Netflix, Amazon, Apple TV+, Disney+ und Co.: Das sind die Streaming-Highlights der kommenden Woche - mit Gal Gadot in einem neuen Actionkracher von Netflix und der furchteinflössendsten Horrorpuppe des Kinojahres 2023.

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Für viele Film- und Serienfans sind Netflix, Amazon Prime Video, Apple TV+, WOW und Co. längst das bessere Kino. Mit hochkarätig besetzten Film-Highlights und spannenden Serien machen die Streamingdienste ihrem Ruf regelmässig alle Ehre. Welche Produktionen in der kommenden Woche eine Sichtung im Heimkino wert sind, verrät die Übersicht.

Nach "Red Notice" schickt Netflix Gal Gadot dieses Mal ohne Dwayne "The Rock" Johnson und Ryan Reynolds auf actionreiche Odyssee. Bei WOW sollten sich hingegen alle Streamingfans warm anziehen, wenn die Gruselpuppe M3GAN ihr Unwesen treibt.

"Heart of Stone", Netflix

Gal Gadot mag in ihrer Erscheinung elegant wirken, doch wenn es darauf ankommt, verwandelt sich die Femme fatale in eine schlagkräftige Kampfmaschine. Dies trifft sowohl auf die Darbietung der 38-jährigen Israelin im Netflix-Erfolg "Red Notice" als auch auf ihre bemerkenswerte Verkörperung der Hauptfigur in "Wonder Woman" zu. Es ist daher keine Überraschung, dass Netflix nach "Red Notice" schon den nächsten Action-Film mit Gadot als Protagonistin geplant hat.

In "Heart of Stone" übernimmt sie die Rolle der Spionin Rachel Stone und tritt damit in die Fussstapfen berühmter Vorgänger wie James Bond und Ethan Hunt ("Mission: Impossible"). "Keine Beziehungen, keine Freundschaften" lautet die klare Anweisung ihrer Vorgesetzten vor ihrer risikoreichen Mission. Als wenig später Rachels Tarnung als Agentin eines weltweiten Geheimdienstes auffliegt, muss sie sich selbst durchschlagen - ohne Verbündete und ohne Hilfe.

Dem Ruf von Regisseur Tom Harper ("Peaky Blinders") folgten neben Gal Gadot auch Jamie Dornan, Alia Bhatt, Sophie Okonedo, Jing Lusi, Paul Ready, Archie Madekwe und Matthias Schweighöfer. Das explosive Action-Highlight "Heart of Stone" ist ab 11. August auf Netflix verfügbar.

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"M3GAN", WOW

Der Erfolg sprach für sich: Die Produktionskosten des Gruselfilms "M3GAN" wurden an den amerikanischen Kinokassen schon am Eröffnungswochenende vervielfacht, weltweit spülte der Horrorstreifen fast 180 Millionen US-Dollar in die Kassen. Keine zwei Wochen nach dem Kinodebüt in den USA im Januar 2023 bestätigten die Schöpfer des populären Puppen-Horrorfilms eine Fortsetzung: Der Start von "M3GAN 2.0" ist für Januar 2025 geplant.

Im Fokus des Horror-Erfolgs steht die namensgebende Androidin - M3GAN, ein Akronym für "Model 3 Generative Android". Gemma (Allison Williams) hofft, dass die Puppe eine ideale neue Freundin für ihre Nichte Cady (Violet McGraw) sein und ihr bei der Trauer um ihre verstorbenen Eltern ein wichtiger Beistand sein kann. Aber die Roboter-Spezialistin hat den Beschützerinstinkt der technisch fortschrittlichen Puppe unterschätzt. M3GAN ist bereit, zu extremen Massnahmen zu greifen, um Cady zu schützen - einschliesslich Mord.

Gerard Johnstone nahm bei "M3GAN" auf dem Regiestuhl Platz, unverkennbar ist aber vor allem die Handschrift von Produzent James Wan. Der Horror-Innovator und Experte für gruselige Puppen ("Saw", "Annabelle") fügt seinem filmischen Gruselkabinett mit "M3GAN" eine besonders überzeugende Vertreterin hinzu. Streaming-Fans können sich ab dem 4. August bei WOW selbst ein Urteil bilden.

