Hillary Clinton oder Donald Trump: Wer wird der nächste Präsident der USA? Die Entscheidung fällt am 8. November - doch ein indisches Start-up soll den Sieger bereits kennen. Die Software "MogIA" will eine genaue Prognose für die US-Wahl 2016 ermittelt haben.

Der Wahlkampf in den USA ist an Spannung kaum zu überbieten. Nach dem Eklat um Donald Trump, der in einem mehr als zehn Jahre alten Video frauenverachtende Äusserungen tätigte, lag lange Zeit Hillary Clinton vermeintlich uneinholbar vorne. Doch die E-Mail-Affäre um die frühere US-Aussenministerin brachte Trump zurück ins Rennen ums Weisse Haus.

Aktuellen Umfragen zufolge wird es ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Kandidaten - eine Prognose für den Wahlausgang am 8. November lässt sich kaum seriös erstellen.

Nie hat ein Präsidentschaftskandidat die USA so tief gespalten wie Donald Trump. Mit seinen Thesen und Vorstellungen ist er nicht nur auf Unverständnis bei vielen Amerikanern gestossen, sondern hat auch auf internationalem Parkett regelmässig für Kopfschütteln gesorgt. Doch was ist am Ende des Wahlkampfs von seinen Aussagen übrig geblieben? Eine Übersicht.

Trump beliebter als Obama 2008

Doch das indische Start-up "Genic.ai" will genau dies geschafft haben. Laut des Unternehmens sagt deren Software "MogIA" das Ergebnis der US-Wahl voraus. Dafür hat es 20 Millionen Datenpunkte im Internet - etwa aus Google, Youtube oder Twitter - analysiert.

Aus den gesammelten Daten berechnete "MogIA" Beliebtheitswerte. Das Ergebnis: Der nächste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika heisst Donald Trump. Und nicht nur das - der Immobilien-Tycoon kann sogar höhere Beliebtheitswerte als Barack Obama 2008 vorweisen.

Der Haken an der Analyse: "MogIA" kann nicht eindeutig bewerten, wie ein Beitrag im Netz geartet ist. Ob positiv oder negativ - die Trennlinie ist für die Software nicht immer klar erkennbar.

Seit 2004 liegt "MogIA" immer richtig

Doch der Gründer von "Genic.ai", Sanjiv Rai, ist von dem Computerprogramm überzeugt. "Während die meisten Algorithmen von Vorurteilen der Programmierer und Entwickler beeinflusst sind, lernt 'MogIA' selbstständig von seiner Umwelt. Heute sind zum Beispiel viel mehr Menschen auf Social-Media-Plattformen als 2008", so der Unternehmer zu dem US-Wirtschaftssender "CNBC".

Die Software existiert bereits seit 2004. Seitdem hat das Programm jede Wahl richtig vorhergesagt. Doch es gibt noch Hoffnung für alle Clinton-Anhänger: Auch Nate Silver hat das Wahlergebnis prognostiziert - mit dem besseren Ausgang für die Demokratin. Und auch Silver kann eine ähnlich beeindruckende Erfolgsquote vorweisen.

"MogIA" oder Silver - wer bei den US-Wahlen 2016 den richtigen Riecher beweist, wird sich am 8. November zeigen.

(juv)