Die entspannte Wetterlage in der Schweiz war nur von kurzer Dauer. Jetzt kommt Orkantief "Evi"- mit Sturmspitzen von bis zu 150 Kilometern pro Stunde.

Kaum zwei Wochen ist es her, dass Burglind über der Schweiz wütete und in Folge teils gewaltige Regen- und Schneemengen mit sich brachte.

Nun sucht die nächste stürmische Dame die Alpen heim und sorgt – spätestens im Laufe des Dienstags – für einen markanten Wetterumschwung.

"Evi" heisst das Tief, das bis Mitte der Woche aus dem Norden erneut heftige Böen liefert und auch die Lawinengefahr erhöht.

Der Wind kommt aus Island

Wie schon "Burglind" wird auch "Evi" Orkanstärke erreichen und in weiten Teilen des Landes drohen dadurch erneut abgedeckte Dächer und umgestürzte Bäume sowie weitere schwere Sturmschäden.

Ihren Ausgang hat "Evi" im hohen Norden genommen, wie meteonews vermeldet. Aus Island kommend, beherrscht das mächtige Tief aktuell das Wettergeschehen in Europa und ist in Skandinavien, den britischen Inseln und Mitteleuropa deutlich spürbar, da zusätzlich im Zuge einer nordwestlichen Höhenströmung Luftmassen aus dem Süden Grönlands herangeführt werden.

Windspitzen bis zu 150 km/h

Bereits im Laufe des Montags hat der Wind aufgefrischt und war vor allem in den Jurahöhen sowie den westlichen Landesteilen zu spüren. Am Dienstag sind nach Angaben von meteonews im Flachland bereits Böen von bis zu 100 km/h möglich.

In den hochgelegenen Bergregionen muss man dann durchaus auch mit Spitzengeschwindigkeiten von weit über 150 Kilometern pro Stunde rechnen, die zu Schneeverwehungen führen können und die Lawinengefahr in vielen Regionen deutlich erhöhen werden.

Auch die Schneefallgrenze ist durch "Evi" betroffen und zeigt sich in den nächsten Tagen durchaus von einer wankelmütigen Seite.

So liegt sie am Dienstag bei über 1.000 Metern, während am Mittwoch auch in den Tälern die eine oder andere Schneeflocke möglich ist und dafür dann am Donnerstag erst wieder ab 1.000 Meter mit Schnee zu rechnen ist.

Die Temperaturen liegen im Norden zwischen 2 und 10 Grad, in der Westschweiz und im Wallis zwischen 0 und 8 sowie an der Alpensüdseite und dem Engadin zwischen -4 und 6 Grad.

Auch am Mittwoch und Donnerstag keine Ruhe

Aktuell gehen die Meteorologen davon aus, dass "Evi" auch Mittwoch und Donnerstag noch die Schweiz beherrschen wird, wobei der Höhepunkt Dienstag erreicht sein dürfte.

Dennoch gilt in vielen Regionen der Schweiz in den kommenden Tagen erhöhte Vorsicht bei Aktivitäten im Freien.

Meteonews warnt eindringlich, dass schon alleine aufgrund der Erfahrungen mit Burglind vor allem in den Wäldern erhöhte Vorsicht geboten ist, da bereits angebrochene Äste und schiefstehende Bäume der Stärke von "Evi" nicht standhalten könnten.

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