"The Lost Flowers of Alice Hart", Prime Video

Für die neunjährige Alice Hart (Alycia Debnam-Carey) bricht eine Welt zusammen, als ihre Eltern bei einem rätselhaften Brand sterben. In der eindrucksvollen australischen Serie "The Lost Flowers of Alice Hart" muss sie nicht nur ihren Verlust bewältigen, sondern auch das Mysterium ihrer Familiengeschichte entschlüsseln.

Nachdem sie ihre Eltern verloren hat, wird Alice von ihrer Grossmutter June (Sigourney Weaver) aufgezogen. June gelingt es auf ihrer Blumenfarm, ihrer Enkelin einen Pfad aus der Trauer zu weisen: Sie lehrt das traumatisierte Mädchen die Sprache der australischen Blumen, durch die sie ausdrücken kann, was ihr mit gewöhnlichen Worten nicht gelingt. Dabei hat die alkoholabhängige und vom Leben enttäuschte June, die von der Hollywood-Ikone Sigourney Weaver mit beeindruckender Intensität dargestellt wird, selbst einige innere Kämpfe auszutragen.

"The Lost Flowers of Alice Hart" adaptiert den gleichnamigen Bestseller der australischen Autorin Holly Ringland. Showrunnerin Sarah Lambert und Regisseur Glendyn Ivin spinnen einfühlsam, exzellent erzählt und bildgewaltig dargestellt eine fesselnde Lebensgeschichte, die sich über Jahrzehnte erstreckt. Ab 4. August steht die Dramaserie bei Prime Video zum Streamen bereit.

"She Said", WOW

Ein Gerücht hier, eine Spekulation da: Als den "New York Times"-Journalistinnen Megan Twohey (Carey Mulligan) und Jodi Kantor (Zoe Kazan) Anschuldigungen der sexuellen Ausbeutung gegenüber Filmproduzent Harvey Weinstein zu Ohren kommen, glauben sie zunächst nicht, dass mehr dahintersteckt. Doch die Fälle häufen sich, betroffene Frauen zeigen sich zunehmend aussagefreudiger - und den Journalistinnen wird klar: Sie sind mit ihren Recherchen dabei, ein ganzes System aufzudecken.

Maria Schraders fesselndes, emotionales und berührendes Drama "She Said" erzählt die Genese des wohl bekanntesten Enthüllungsartikels im Zuge der #MeToo-Bewegung. Kantors und Twoheys Reportage gilt in der Rückschau als Zäsur im Kampf gegen patriarchale Strukturen in Hollywood. Erpressung, Einschüchterung, Schweigegeld - was in "She Said" behandelt wird, gleicht zuweilen einem Schlag in die Magengrube. Doch auch weil das Journalistinnendrama eben nichts beschönigt, hallt der Film noch lange nach - ein grosses Stück Kino, das es ab 5. August bei WOW zu sehen gibt.

"Painkiller", Netflix

Die Statistiken lesen sich alarmierend: Im Vergleich zu 1999 sind 2020 in den USA achtmal so viele Menschen an den Folgen von Opioid-Missbrauch gestorben. Blickt man auf die vergangenen Jahrzehnte, liessen zehntausende US-Amerikaner ihr Leben. Wie es dazu kommen konnte, welche Entscheidungen die Krise förderten und was daraus folgte, versucht Netflix in der Dramaserie "Painkiller" aufzuarbeiten - und das gleich aus mehreren Perspektiven. Die Sicht der Opfer wird ebenso wie die der Täterinnen und Täter widergespiegelt.

Die sechsteilige Produktion basiert auf dem Buch "Pain Killer: An Empire of Deceit and the Origin of America's Opioid Epidemic" von Barry Meier und dem im New York Magazine erschienenen Artikel "The Family That Built an Empire of Pain" von Patrick Radden Keefe.

"Wie kann etwas, das legal verschrieben wird, so viele Menschen umbringen?", fragt eine Ermittlerin des Büros des Staatsanwaltes, verkörpert von "Orange Is The New Black"-Star Uzo Aduba, an einer Stelle der Serie. Pharma-CEO Richard Sackler (Matthew Broderick) hat hingegen weniger Bedenken. Kein Wunder: Schliesslich macht er mit dem Verkauf der süchtig machenden Substanzen ein gutes Geschäft. "Painkiller" startet am 10. August bei Netflix.   © 1&1 Mail & Media/teleschau

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