Nichts ging mehr: In der Hauptstadt London und in weiten Teilen Grossbritanniens ist am Freitag vorübergehend die Stromversorgung zusammengebrochen. Züge standen still, Ampeln blieben schwarz - und selbst eine Klinik war betroffen.

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In London und weiteren Teilen Grossbritanniens ist am Freitag grossflächig der Strom ausgefallen. Betroffen davon waren Züge, Flughäfen, Tausende Haushalte und sogar ein Krankenhaus. Grund für die Panne waren nach Angaben des Netzbetreibers National Grid zwei fehlerhafte Stromgeneratoren. Die Probleme seien inzwischen behoben worden, teilte das Unternehmen am Abend mit.

"Zu 100 Prozent einsatzfähig"

Im ostenglischen Ipswich fiel sogar in einem Krankenhaus vorübergehend der Strom aus. Die Mitarbeiter hätten während des 20 Minuten dauernden Ausfalls jedoch dafür gesorgt, dass keiner der Patienten in Gefahr geraten sei, sagte eine Sprecherin des Ipswich Hospital der Deutsche Presse-Agentur.

Am Flughafen in Newcastle sollen laut einem Bericht zwischenzeitlich die Lichter ausgegangen sein. Newcastle Airport bestätigte, von dem Vorfall betroffen zu sein, versicherte jedoch per Twitter, der Flughafen sei "zu 100 Prozent einsatzfähig". Die beiden grössten Airports des Landes, London Heathrow und London Gatwick, waren den Berichten zufolge nicht betroffen.

Stillstand am Bahnhof

Grössere Auswirkungen hatte die Panne für Zugreisende. An vielen Bahnhöfen herrschte Chaos. Der Verband der britischen Eisenbahngesellschaften, National Rail, teilte mit, eine grosse Zahl von Zugverbindungen sei beeinträchtigt, auch Anzeigetafeln seien teilweise betroffen. Berichte über stillstehende Züge gab es auch aus Nordengland und Wales. Am Bahnhof Kings Cross in London, wo viele Züge Richtung Norden abfahren, ging nichts mehr. Er musste wegen Überfüllung geschlossen werden. Fahrgästen wurde geraten, zuhause zu bleiben.

"Aufgrund von Stromausfällen können Züge im ganzen Streckennetz ausfallen oder von Verspätungen betroffen sein", teilte auch das Unternehmen Thameslink mit, das Züge im Grossraum London betreibt. Die U-Bahnlinie Victoria Line war Berichten zufolge lahmgelegt. Die Nahverkehrsgesellschaft Transport for London mahnte Autofahrer wegen ausgefallener Ampeln zur Vorsicht.

Auch Privathaushalte blieben nicht verschont. Der regionale Netzbetreiber Northern Power Grid teilte mit, im Nordosten Englands seien 110.000 Menschen vorübergehend vom Stromnetz abgeschnitten gewesen. (best/dap)

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