Diese Forderung erschütterte nicht nur die Briten: Kommunalpolitiker Simon Dudley wollte Bettler und Obdachlose vor der Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle aus Windsor verbannen. Nun äussert sich Premierministerin Theresa May.

Der britische Kommunalpolitiker Simon Dudley will aufräumen in Windsor: Bettler und Obdachlose sollen aus dem Stadtbild verschwinden. Schliesslich werden Prinz Harry und Meghan Markle dort bald getraut.

Seine Forderung tat Dudley lautstark in mehreren Briefen und Twitter-Posts kund.

Unterstützung erhofft er sich vom zuständigen Polizeichef. Mit ihm teilte er die Sorge, dass Obdachlose Windsor in einem unvorteilhaften Licht erscheinen lassen könnten – und das, wenn doch die ganze Welt auf die Stadt blickt.

Premierministerin geht nicht d'accord

Weil die Sache viel Aufmerksamkeit erregte, äusserte sich nun auch Premierministerin Theresa May und sagte der Tageszeitung "The Guardian": "Ich stimme nicht mit den Kommentaren überein."

Sie halte es für wichtig, dass die Kommunen hart daran arbeiteten, eine Unterkunft für die Obdachlosen zu finden.

Obwohl sie nicht mit Dudley übereinstimme, halte sie es dennoch für richtig, dass die Kommunen in Fällen von aggressivem Betteln mit der Polizei zusammenarbeiteten.

Viel Gegenwind für Dudley

Kritik an Dudleys Vorstoss kommt nicht nur von der Premierministerin: Police Commissioner Anthony Stansfield gab im Gespräch mit der BBC zu bedenken, dass die Obdachlosen schutzlos seien. Oft kämen noch psychische Probleme dazu. Die Situation sei also kompliziert.

James Murphy vom Windsor Obdachlosen Projekt sagte dem "Express": "Es ist absolut abscheulich, dass jemand heutzutage noch so denkt, besonders jemand, der ein führender Kommunalpolitiker ist."  © 1&1 Mail & Media / CF