• Bevor Jenny Elvers und zehn weitere Promis ab dem 4. Mai von Sat1 in den "Club der guten Laune" in den Urlaub geschickt werden, hat Elvers im Gespräch mit unserer Redaktion unter anderem über ihre neue Beziehung, ihren Sohn und die TV-Landschaft gesprochen.
  • Sie verrät, in welcher TV-Sendung wir sie wohl nie sehen werden und ob sich ihr Sohn Paul weitere Teilnahmen an Fernsehformaten vorstellen kann.
  • Natürlich haben wir mit ihr auch über ihre neue Beziehung zu Marc Terenzi gesprochen und sie erklärt, warum es ihnen so wichtig war, ihre Beziehung erst einmal geheim zu halten.
Ein Interview

Frau Elvers, ab 4. Mai sind Sie in dem neuen Reality-Show-Format "Club der guten Laune" zu sehen. Machen Sie solche Reality-Shows nervöser als andere Formate, weil Sie dort als Jenny Elvers und nicht in irgendeiner Rolle zu sehen sind?

Das macht natürlich einen Unterschied. Auf der einen Seite ist man dort als Person zu sehen, auf der anderen Seite habe ich keinerlei Textvorbereitungen oder ähnliches. Was mich im Vorfeld nervös macht, ist die Frage: Wer könnten denn die anderen sein, mit denen man die Zeit verbringt. Da entscheidet sich, ob man eine gute Zeit haben wird oder nicht, ob das nette Leute sind oder nicht. Ich kenne ja viele Leute aus der Branche.

Gerade sind Sie vor allem aufgrund Ihrer neuen Beziehung zu Marc Terenzi in den Schlagzeilen. Insofern kann man sagen, hat sich das Format ja schon gelohnt für Sie, immerhin ist Marc auch dort Teilnehmer.

Ja, aber ich habe ihn nicht dort kennengelernt. Wir kennen uns schon sehr lange. Wir haben uns immer wieder getroffen und gesprochen, mein Sohn und ich waren auch vor einigen Jahren zu Gast bei ihm. Wir mochten uns immer sehr, waren aber nie zeitgleich Single. Bei den Dreharbeiten haben wir uns wieder getroffen und sehr viel Zeit miteinander verbracht und konnten uns richtig kennenlernen.

Wie gerne oder ungern sprechen Sie über so private Themen wie Ihr Liebesleben?

Ganz ungern. In den letzten vier Jahren habe ich kein einziges Mal über mein Privatleben gesprochen und ich war nicht die ganze Zeit Single und ich war unter anderem mit jemanden aus der Branche zusammen. Wenn man sich aber vor laufender Kamera näherkommt, ist das eine andere Sache. Marc und ich wurden von aussen geoutet, wir haben es geschafft, unsere Beziehung eine ganze Zeit lang geheim zu halten. Das war uns wirklich wichtig, denn wir mussten schauen, wie wir unsere Beziehung nach Deutschland transportieren. Wir blieben noch ein paar Tage nach der Sendung auf Phuket und befanden uns in einer Urlaubssituation ohne Alltag. Da war die Frage: Funktioniert das auch im kalten Deutschland? Und ja, es funktioniert sehr gut! Aber es war gut, dass wir zumindest diese zwei Monate hatten, um wirklich zu gucken, was mit uns im Alltag passiert.

Sie beide verbindet auch eine unschöne Vergangenheit mit Suchtproblemen. Wie gehen Sie beide als Paar damit um, ist das ein grosses Thema bei Ihnen?

Das ist gar kein Thema bei uns. Ich hatte das bei Marc nicht auf dem Schirm und ich trinke seit zehn Jahren nicht mehr. Es ist ein Stück weit schöner, jetzt einen Partner zu haben, der eben auch nicht trinkt. Das stellt man sich als Aussenstehender auch anders vor, aber es spielt keine Rolle, warum auch? Wir haben viele gemeinsame Interessen, treiben gerne Sport, wir beschäftigen uns mit gesunder Ernährung. Vergangenheit ist vergangen und jeder weiss, wie er damit umzugehen hat.

Sie sprechen offen über Ihre überwundene Alkoholkrankheit: Haben Sie für diese Offenheit eher Kritik oder Rückhalt erlebt?

Ich habe eher Rückhalt erfahren, gerade von der breiten Öffentlichkeit. Jeder kennt irgendwen, der ein Suchtproblem hat. Ich bin eine ganze Zeit lang sehr offen damit umgegangen und irgendwann habe ich gesagt, es reicht jetzt auch mal. Mich zeichnet ja auch mehr aus. Klar, es gehört zu mir, aber es gehören auch noch viele andere Sachen zu mir.

