The show must go on! 12 Kandidaten, zwei Welten, tägliche Challenges, Life-ist-live-Fernsehen vom Allerdunkelsten. Und es ging gleich gut los. Schässika duschte oben ohne, Ben Tewaag quälte sich in gefrorene Jeans.

Eine Kolumne
von Christian Schommers

Edona James fliegt aus der Kanalisation von Promi Big Brother und aus der Show. Grund sind nach Angaben von Sat.1 "wiederholte Regelverstösse".

Die Laientruppe sorgte für Wirbel. Und neue Worte wurden auch erfunden: "Psychochonder". Auch bei der vierten Staffel von "Promi Big Brother" stellt sich die Frage "How low can you go?" Wie tief kann man eigentlich sinken? Wie ordinär, anstössig und grenzwertig will ... oder muss Fernsehen sein, um das überreizte Interesse einer gelangweilten "Generation head down" zu wecken? Antwort: sehr grenzwertig, sehr tief!

Es gibt nun wirklich nur zwei Dinge, die sich die Promis des Big-Brother-Hauses merken müssen: unten und oben. Doch nach einem Schweiss-Angriff und einer Spezi-Dusche herrscht schon am zweiten Tag ein heilloses Durcheinander im Container. Wir haben Tag zwei mal ein wenig geordnet.

Wer kommt beim Publikum gut weg?

Die VUPs sind eingezogen, das Gezerre, das Getratsche, das Genervtsein auf unterstem Niveau kann losgehen. Wer zieht sich zuerst aus? Wer kommt nach oben in die Beletage? Wer muss nach unten ins Rattenloch? Wer kommt beim Publikum gut weg: Dauerrüpel Ben Tewaag oder der pomadige Prinz Marcus von Anhalt, "Graf von Schmökelhausen, Herzog zu Schaumschlag-Hippe" (stern.de), die artig Witze aufsagende und daueramüsant sein wollende Desirée Nick oder die vergrämt dreinschauende, über Ex-Nachbarn Mario Basler räsonierende Natascha Ochsenknecht, die Kollegen zu Höchstleistungen animiert: "Die im Vorfeld bereits seemannsgarn-artig hochgejazzte Lautstärke von Super-Marios Schnarchen entpuppt sich tatsächlich als kolossale EverythingLouderthanEverythingElse-Attacke, die selbst db-gestählte Wacken-Gänger zum Ohropax hätte greifen lassen".

Zuerst springen einem ihre 3.400 Gramm-Silikonbrüste ins Auge. Danach fragt man sich als Zuschauer: Wer ist dieses Busenwunder bei "Promi Big Brother" eigentlich? Das ist die Transsexuelle Edona James, die als Mann geboren wurde.

Die Quote

Der Faktencheck für den Einzugs-Freitag fällt positiv aus: "Die Quoten einen Tick besser als 2015, aber erneut deutlich schwächer als 2013 und 2014 (....) 1,18 Mio. 14- bis 49-Jährige reichten für den Tagessieg", meldet Meedia. Immerhin! Am zweiten Tag ging’s in der Hauptsache um üblen Schweissgeruch, der Edona James, erste Entdeckung dieser PBB-Staffel, zum Frontalangriff auf Schässika und die anderen Kellerturner animierte. Edona regte sich wortungewaltig über die Körperausdünstungen der Aerobic-Treibenden auf. Nach "unangenehm" kam "abartig" und schliesslich: "Ihr stinkt wie Sch**sse". Herrlich, wie diese "Dame" sich in ihre Hysterie hineinsteigerte.

Bei "Promi Big Brother" ist am zweiten Tag Cathy Lugner dran mit einem tränenreichen Geständnis. Bei Natascha Ochsenknecht weint sie sich aus und offenbart, wie schwierig sie es an Richard Lugners Seite hat.

Schampus, Schlafen, Essen

Der dritte Tag hatte kein richtiges Hauptthema. Die gescholtene Jessica ist mit Dolly und Ringer Frank nach oben gezogen. Ben, Natascha, die Ex-Nachbarin von Mario Basler, Cathy Lugner, Mörtels Weib, und der protzige Hybrid-Prinz sind nach unten gewählt worden. Oben ist meist langweilig: Schampus, Schlafen, Essen; gepflegtes Halbwissen wird ausgetauscht. Unten ist Randale, so richtig schön schäbig und schmutzig, so wie Trash-TV sein sollte. Cathy offenbart sich und heult, Mario B. verprügelt bei der Challenge aus Versehen Edona, der Prinz putzt die Kanalisation. Leute, bleibt dran. Die Sat1-Show "Promi Big Brother" hat wirklich grosse Momente. Man muss nur lange genug zuschauen.

Herzliche Grüsse und Euch allen einen unterhaltsamen Wochenauftakt!  © top.de