Das geplante Grosskonzert in Düsseldorf am 4. September steht weiter in der Kritik. Für Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet ist das Konzert ein Profilierungsversuch des Düsseldorfer Oberbürgermeisters. Sängerin Sarah Connor verteidigt die Veranstaltung mit einem Hinweis auf die Probleme in der Branche. Der Ticketverkauf ist unterdessen gestartet.

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Für das umstrittene Düsseldorfer Grosskonzert mit 13.000 Zuschauern hat trotz heftiger Kritik der Vorverkauf begonnen. Der Ticket-Shop für das geplante Event am 4. September mit Rocker Bryan Adams und Sängerin Sarah Connor ist seit Dienstag freigeschaltet.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nannte das Konzert im Düsseldorfer Fussballstadion "kein gutes Signal". Er wirft dem Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) Profilierungsversuche vor. Es sei klar, dass bei einem solchen Grossereignis "ganz Deutschland und viele in Europa auf diese Stadt gucken. Vielleicht war das auch die Absicht, dass man so auf diese Stadt gucken sollte."

"Ich wundere mich, wie heutzutage alles politisiert wird", entgegnete Geisel in der "Süddeutschen Zeitung" und sprach von einem "politischen Profilierungs-Wettbewerb" zwischen Laschet und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Söder hatte dem Konzert eine "katastrophale Signalwirkung" im Corona-Kampf bescheinigt.

Sarah Connor verteidigt Konzert: "Es geht um Jobs"

Als Befürworterin der Veranstaltung zeigte sich auch - wenig überraschend - Sarah Connor. Auf Facebook schrieb die 40-Jährige, sie "verstehe alle Bedenken und Einwände zu dem ersten grossen geplanten Konzert in der 'neuen Zeit'". Aber auch ihre Branche habe in den letzten Monaten "extrem gelitten". Es gehe ihr bei dem Konzert nicht um "Party machen", sondern um Jobs.

"Ich habe vier Kinder, eines davon könnte man als besonders 'gefährdet' einstufen", schrieb Connor. "Auch wir erwarten mit Spannung den Schulbeginn. Auch meine Kinder müssen in der Schule Masken tragen. Seid gewiss, ich gehe auf keinen Fall leichtsinnig mit der Situation um." Aber: "Auch ich habe viele Freunde und Kollegen, deren Existenzen mittlerweile bedroht sind."

Zu dem Konzert schrieb Connor: "Nach meinen Informationen, sonst hätte ich niemals zugestimmt, ist das geplante Konzert vorsichtig durchdacht und eng mit den Behörden erarbeitet und abgestimmt worden."

Die Stadt Düsseldorf hatte das Hygienekonzept abgesegnet. Das Landesgesundheitsministerium liess es sich allerdings nachträglich zur Prüfung schicken. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte bereits am Freitag heftige Kritik geübt und rechtliche Zweifel angemeldet. (dpa/dh)

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