Es herrscht kräftiger Durchzug beim Fasnachtstreiben in Basel. Und auch Regen stellt sich ein. Mitte der Woche stellt sich kurzfristig milderes Wetter ein.

Für die Basler haben um vier Uhr morgens die "drey scheenschte Dääg" im Jahr begonnen. Der Morgestraich ist Auftakt zum dreitägigen Fasnacht-Umzug mit Cortéges, Guggenkonzerten und Schnitzelbänken.

Auf nichts wird dabei sehnlicher geschaut wie auf das Wetter. Und gleich vorweg: Die 18.000 aktiven Fasnächtler können sich darauf einstellen, dass diesmal nicht nur in die Guggeninstrumente geblasen wird.

Wintersturm "Udo" wird bis Mittwoch weiterhin ein ungebetener Gast in der Schweiz bleiben und so manche Windböe durch das Basler Fasnachtstreiben jagen. Aber die Basler sind es ja gewohnt, dass es zwischen Morgestraich und Ändstraich in den Gässeli der Innenstadt ganz schön stürmisch zugeht.

Es bleibt kühl und regnerisch

Das Publikum muss sich diesmal allerdings auch darauf einstellen, dass nicht nur ein Konfettiregen auf sie niederprasselt.

Die Kombination Wind und Regen und Temperaturen, die auch tagsüber kaum zweistellige Werte erreichen, ist zwar nicht gerade das, was man sich zu einem solchen Fest erwartet – aber die traditionelle Mehlsuppe tröstet über die Wetterkapriolen hinweg.

Wetterkapriolen zur Fasnacht

Am Wochenende wird an der Uhr gedreht. Mit welchen Folgen - alle Infos.

Ein Blick in die Wetterhistorie zeigt, dass es zur Basler Fasnacht schon weit kälter war. 2006 etwa übernahm Frau Holle das Kommando. Sie erfreute sich weniger an den Ziibele- und Kääswähen, sondern vielmehr an Schneewehen.

Ausgerechnet vor Fasnachtsbeginn fielen innert Stunden 49 Zentimeter Schnee. Nur durch einen Kraftakt konnten die Massen noch rechtzeitig entfernt werden: 2.000 bis 3.000 Tonnen wurden in den Rhein gekippt, so dass doch noch zum Morgestraich gerufen werden konnte.

2011 wiederum hatte es sommerliche 23 Grad. Grossartig für das Publikum, weit weniger jedoch für die mit Faserpelz und Larven verkleideten Fasnächtler. Aber wer ein echter Schwiizer ist, dem macht auch das Schwitzen nichts aus.

Mildere Tage ab Mittwoch

Ab Mittwoch beruhigt sich die Lage: Nicht nur, weil die Fasnacht für dieses Jahr endgültig zu Ende ist, sondern weil am Donnerstag und Freitag die Temperaturen auf bis zu 18 Grad klettern.

Das milde Wetter hält jedoch nur zwei Tage an. Ab dem Wochenende wird es schon wieder deutlich kühler. Und dann gibt es auch keine Fasnacht mehr, die einen aufheitert.

Das Wetter der kommenden Tage im Überblick:

Montag: im ganzen Land regnerisch, im Osten ist Schneeregen möglich. Tageshöchstwerte zwischen 3 und 9 Grad. Im Tessin sind 12 Grad möglich

Dienstag: vielerorts Regen und Schneeregen, untertags 2 bis maximal 7 Grad. Ausnahme ist wieder das Tessin mit Sonnenschein und 15 Grad

Mittwoch: schweizweit trocken und bewölkt mit sonnigen Phasen, 5 bis 16 Grad

Donnerstag: vereinzelte Regenschauer im Kanton Neuenburg sowie in St. Gallen und Chur, Tageshöchstwerte zwischen 11 und 17 Grad

Freitag: im Süden des Landes viel Sonne, sonst wechseln sich Sonne und Wolken ab. Untertags zwischen 13 und 16 Grad, im Süden bis zu 18 Grad

So wird das Wetter in Ihrer Stadt: