• Zwei Männer werden in den Niederlanden wegen sexueller Übergriffe im Umfeld der Talentshow "The Voice of Holland" angeklagt.
  • Es soll sich um den 51-jährigen Bandleader der Show, Jeroen Rietbergen, und den bekannten 41-jährigen niederländischen Rapper Ali B. handeln.

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Die niederländische Justiz hat zwei Männer im Umfeld der Talentshow "The Voice of Holland" wegen sexueller Übergriffe angeklagt. Nach einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft vom Dienstag richtet sich die Anklage gegen einen 41-jährigen Mann wegen sexueller Übergriffe gegenüber drei Frauen in den Jahren 2014 und 2018. Von den Taten soll nur eine in Zusammenhang mit "The Voice of Holland" stehen. Zusätzlich werde ein 51-Jähriger wegen des Verdachts auf sexuelle Übergriffe "in oder rund um das Aufnahmestudio" der Sendung angeklagt.

Wie lokale Medien am Dienstag berichten, handelt es sich bei den beiden Angeklagten um den 51-jährigen Bandleader der Show, Jeroen Rietbergen, und den bekannten 41-jährigen niederländischen Rapper Ali B., der in der Show als Juror auftrat.

Rietbergen war der frühere Partner der Moderatorin Linda de Mol

Rietbergen war der frühere Partner der Moderatorin Linda de Mol ("Traumhochzeit"), ihrerseits die Schwester des milliardenschweren TV-Produzenten John de Mol. Linda de Mol hat sich nach Bekanntwerden der Vorwürfe von Rietbergen getrennt. In einer Stellungnahme räumte der 50-Jährige "Kontakte sexueller Natur" ein und gab zu, WhatsApp-Nachrichten mit sexuellem Inhalt verschickt zu haben.

Produzent und "The Voice"-Erfinder De Mol wusste nach eigenen Angaben seit 2019 von Vorwürfen gegen Rietbergen, was zu Empörung in den Niederlanden geführt hatte. "The Voice of Holland" wurde 2022 abgesetzt, nachdem eine anonymisierte Ex-Kandidatin in der Sendung angab, vor neun Jahren von Juror Ali B. vergewaltigt worden zu sein. Ali B. bestreitet die Vorwürfe.

In "The Voice" können Musik-Talente Juroren - sogenannte Coaches - vorsingen, die in drehbaren Sesseln sitzen und nur nach der Stimme urteilen. Das Format wurde seit 2010 in über 150 Länder verkauft, von den USA bis Afghanistan.  © AFP

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