Marie Reim teilt ein Video auf Instagram, in dem sie während eines Konzerts auf der Bühne ausgebuht wird. Einige Stunden später folgt die überraschende Auflösung ihres Experiments.

Schlagersängerin Marie Reim hat sich eine grosse Fangemeinde aufgebaut und ist es eigentlich gewohnt, bei ihren Konzerten gefeiert zu werden. Doch in einem Instagram-Video, das die 25-Jährige teilte, war genau das Gegenteil der Fall. In dem Clip steht sie auf der Bühne und richtet ihren Blick immer wieder erstaunt in Richtung Backstage, es wirkt, als könne sie nicht fassen, was um sie herum passiert. Zu hören sind laute Buhrufe und Sprechgesänge mit den Worten "Geh nach Hause".

Zu ihrem Beitrag schrieb sie: "Ich war mir nicht sicher … ob ich das posten soll … Das ist gestern passiert." War bei dem Konzert irgendetwas schiefgelaufen? Von technischen Pannen oder anderen Aussetzern war nichts bekannt. In der Kommentarspalte finden sich Beiträge, die Reim Mut zusprechen. "Hater sind auch nur Fans. Kopf hoch Prinzessin! Weiter gehts!!", schrieb Moderatorin Charlotte Würdig. "Sowas hat kein Künstler verdient, war tatsächlich auch schon bei sowas dabei, wo ich mir dachte, das war doch mega gut. Bleib so wie du bist." oder "Unglaublich, wie sich manche heutzutage benehmen, ohne Respekt, nur darauf aus, andere zu verletzten! Das hast du beim besten Willen nicht verdient", lauteten andere aufmunternde Kommentare.

Doch es mischten sich auch andere Stimmen darunter: "Nie im Leben ist das passiert. Gleich kommt die Auflösung" oder "Marie Reim hat gestern echt eine tolle Show hingelegt. Sie wurde vom Publikum gefeiert, irgendwann hat sie in die Menge gerufen, dass wir sie alle einmal kräftig ausbuhen sollen. Und heute wird der Beitrag gepostet, ohne jegliche Erklärung. Sie sollte sich in Grund und Boden schämen".

Marie Reim liefert die Auflösung in zweitem Video

Die Auflösung sollte dann auch einige Stunden später wirklich kommen, denn Reim hat ein Experiment gewagt. In einem weiteren Posting lieferte sie die Erklärung. "Sechs Millionen Aufrufe auf ein Video in 24 Stunden, ein riesiger Shitstorm und das alles wegen eines Social-Media-Experiments. Die Wahrheit ist, mein Auftritt in Spelle war unglaublich. 5.000 Menschen, die mit mir gesungen, gefeiert und gejubelt haben. Und mitten in diesem wundervollen Wahnsinn habe ich gemeinsam mit dem Publikum etwas abgesprochen und ausprobiert. Wir wollten einmal Social Media austricksen." Sie habe ihre Fans aufgefordert, so laut zu buhen wie möglich. Diesen Teil des Videos, in dem nur gebuht und nicht gejubelt wurde, habe sie dann bei Instagram gepostet.

Die Hater-Kommentare seien unter der Gürtellinie gewesen. "Das Spannende daran ist, hätte ich nur das Jubelvideo gepostet, hätte es wahrscheinlich nur einen Bruchteil der Aufrufe bekommen." Die Message sei: "Negativität verkauft sich leider, warum auch immer, viel besser als die schönen Nachrichten und die schönen Videos. Das wollte ich euch damit einfach bewusst machen." Ihr Fazit des Experiments lautet: "Glaubt nicht alles, was auf Social Media geteilt wird."

Empfehlungen der Redaktion

Geteilte Reaktionen auf das Experiment

Ob das Experiment geglückt ist? In den Kommentaren findet sich viel Zuspruch für die Aktion. "Coole Aktion. Teilt mehr Liebe im Netz und keinen Hass!" oder "Sehr cool gemacht und du hast absolut recht. Leider echt traurig", heisst es auf der einen Seite.

Doch einige Fans fühlen sich auch hinters Licht geführt. "Also mithilfe der 6 Millionen Aufrufe hast du deine Klickzahl erhöht und damit mehr Kohle gemacht und wo ist da das Experiment? Ein bisschen verarscht fühle ich mich jetzt schon", "Finde ich nicht in Ordnung, dass du uns hier was vorgespielt hast, weil manche hatten Mitleid mit dir hier", heisst es auf der anderen Seite.

Verwendete Quelle