuerst europäischen Boden betreten haben. Italien sieht Deutschland als Heimat der Organisation und die Niederlande als Flaggenstaat des Schiffs in der Pflicht, sich an der Aufnahme der Migranten an Bord der "Sea-Watch 3" zu beteiligen.

Unterdessen machte sich die spanische Hilfsorganisation Proactiva Open Arms mit ihrem Schiff wieder auf den Weg in die Rettungszone vor Libyen.  © dpa

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