Donald Trumps erste Auslandsreise

Kommentare498

US-Präsident Donald Trump ist intern umstritten und in den USA wird bereits über ein Impeachment-Verfahren gemunkelt. Umso wichtiger ist es für ihn, aussenpolitisch zu punkten. Seine erste Auslandsreise führte ihn nach Riad, Tel-Aviv, in den Vatikan, nach Brüssel und Sizilien - und endete mit viel Streit. Eine Bilanz in Bildern.

Trumps letzte Station auf seiner Reise ist Taormina auf Sizilien, wo am Freitagmittag der G7-Gipfel begonnen hat.
Der G7-Gipfel gilt als einer der schwierigsten seit Jahren - Trump gegen alle anderen. Der US-Präsident will das Pariser Klimaschutzabkommen verlassen und auch bei den Themen Migration und Handel gibt es massive Differenzen zwischen den USA und den anderen grossen Industrienationen.
Donald Trump am Freitag im Gespräch mit Italiens Ministerpräsident Paolo Gentiloni. Anders als am Samstag liess er sich das Gesagte da noch übersetzen.
Mit grossen Fortschritten rechnet niemand, am wenigsten Bundeskanzlerin Angela Merkel. Nach Trumps massiver Kritik an Deutschlands Exportstärke gilt das Verhältnis zu den USA als noch zusätzlich belastet.
Beim Nato-Gipfel in Brüssel am Donnerstag machte Donald Trump von sich reden, weil es sagte, die Deutschen seien "bad" - schlecht. Hintergrund ist der Exportüberschuss Deutschlands. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nahm Trump jedoch in Schutz. Die Atmosphäre sei konstruktiv gewesen.
Die Nato-Partner machten den USA das Zugeständnis, künftig mehr für das Militärbündnis und ihre Verteidigung auszugeben. Daraufhin twitterte Trump am Freitag, die USA hätten Milliarden Dollars gespart und Millionen Jobs geschaffen. "Die Reise war sehr erfolgreich."
Beim Abendessen nahm Trump neben der britischen Premierministerin Theresa May Platz - dabei ist die so gar nicht gut auf ihn zu sprechen. Denn amerikanische Geheimdienste sollen Details aus den Ermittlungen zum Attentat von Manchester verraten haben. Trump versprach, der Sache auf den Grund zu gehen.
Enchanté - sehr erfreut! Vor dem Nato-Gipfel am Donnestagabend lernte Donald Trump den französischen Präsidenten Emmanuel Macron kennen. Der sah eine Reihe unterschiedlicher Ansichten bestätigt. Er und Trump hätten nicht bei allen Themen die gleiche Lesart, sagte Macron.
Auch nach ihrem ersten Treffen am Donnerstag liegen Donald Trump und die Spitzen der Europäischen Union in zentralen Punkten über Kreuz. Bei den Themen Handel, Klimaschutz und Verhältnis zu Russland, blieben Fragen offen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk.
Selfie mit der First Lady: Während ihr Mann die Entscheider der EU traf, besuchte Melanie Trump das "Königin Fabiola Kinderkrankenhaus".
Zu Gast im königlichen Palast: Während auf den Strassen Brüssels Tausende gegen Donald Trump (2.v.l.) protestierten, traf dieser am Mittwoch mit seiner Frau Melania (r.) den belgischen König Philippe und dessen Frau, Königin Mathilde.
Nach der Audienz bei Papst Franziskus am Mittwoch haben sich Trump und der Papst Geschenke überreicht. Der Papst schenkte Trump eine Medaille, auf der ein Olivenzweig zu sehen ist. "Ein Symbol des Friedens", sagte der Argentinier. Trump antwortete: "Frieden können wir gebrauchen."
Mit auf den Weg gab der Papst Trump auch seine 2017 veröffentlichte Friedensbotschaft sowie drei seiner Schreiben - darunter seine zweite Enzyklika "Laudato si'", die sich mit dem Umwelt- und Klimaschutz befasst, ein Thema, bei dem Trumps und Franziskus' Positionen weit auseinander gehen. "Ich werde sie lesen", sagte Trump.
Der US-Präsident schenkte dem Pontifex eine Box mit Büchern von Martin Luther King. "Dies ist ein Geschenk für Sie", sagte Trump. "Es sind Bücher von Martin Luther King. Ich hoffe, sie werden Ihnen gefallen."
US-Präsident Donald Trump hat am zweiten Nahost-Tag die Palästinensischen Autonomiegebiete besucht. Er wurde von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und Kindern mit Blumen empfangen.
In Bethlehem hat er Palästinenserpräsident Mahmud Abbas getroffen. Sein Besuch stösst in Israel auf Missfallen. Trump ist in seinem Bemühen um einen neuen Anlauf für Frieden in Nahost daran gelegen, während seines kurzen Besuchs mit beiden Seiten zu reden.
Abbas sagte nach dem Treffen: "Unser grundsätzliches Problem sind die Besatzung und die Siedlungen sowie die Weigerung Israels, den Staat Palästina anzuerkennen, so wie wir Israel anerkennen. Das Problem besteht nicht zwischen uns und dem Judentum."
Später hielt Trump im Israel-Muesum eine Rede. Darin sagte er: "Meine Regierung wird sich für Frieden zwischen Israel und den Palästinensern einsetzen. Wir wissen, dass Frieden möglich ist, trotz des Schmerzes und der Uneinigkeit in der Vergangenheit."
Zum Abschluss seiner Reise in Nahost bekräftigte Trump den ewigen Anspruch der Juden auf das Heilige Land. "Der Bund der Juden mit diesem Heiligen Land ist alt und ewig, er datiert tausende von Jahren zurück bis zur Regentschaft König Davids. Meine Regierung wird immer an der Seite Israels stehen."
Zuvor hatte Trump bei einem Besuch in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem sechs Millionen Juden gedacht, die von den Nazis ermordet wurden. Der Holocaust sei "die dunkelste Stunde der Geschichte" und das "grausamste Verbrechen gegen Gott und seine Kinder", sagte er.
Neue Themen
Top Themen