Christian Vock

Freier Autor

Christian Vock ist freier Journalist in Leipzig. Er studierte Sozialwissenschaften in Göttingen und bildete sich in Frankfurt zum Fachjournalisten für Medien- und in Lüneburg für Nachhaltigkeitsthemen weiter. Beides Bereiche, die ihm reichlich Gelegenheit geben, sich in der Kunst der Skepsis und des Staunens über das menschliche Dasein zu üben. Für 1&1 schreibt er vor allem übers Fernsehen und über Nachhaltigkeit.

Artikel von Christian Vock

Enttäuscht werden kann nur der, der auch etwas erwartet. Nach den vergangenen "Schlag den Star"-Ausgaben konnte man von dem gestrigen Duell Elton gegen Lukas Podolski dementsprechend eigentlich nicht enttäuscht werden. Aber auf etwas mehr hatte man dann doch gehofft.

Achtung, Achtung! Letzte Show vor der Heimreise! Dann fliegt Bachelorette Alisa mit den verbliebenen vier Kandidaten wieder zurück nach Deutschland – zum Eltern-Vorstellen.  Doch statt in Portugal nochmal richtig die Sau rauszulassen, nimmt die liebe Alisa fast die ganze Show auseinander.

Steht ein nebenberuflicher Stripper nackig auf einer Insel und schneidet Gulasch. Ja, so fangen eigentlich schlechte Witze an. Doch leider ist das bei "Adam sucht Eva" blanke Realität. Oder doch nicht? Was führt RTL mit seinem Dating-Experiment nur im Schilde? Was verheimlichen die uns?

"Der war abrufbar!" Wenn Andreas so über sein bestes Stück spricht, dann meint er die Zeit vor seinem Bandscheibenvorfall. Jetzt liegt seine Standfestigkeit bei 50 Prozent, wie er sagt. Eine Belastung für ihn und seine Beziehung. Höchste Zeit also für Sexologin Ann-Marlene Henning und "Make Love – Liebe machen kann man lernen". Denn ein bisschen was geht immer.

Peter Zwegat stromert wieder durch die Republik und befreit Schulden-Knechte von ihrem Joch. Doch in der gestrigen Folge ist alles anders, denn Schulden sind noch gar keine gemacht. Stattdessen berät Peter Zwegat diesmal eine Familie schon vor dem Hauskauf. Als Schuldenfalle entpuppen sich dabei ausgerechnet die Banken. 

35 Jahre "Verstehen Sie Spass?" sind eigentlich ein Grund zum Feiern. Gerade in Zeiten von "Dschungelcamp" & Co. Doch statt die Champagner-Korken knallen zu lassen, schenkte die ARD gestern Abend nur stilles Wasser aus. Vielleicht traut man sich einfach nicht, auf die Zukunft anzustossen.

Bei "Adam sucht Eva" heisst es wieder: Und heute sinkt für Sie das Niveau!

Zwölf Kandidaten hoffen noch auf die Gunst von Bachelorette Alisa. Damit die Dame und ihre Herzbuben aber nicht noch im Herbst an der Algarve sitzen und Kastanienmännchen basteln, muss aussortiert werden. Zeit für etwas Dramatik. Es folgt der Auftritt des Bösewichts.

Die ZDF-Doku "Make Love" ist keine pubertierende Kicher-Veranstaltung.

Wenn ein Schwabe sich beim Hausbau verkalkuliert, dann muss es schon mit dem Teufel zugehen. Klarer Fall für die lebende Schulden-Bremse Peter Zwegat von RTL. Der rät einer schwäbischen Grossfamilie zu einem wirklich unglaublichen Finanztrick.

Kennen Sie das Gefühl, sich nach einem harten Tag nur noch in den Sessel fallen lassen zu wollen, um vor dem Fernseher den Kopf auszuschalten? Ja? Selbst in diesem Zustand werden Sie bei "Adam sucht Eva" Angst um ihren Verstand haben. Denn auch die zweite Folge war wieder ein Paradebeispiel für Gaga-TV.

