Beatrices Eglis neues Album "Wohlfühlgarantie" erscheint am Donnerstag. Im Interview spricht sie über ihre Musik, ihre Traumrolle als Schauspielerin und erklärt, warum sie mit Herbert Grönemeyer auf einem Justin-Bieber-Konzert war.

Infos zu Beatrice Egli

Beatrice Egli, Ihr neues Album heisst "Wohlfühlgarantie". Ist das Ihr grösstes Anliegen, dass sich die Zuhörer wohlfühlen?

Beatrice Egli: Ja. Der Ursprung für das Wohlfühlen beginnt bei einem selbst. Dass man mit sich mit im Reinen ist und sich eben wohl fühlt. Dazu möchte ich meine Zuhörer, mein Publikum, meine Fans motivieren.

Meine Musik hilft ungemein, um sich wohlzufühlen. Seinen Weg zu gehen, motiviert zu sein, sein Ziel zu verfolgen und voller Energie für das eigene Leben zu sein, dazu möchte ich mit meiner Musik beitragen.

Wir leben in hektischen Zeiten, Smartphones bestimmen den Tagesablauf. Ist es da besonders wichtig, einfach mal abzuschalten und sich wohlzufühlen?

Smartphones spielen ja auch Musik ab, das ist schon mal gut (lacht). Aber ansonsten ist man schon gerne Mal abgeschnitten von der Welt.

Was mir am Herzen liegt: Ich finde es schön, wenn man Kontakt mit Menschen haben kann. Wenn man Konzerte besucht und gemeinsam feiern kann. Wenn man von Menschen umgeben ist, die einem gut tun. Und Musik hört, die einem gut tut.

Ich glaube, das gibt einem ein Wohlgefühl, das nicht nur einen Abend vorhält, sondern viel länger anhalten kann.

Im vergangenen Jahr haben Sie eine Auszeit genommen. Was haben Sie gemacht und wie haben Sie diese Zeit erlebt?

Das Leben hat in der Zeit viele Geschichten geschrieben und natürlich auch meine Musik inspiriert. Mein neues Album hat 21 Songs und eine DVD mit fünf weiteren Songs, es sind es also eigentlich 26 neue Songs.

Zum ersten Mal gibt es auch eine Fanbox, die erstklassig ausgestattet ist. Ich habe also sehr viel gearbeitet, auch wenn ich in den Medien nicht so präsent war.

Von Ihnen stammt das Zitat: "Es wird Zeit, dass der Schlager endlich da ankommt, wo er hingehört: Im Jahr 2018." Wie muss sich Schlager im Jahr 2018 denn anhören?

So wie mein Album! (Lacht)

Und wie klingt das?

Mein Album ist total poppig, mit Elementen, wie man sie im aktuellen Pop und den Charts findet.

Gleichzeitig stammt die Melodieführung und die Sprache aus dem Schlager, so wie man ihn kennt und liebt. Die Sprache wurde natürlich der Zeit angepasst, die Cover-Songs mal ausgenommen. "Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst" ist natürlich von der Sprache her noch so, wie damals der Schlager war.

Aber durch das neue neue Arrangement, durch das neue musikalische Kleid, das mein Produzent dem Titel verpasst hat, klingt er so, als er wäre er 2018 erschienen.

Auf dem Album gibt es auch eine Coverversion von Herbert Grönemeyers "Halt mich".

Das ist für mich wunderschöne, sehr berührende Ballade. Deshalb wollte ich "Halt mich" unbedingt auf meinem Album haben.

Gab es auch Kontakt zu Grönemeyer?

Ja, mit Herbert Grönemeyer war ich zuletzt auf einem Konzert von Justin Bieber. Das würde man nicht denken, oder? (Lacht)

Nein, absolut nicht. Wie kam es denn dazu?

Wir sind bei beide bei der gleichen Plattenfirma Universal und waren deshalb in der gleichen Lounge. Wir sind beide musikalisch für alle Richtungen offen. Deshalb sieht man sich auch mal auf einem Justin-Bieber-Konzert.

Hat es Ihnen gefallen?

Ja, ich fand es toll. Ich kann seine Kritiker verstehen, aber ich bewundere Menschen, die Hallen füllen und so viele Leute mit ihrer Musik mitreissen.