Ihr Sohn Paul Elvers ist mittlerweile ein erwachsener Mann. Sie sind ein starkes Team, haben ein enges Verhältnis. Was waren die herausforderndsten Momente für Sie als Mama?

Es hört nie auf, dass man sich Sorgen und Gedanken macht: Kommt das Kind heil nach Hause? Ist er gesund? Ich bin mal gespannt, ob das in 20 Jahren auch noch so ist (lacht). Mittlerweile hat er seine eigene Firma, ist sehr erfolgreich, hat eine tolle Freundin und trotzdem mache ich mir Gedanken, wenn er auf der Autobahn unterwegs ist. Das kann ich nicht abschalten.

Würden Sie sagen, es fällt Ihnen schwer, Ihren Sohn loszulassen?

Nein, ich lasse auch los. Wir kennen es auch nicht anders, dass ich oft über Wochen nicht zu Hause bin und arbeite. Ich kann das nachvollziehen: Wenn man als Mama immer zu Hause ist, das gewöhnt ist und seinen normalen Ablauf hat und das Kind auf einmal auszieht, dass dann etwas wegfällt. Aber das hatten wir gar nicht. Wir sind trennungserprobt, trotzdem sind wir uns sehr nahe. Es ist etwas ganz Natürliches bei uns, dass wir uns schreiben oder anrufen, egal, wer gerade wo in der Weltgeschichte unterwegs ist. Das kommt auch nicht aus einem Pflichtgefühl heraus, weder bei mir, noch bei ihm. Und das ist schön so.

Wie hat Ihr Sohn auf Ihre neue Beziehung mit Marc reagiert?

Grundsätzlich ist mein Sohn happy, wenn Mama happy ist. Er ist ja erwachsen und er kennt Marc genauso lange wie ich. Sie haben sich auch schon getroffen, also alles gut.

In der Show "Prominent getrennt" waren Sie mit Ihrem Ex-Partner Alex Jolig zu sehen: Wie haben Sie beide es geschafft, trotz Trennung für Ihren Sohn als Eltern zu funktionieren?

Das hat mit viel Respekt und Einfühlungsvermögen geklappt und allen voran damit, das Kind in den Mittelpunkt zu setzen und nicht als Erwachsene irgendwelche Kämpfe auszutragen. Wenn man grundsätzlich das Gleiche will, nämlich, dass das Kind glücklich und behütet ist, schafft man das relativ leicht.

In einem Interview sagten Sie, "fehlende Kommunikation" sei einer der Trennungsgründe von Alex Jolig gewesen. Was machen Sie jetzt mit Marc anders, was haben Sie daraus gelernt?

Die fehlende Kommunikation ging für meine Begriffe ja nicht von meiner Seite aus (lacht). Aber das mit Alex ist auch 21 Jahre her, man lernt im Leben ja hoffentlich generell dazu. Man wird erwachsener und geht mit Konflikten und Diskussionen anders um als vor 20 Jahren. Es wäre auch traurig, wenn das nicht so wäre.

Ihr Sohn Paul war vergangenen Sommer bei "Kampf der Realitystars" dabei, flog aber schon nach einer Folge wieder raus. Würden Sie sich eine TV-Karriere für ihn wünschen oder ihm gar davon abraten?

Weder noch. Es war nie sein Ziel, ins Fernsehen zu gehen und dort Karriere zu machen. Wenn es passte und er Lust darauf hatte, hat er Angebote angenommen, genau wie in dem Fall. Das war für ihn eine Möglichkeit, etwas zu erleben und vor allem hat er seine Gage klug in seine GmbH investiert, also, alles richtig gemacht. Sein Hauptgeschäft ist aber seine Firma, wo er sehr erfolgreich und fleissig ist. Ich sagte in Bezug auf seine Berufswahl zu ihm: "Paul, du musst etwas machen, worauf du richtig Lust hast". Wenn es um Sport oder dergleichen geht, wird er sicher das ein oder andere Format mitmachen, aber das wird er selber entscheiden.

Gibt es Reality-TV-Formate, in denen wir Sie sicher nie sehen werden oder sind Sie grundsätzlich erst einmal für alles offen?

"Adam sucht Eva" würde ich beispielsweise komplett ausschliessen (lacht). Grundsätzlich machen solche Formate einfach Spass. Ich entscheide aus dem Bauch heraus, was ich zusage und was nicht. Ich springe ohnehin zwischen den Genres Schauspiel und Moderation hin und her. Das eine schliesst das andere nicht aus. Das ist alles unter der grossen Überschrift Unterhaltung zu sehen.

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