Arnold Schwarzenegger war im Rahmen des "Austrian World Summit" in Wien zu Gast. Im Interview mit dem ORF übte er Kritik an Donald Trump, sprach über eigene politische Ambitionen und erklärte, was Klimaschutz mit einer Diät gemeinsam hat.

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Best-Practice-Beispiele zur Erreichung der Pariser Klimaziele stande im Mittelpunkt des ersten "Austrian World Summit" in der Wiener Hofburg am Dienstag. Organisiert wurde der Gipfel von Arnold Schwarzeneggers Klimaschutzinitiative R20.

Zu diesem Anlass kam der Hollywoodschauspieler und Politiker persönlich nach Österreich, wo er nicht nur auf Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) traf.

Der Report-Journalistin Susanne Schnabl gab der "Terminator" ein Exklusivinterview.

Die dominierenden Themen: Klimaschutz und Donald Trump. Gerade auch, weil beide seit dem Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen unzertrennbar miteinander verbunden sind.

Trump solle sich ein Beispiel an Kalifornien nehmen

"Die Zukunft ist auf unserer Seite", sagte Schwarzenegger beim Klimagipfel am Nachmittag und im Interview kritisierte er den US-Präsident scharf:

"Aus dem Pariser Abkommen auszusteigen, war seine schlechteste Entscheidung. Es ist ein Fehler, den er aber noch korrigieren kann. Denn die meisten Leute wissen gar nicht, dass es vier Jahre dauert, um aus dem Abkommen überhaupt aussteigen zu können."

Zu dem Argument Trumps, wonach das Abkommen Millionen Jobs – vor allem die der Minenarbeitern in Kohleminen – kosten würde, sagte der ehemalige Gouverneur von Kalifornien: "Ein Mann allein kann unseren Fortschritt nicht zerstören und die Zeit zurückdrehen."

Trump solle nach Kalifornien sehen. "Wir sind der grünste Staat und haben die strengsten Umweltgesetze. Das Wirtschaftswachstum betrug 0,7 Prozent in den gesamten USA 2016. Alleine in Kalifornien betrug es 5 Prozent." Grün werden sei ein gutes Geschäft.

In seinen Augen täuscht der US-Präsident die Menschen, in dem er die Kohleindustrie hochhält. Denn in der grünen Wirtschaft würden bereits jetzt viel mehr Jobs geschaffen werden, als in der alten Industrie.

Nicht nur über die Eisbären sprechen

Deshalb müsse man vor allem auf regionaler und lokaler Ebene arbeiten. "Ich bin überzeugt, dass Bundesstaaten und Provinzen sehr grosse Macht haben. 70 Prozent der notwendigen Massnahmen finden auf regionaler Ebene statt", so Schwarzenegger.

In seinen Augen gäbe es keine wirklichen Hauptverantwortlichen für den Klimaschutz, viel mehr sei die Welt auf alle angewiesen.
Den grössten Fehler sieht der Schauspieler in der falschen Themenwahl der Klimaschützer. Viel zu oft werde lediglich über die Eisbären oder den Klimawandel gesprochen, nicht aber über tägliche Katastrophen:

"An einem Tag sterben 19.000 Menschen an Luftverschmutzung, etwa sieben Millionen pro Jahr. Es ist die Verantwortung der Regierungen, die Menschen zu schützen. Darüber müssen wir reden, nicht nur über die Eisbären alleine."

Umweltabkommen hält Schwarzenegger für unabdingbar, "auch wenn sie wenig populär und schwierig umzusetzen sind."

Es sei wie bei einer Diät, sagte er. Wer zehn Kilo abnehmen möchte, wird dafür auch viel opfern müssen. Doch es zahle sich letztendlich aus, vor allem für die Gesundheit.

Auf die abschliessende Frage, ob er auch noch für den US-Senat kandidieren und dabei mehr von innen heraus verändern möchte, gab sich der Schauspieler zugeknöpft: "Wir brauchen mehr Bürgerbewegungen und es muss auf allen Ebenen passieren."



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