Bachelorette Alisa hat noch 15 Kandidaten zur Auswahl. Bei den Männern bleibt es hingegen konstant bei einer Dame. Fast verständlich, dass bei diesem Verhältnis irgendwann der Testosteron-Kessel pfeift. Einer der Herren kochte in der dritten Folge dann aber über.

Stefan Raab geht und hinterlässt eine Menge freien Sendeplatz. Womit soll man die Lücken bei Pro Sieben füllen? "Schlag den Star" hat das Potenzial für eine grosse Samstagabendshow. Doch so wie bei der gestrigen Folge mit Simone Thomalla und Fernanda Brandão darf es nicht laufen. Es müsste sich einiges ändern.

Bei "Die Bachelorette" ist der Anfang ist gemacht, die Truppe beziehungswilliger TV-Romantiker zusammengestellt und samt Junggesellin nach Portugal verschifft, auf dass es eine lustige Verkupplung gebe. Ab jetzt bekommt jeder seine Rolle zugewiesen. Zwei Kandidaten dürften mit ihrer aber ganz und gar nicht zufrieden sein.

Trotz vieler Nerv-Momente: "Sing meinen Song" ist gutes Musik-TV.

Florian Silbereisen lud zur Samstagabendshow "Die Besten im Sommer" ein und präsentierte einen verstörenden Mix aus Schlager, Musical und Volksmusik. Für unseren Autoren eine Reise in die Vergangenheit mit sehr vielen Fragen und einem enttäuschenden Ende.

Wirklich? Ist das euer Ernst? RTL hat wieder seine Trash-TV-Türen geöffnet und lädt 20 paarungswillige Single-Männer zur fröhlich-plumpen Buhlerei um die "Bachelorette" ein. Was man da zu sehen bekommt, ist ja schon kaum zu glauben, aber was die Kandidaten von sich geben – so etwas kann man sich noch nicht mal ausdenken.

"Schlag den Star" beweist, dass Raabs Zeit endgültig abgelaufen ist.

Was haben Schwertschlucken, Bungeespringen und Tätowieren gemeinsam? Genau, man sollte es können. Doch wo man bei ersteren bei Misslingen in der Regel nur sich selbst schadet, trägt beim Tätowieren die Folgen meist ein anderer.

Auch die aktuelle "Sing meinen Song"-Staffel hat wieder exzellente Sänger auf dem Sofa versammelt. Gut so, denn gestern Abend standen die Lieder der Söhne Mannheims um Xavier Naidoo auf dem Programm. Dass aber ausgerechnet die beiden Underdogs und nicht die Meistersinger der Runde den Abend retten würden, hätte wohl niemand gedacht.

Kennen Sie Daniel Wirtz? Genau, das ist der bärtige Typ, der jeden Dienstagabend zwischen den Stars Catterfeld, Naidoo und Co. auf dem Tauschkonzert-Sofa sitzt und deren Lieder singt.

Immer mehr Menschen versuchen, nachhaltiger zu leben und kaufen deshalb bewusster ein. Doch die Hersteller machen es uns manchmal gar nicht so einfach mit dem ethischen Konsum und verstecken "Umweltsünder" in ihren Produkten.

Es sollte gestern der Tag der Entscheidung werden. Diesmal wirklich. Ganz ehrlich. Grexit oder Rettung. Und die Entscheidung wurde tatsächlich – wieder verschoben. Pech für Plasberg, denn er wäre der erste Post-Grexit-Talker gewesen. Das Pech für den Zuschauer war aber noch viel grösser.

Der Sturm zieht auf. Heute treffen sich die europäischen Staats- und Regierungschefs zum vermeintlichen Finale im griechischen Schuldendrama in Brüssel. Wenn dort aber so gestritten wird, wie gestern bei "Günther Jauch", scheint eine Lösung in weiter Ferne.  

Nur zwei Pur-Interpretation klingt nicht nach Pur. Der Rest? Pur.