Sie nennen Vicky Leandros, Pink und kalifornischen Punkrocker von "The Offspring" als Vorbilder und Inspirationsquelle. Wie passt das zusammen?

(Lacht) Ich mag es ja auch sehr gerne rockig. In meinem neuen Song "Ich denke nur noch an mich" beispielsweise hört man ganz die strenge, rockige Beatrice.

Pink ist für mich eine Frau, die so lange ich denken kann, ihr Ding durchzieht. Sie schaut nicht nach links, nicht nach rechts. Sie ist einfach die Frau, die sie ist und lässt sich mit niemand vergleichen. Sie steht zu sich und sagt: Hey, jeder ist anders. Deshalb war sie immer ein Vorbild für mich.

Und Vicky Leandros war musikalisch ein Vorbild im Bereich des Schlagers. "Ich liebe das Leben" ist ein Song, der mich seit jeher begleitet und auch damals bei "DSDS" ein wichtiges Lied für mich war.

Und privat hören Sie sich dann auch ab und zu "The Offspring" an?

Ja, beim Trainieren läuft das öfters Mal (lacht). Ich habe ja bei "Ninja Warrior" mitgemacht, was mich an körperliche Grenzen gebracht hat, die ich bis dahin noch gar nicht kannte. Ich habe auch Muskeln kennengelernt, von denen ich gar nicht wusste, wie weh die tun können. Und beim Training dafür war "The Offspring" immer wieder Mal in meiner Playlist.

Sie haben "DSDS" schon angesprochen. Ihre Zeit bei "Deutschland sucht den Superstar" ist jetzt fünf Jahre her. Verfolgen Sie die aktuellen Staffeln noch?

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich es seit dem nicht mehr verfolge. Ich bin froh, wenn ich überhaupt mal Zeit habe, den Fernseher einzuschalten. Oder wenn ich auch mal ausschalten würde und nicht immer davor einschlafen würde (lacht).

Ich habe einfach gar keine Zeit. Und wenn ich Fernsehen schaue, schaue ich am liebsten Filme.

Würden Sie denn jungen Musikern empfehlen, an einem solchen Casting-Format teilzunehmen?

Ich würde jedem empfehlen, sich darüber bewusst zu sein, was jeder einzelne Schritt mit sich bringt. Ich habe auch abgewogen, was es bedeuten würde, wenn es ins Negative ausschlagen und der Karriere schaden könnte.

Wenn einem das bewusst ist, sollte man jede Bühne nutzen, die einem gegeben wird, um sein Ziel, seinen Traum zu erreichen.

Bei Ihnen hat es gut funktioniert, bei vielen anderen nicht. Haben Sie noch Kontakt zu anderen "DSDS"-Kandidaten?

Ehrlich gesagt gar nicht. Ich bin froh, wenn ich meine Familienkontakte und Freundschaften pflegen kann, denn ich bin sehr viel unterwegs.

Natürlich hat sich mein Leben sehr verändert, meine Freizeit ist so knapp bemessen, dass ich sie mit meiner Familie und meinen engsten Freunden verbringe.

Sie haben zuletzt in "Sturm der Liebe" mitgespielt. Werden wir Sie künftig öfters als Schauspielerin sehen?

Ich habe eine dreijährige Ausbildung zur Schauspielerin gemacht und deshalb war es ein toller Moment, in "Sturm der Liebe" mitzuspielen. Es ist schon mein Traum, öfters als Schauspielerin zu arbeiten.

Durch "Sturm der Liebe" kamen weitere, spannende Projekte auf mich zu. Der Fokus liegt jetzt natürlich auf dem Album "Wohlfühlgarantie" und der grossen Tournee ab Oktober. Aber es kann gut sein, dass sich da neue Dinge ergeben werden, denen ich dann auch mehr Zeit einräumen werde.

Was wäre Ihre Traumrolle?

Mein grosser Traum wäre es, bei Rosamunde Pilcher mitzuspielen. Am Sonntagabend, um 20:15 Uhr. Und dann spätestens um elf Uhr bin ich verliebt, glücklich und verheiratet. (Lacht) Das wäre es doch!

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