• Donald Trump gibt nicht auf: Das Wahlkampfteam des abgewählten US-Präsidenten hat in Georgia einen Antrag auf eine komplette Wiederholung der Abstimmung in dem US-Bundesstaat eingereicht.
  • Bisher haben Gerichte alle Versuche Trumps abgeschmettert.

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Der amtierende US-Präsident Donald Trump will vor Gericht eine komplette Neuabstimmung bei der Präsidentenwahl in Georgia erreichen. Ein entsprechender Antrag wurde nach Angaben von Trumps Wahlkampfteam am Freitag bei einem Gericht in dem Bundesstaat eingereicht.

Darin heisst es unter anderem, bei der Wahl seien aufgrund von "erheblichem systematischen Fehlverhalten, Betrug und anderer Unregelmässigkeiten" Tausende Stimmen unrechtmässig abgegeben worden.

Wahlhelfer in Stonecrest im US-Bundesstaat Georgia während der Nachzählung der Stimmen der US-Präsidentschaftswahl Mitte November.

Es ist einer von zahlreichen Versuchen Trumps und seiner republikanischen Verbündeten, Wahlergebnisse auf Ebene der Bundesstaaten zu seinen Gunsten zu kippen. Gerichte haben bereits zahlreiche Klagen abgeschmettert, darunter in Michigan, Pennsylvania, Georgia und Nevada.

Georgia zählt bereits zum zweiten Mal neu aus

In Georgia läuft angesichts des knappen Ergebnisses eine zweite Neuauszählung. Die Verantwortlichen für die Wahl gehen aber auch diesmal nicht davon aus, dass sich dadurch etwas am Sieg des Demokraten Joe Biden in dem Bundesstaat ändern wird. Die Behörden sehen keine Hinweise auf massiven Wahlbetrug, wie ihn Trump immer wieder geltend macht.

Die Ergebnisse in einzelnen Bundesstaaten sind in den USA der Schlüssel zum Sieg bei einer Präsidentenwahl. Stellvertretend für das Volk geben Wahlleute ihre Stimmen gemäss den Ergebnissen in ihrem Bundesstaat ab. Der Demokrat Biden hat nach Berechnungen von US-Medien 306 Wahlleute hinter sich, für die Wahl zum Präsidenten benötigt er 270. Trump kommt auf 232 Wahlleute. (mf/dpa)

Trump macht Weg für Biden frei, will aber weiter um seinen Posten kämpfen

Wochenlang hat US-Präsident Donald Trump seinen gewählten Nachfolger Joe Biden blockiert. Doch nun wies Trump sein Team an, mit dem Demokraten zu kooperieren. Im gleichen Zuge kündigte Trump allerdings an, weiter um seinen Posten zu kämpfen. (Teaserbild: Tasos Katopodis/Getty Images)