Neue Eskalationsstufe in Nordsyrien: Erstmals liefert sich die einmarschierte türkische Armee ein Gefecht mit syrischen Regierungstruppen. Dutzende Menschen kamen ums Leben.

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Bei heftigen Kämpfen mit der türkischen Armee und deren lokalen Verbündeten sind im Norden Syriens Aktivisten zufolge mindestens 13 syrische Regierungssoldaten getötet worden. Auch zehn Kämpfer der pro-türkischen Rebellen seien tot, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag. Die türkische Artillerie habe die Regierungssoldaten beschossen. Die Menschenrechtsbeobachter hatten zuvor gemeldet, es habe sich um die ersten Gefechte zwischen beiden Seiten gehandelt.

Die Türkei und Russland haben sich auf die gemeinsame Kontrolle von Gebieten an der türkisch-syrischen Grenze geeinigt und eine weitere Eskalation des Nordsyrien-Konflikts zunächst vermieden.

Die Türkei und verbündete syrische Rebellen hatten Anfang des Monats eine Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG begonnen, die bislang das Gebiet an der Grenze zur Türkei kontrollierte. Syrische Regierungstruppen rückten nach einem Abkommen mit der YPG in die Region vor, um die Kurden zu unterstützen.

Erdogan hasst Assad

Die Regierungen in Ankara und Damaskus sind miteinander verfeindet. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan nannte Syriens Machthaber Baschar al-Assad in der Vergangenheit einen "Mörder". Assad wiederum bezeichnete Erdogan vor kurzem als "Dieb". (mss/dpa)