• Seit sich die Beatles getrennt haben, gilt John Lennons Witwe Yoko Ono als Grund für die Auflösung der Kultband.
  • Die neue Doku von Peter Jackson, "The Beatles: Get Back", räumt nun endgültig mit dem Mythos auf.

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Die Beatles waren eine funktionierende Band, bis John Lennon Yoko Ono mitbrachte, die mit ihrer Dauerpräsenz die Band zerstörte. So lautet ein Mythos, der unter manchen Beatles-Fans immer noch kursiert, obwohl längst klar ist, dass es für die Trennung der Über-Band im Jahr 1970 viele Gründe gab.

Yoko Ono ist nun anlässlich des Starts der Doku "The Beatles: Get Back" bei Disney+ einmal mehr in die Offensive gegangen. Die Künstlerin teilte auf Twitter einen Artikel, der ihre angebliche Schuld am Aus der Fab Four widerlegen soll.

Der betreffende Artikel des Musikmagazins "Uproxx", den Yoko Ono kommentarlos teilte, lässt Fans zu Wort kommen, die durch Peter Jacksons Mammut-Doku den Mythos um die böse Yoko widerlegt sehen.

Yoko Ono war in den Aufnahme-Sessions der Beatles wenig dominant

Mehreren Twitter-Usern ist aufgefallen, dass Yoko Ono bei den in der Doku gezeigten Aufnahme-Sessions gar nicht so dominant war, wie Fans gerne behaupteten. Sie beobachteten, dass Ono im Hintergrund sass, Zeitungen und Briefe las oder sich mit Paul McCartneys damaliger Frau Linda McCartney unterhielt.

"Ich habe mir 'Get Back' angesehen und erfahren, wie Yoko die Beatles zerstört hat, indem sie still dasass, die Zeitung las und ihre Post sortierte", schrieb ein von "Uproxx" zitierter Journalist mit twitter-üblicher Ironie.

Ein anderer twitterte: "Ich habe das Gefühl, dass die Popkultur die Situation von Yoko angespannter dargestellt hat, als sie war. Sie ist einfach nur entspannt und plaudert mit Linda."

Peter Jackson über Yoko Ono: "Sie drängt sich in keiner Weise auf"

Der "Uproxx"-Artikel zitiert auch ein Interview mit Peter Jackson, das er dem Fernsehsender CBS gegeben hatte. Der "Herr der Ringe"-Regisseur beschreibt Yoko Onos Gegenwart darin als "freundliche Präsenz". Sie habe sich nie in die Arbeit der Band eingemischt, sagte Jackson, der für seine Doku 57 Stunden langes Material auswertete. "Sie drängt sich ihnen in keiner Weise auf."

Die Beatles-Forschung hat über die Jahrzehnte viele Gründe für ein Ende der Beatles herausgearbeitet: Den Tod ihres langjährigen Managers Brian Epstein, das Ende der Zusammenarbeit mit ihrem Produzenten George Martin, den Ärger mit ihrer Firma Apple, Lennons Drogenprobleme, George Harrisons Frust über seine Rolle als dritter Mann hinter Lennon und McCartney - und nicht zuletzt McCartneys angeblich diktatorisches Verhalten als Bandleader, dem vor allem Lennon und Harrison nach dem Aus oft die Hauptschuld gaben.

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McCartney gab wiederum erst kürzlich in einem Interview Lennon die Verantwortung für die Trennung der Fab Four. Und beschuldigte indirekt auch Yoko Ono, da Lennon wegen politischer Happenings mit seiner Frau keine Zeit und Lust mehr auf die Band gehabt hätte.   © 1&1 Mail & Media/spot on news

George Harrison
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