Burglind brachte der Schweiz Orkane und Überflutungen. Zum Wochenende hin wird sich die Situation allmählich entspannen. In den Bergen aber bleibt die Lawinengefahr eklatant.

Böen mit über 200 Kilometern pro Stunde, Hangrutsche, Muren und Versicherungsschäden in der Höhe von mindestens 50 Millionen Franken: Orkantief Burglind brachte der Schweiz massive Verwüstungen und forderte in ganz Europa dutzende Verletzte und mindestens drei Tote.

Regen und Lawinengefahr

Mit gewaltiger Wucht ist Burglind seit Mittwoch über die Schweiz hinweggefegt, doch es waren nicht nur Orkanstürme, die die erste Woche des neuen Jahres turbulent machten.

Warmfront Christine führte zu flächendeckendem Regen und massiven Wassermengen, die zwischen 40 und 120 Liter pro Quadratmeter erreichten.

Die ausgeprägte Tiefdruckzone erstreckt sich noch bis Freitagnacht vom Atlantik bis zur Ostsee und bringt so weiterhin mit einer dominanten nordwestlichen Höhenströmung feuchtwarme Luft bis zum Alpenraum und beeinflusst dadurch das Wetter im ganzen Land.

Der Regen geht zwar deutlich zurück, dafür steigt aber aufgrund der höheren Temperaturen die Lawinengefahr in den Bergen massiv an und liegt aktuell bei Stufe 4 auf der fünfteiligen Gefahrenskala.

Jetzt kommt der Föhn

Eine langsame Wetterberuhigung mit vergleichsweise mässigen Winden prognostizieren aktuell die Meteorologen von MeteoNews ab Samstag.

Da die markante Höhenströmung allmählich auf Südwest dreht, schwächen sich Wind und Regen in allen Landesteilen schon am Freitag deutlich ab. Der dominante Föhn, der in weiten Teilen Mitteleuropas zu spüren ist, bringt Samstag und Sonntag höhere Temperaturen mit sich.

Sie liegen in der Deutschschweiz, Nord- und Mittelbünden bei bis zu 14 Grad, in der Westschweiz und im Wallis bei 4 Grad, erreichen hier in Föhnregionen bis zu 11 Grad wobei leichter Regen möglich ist.

An der Alpensüdseite hingegen tritt anfangs noch keine deutliche Wetterberuhigung ein: hier muss man mit starker Bewölkung und Stauniederschlägen sowie maximal 7 Grad rechnen.

Hartnäckiger Hochnebel ist im ganzen Land möglich, wobei in höhergelegenen Regionen und den Alpen die Chancen auf sonnige Stunden und blauen Himmel deutlich höher sind.

Aussicht auf die kommende Woche

Die zweite Januar-Woche 2018 wird nach aktuellem Stand deutlich ruhiger verlaufen als die erste.

Der Föhn sorgt zwar weiterhin für vergleichsweise milde Temperaturen, vor solch extremen Orkanstürmen wie Burglind und extremen Regenmengen wie in den letzten Tagen wird die Schweiz aber aller Voraussicht nach verschont bleiben.