Am Sonntag will der türkische Aussenminister Mevlüt Cavusoglu die Gemeinde Opfikon besuchen. Die Zürcher Regierung rechnet mit "massiven Kundgebungen" und hat deshalb beim Bundesrat interveniert.

Der türkische Aussenminister Mevlüt Cavusoglu will am Sonntag in Zürich offenbar die türkischen Generalkonsule der Schweiz und Österreich treffen. Das hat das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten gegenüber dem "Blick" bestätigt.

Das Treffen soll in Opfikon in der Nähe des Flughafens stattfinden.

Viele fordern eine harte Hand. Doch die EU hat eine andere Strategie.

Zürcher Regierung interveniert beim Bundesrat

Die Zürcher Regierung sieht dem Treffen mit grosser Sorge entgegen und hat beim Bundesrat interveniert. Man erachte die Durchführung der Veranstaltung als "nicht verantwortbar" und rechne "mit massiven Kundgebungen vor dem Veranstaltungsort".

"Selbst mit einem grossen Polizeiaufgebot kann nicht gewährleistet werden, dass die Veranstaltung unter Einhaltung von Ruhe und Ordnung über die Bühne gehen könne", zitiert der "Blick" Sicherheitsdirektor Mario Fehr.

Ziel der Veranstaltung ist offenbar, im Ausland lebende Türken für die Stärkung von Recep Tayyip Erdogan zu gewinnen. Am 16. April will der türkische Präsident per Verfassungsreferendum ein Präsidialsystem einführen, das ihm deutlich mehr Macht bringt.

Kritiker befürchten, es könnte das Ende der Demokratie in der Türkei bedeuten. (rs)