"Deutschland sucht den Superstar" ist eine "fürchterliche Trash-Castingshow". Diese Meinung vertritt Coach Johannes Strate vom Konkurrenz-Format "The Voice Kids". Auch seinen Jury-Kollegen Henning Wehland und Lena Meyer-Landrut verpasst er einen Seitenhieb - allerdings einen nicht ganz ernst gemeinten.

In der vergangenen Staffel von "The Voice Kids" sass noch Tim Bendzko auf einem der Juroren-Sessel. Seit Staffel zwei ersetzt ihn der Sänger von Revolverheld Johannes Strate. Und der würde auf keinem anderen Jury-Stuhl Platz nehmen wollen – vor allem nicht bei "Deutschland sucht den Superstar". In Anspielung auf die RTL-Show wettert Strate im Gespräch mit unserem Portal: "The Voice ist im Vergleich zu diesen fürchterlichen Trash-Castingshows eine Wohltat."

Im Gegensatz zu DSDS würden beim Erwachsenen- und Kinderformat von "The Voice" nur Leute mitmachen, die singen könnten. "Über die Kandidaten bei 'The Voice' braucht man nicht zu lästern. Erstens gehört sich das generell nicht. Und zweitens gibt es keinen Grund, weil sie eben super sind", sagt Strate und schiebt hinterher: "Im Gegensatz zu DSDS, wo Leute vor die Kamera gezerrt werden, die noch nie gesungen haben und die es offensichtlich auch nicht können." Zu Hause vor dem Fernseher würden sich die Zuschauer über deren Versagen amüsieren. Das sei der eigentliche Sinn der Show, kritisiert der Revolverheld-Frontmann.

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Superstar oder Strandnixe?

Die 15 weiblichen DSDS-Kandidaten zeigen auf Kuba ihre Klangkörper.

"The Voice Kids" will die Kinder schützen

Bei "The Voice Kids" würden die Teilnehmer nicht lächerlich gemacht, so Strate. Im Gegenteil: Die Macher der Show wollten die Jugendlichen sogar schützen. "Das Team geht mit Psychologen und Lehrern in die Familien und schaut sich auch die Umfelder ganz genau an", sagt er. Die Experten würden mit den Eltern und den Kindern sprechen, um herauszufinden, ob die Kinder das wirklich wollen oder ob sie von den Eltern dazu gepusht werden.

Der Revolverheld-Frontmann hätte sich auch vorstellen können, mit einem Bandkollegen The BossHoss bei der Erwachsenen-Show von "The Voice" zu ersetzen. "Aber bei den Kids ist es besonders niedlich", sagt Strate, der selbst einen Sohn hat.

Johannes Strate: "Die eine ist ein Kind, der andere ein Opa"

Zu seinen Coach-Kollegen Lena Meyer-Landrut und Henning Wehland hat Strate ein gutes Verhältnis. "Henning kenne ich schon ewig. Es ist fast eine Ehre, dass ich neben ihm in der Jury sitzen kann", sagt er. Bei Lena bewundert Strate ihren Umgang mit den Medien. Als vor wenigen Wochen ein Bild von ihr kursierte, auf dem sie recht abgemagert aussah, habe sie professionell darauf reagiert. "Alle Medien hauen drauf. Das würde mir total an die Nieren gehen. Sie bleibt da aber echt cool", sagt der Revolverheld-Frontmann. "Wenn du aber bauchfrei rumläufst, musst du dich nicht wundern, wenn mal ein Artikel kommt", schiebt er lächelnd hinterher.

Seinen Kollegen bei "The Voice Kids" verpasst er einen nicht ganz ernst gemeinten Seitenhieb. Auf die Frage, warum er der bessere Coach sei, antwortete Strate: "Ich bin das gesunde Mittelmass. Böse gesagt, die eine ist selbst noch ein Kind, der andere ist ein Opa." Den Kids könne er vor allem bei der Bühnenpräsenz und bei der Songauswahl helfen. Ausserdem habe er den einen oder anderen Tipp, wie die Kinder ihre Nervosität auf der Bühne besiegen können.

Ob Strate auch in der nächsten Staffel wieder bei "The Voice Kids" als Coach dabei sein wird, wollte er noch nicht bestätigen. Er antwortete aber im Fussballer-Deutsch: "Ich könnte mir vorstellen, den Vertrag noch zu verlängern." Eins scheint klar: Einen Vertrag beim grossem Rivalen DSDS wird er wohl niemals unterschreiben.