Das war sie also, die grösste Schlacht in der TV-Geschichte. 55 Drehtage nahm die Episode "The long Night" in Anspruch und war mit 82 Minuten die bisher längste in der Geschichte von "Game of Thrones". Dass die Schlacht von Winterfell ein Gemetzel sein und zahlreiche Opfer fordern würde, war wohl allen vorher klar. Ein paar echte Überraschungen gab es trotzdem. Wer die lange Nacht überlebt hat und wer nicht, erfahren Sie hier.

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Eines kann man gleich sagen: Das ganz grosse Gemetzel unter den Hauptcharakteren hat es nicht gegeben; auch in den verbliebenen Episoden von "Game of Thrones" kann noch zahlreich gestorben werden.

Allerdings haben ein paar echte Fan-Lieblinge das Zeitliche gesegnet, so dass der ein oder andere Zuschauer wohl eine Träne verdrückt haben mag. Ein kleiner Trost: Die Tode sind allesamt heldenhaft und visuell einfach fantastisch umgesetzt.

Obacht! Ab hier erwarten Sie massive Spoiler!

Als erstes muss eine Figur dran glauben, bei der wohl ohnehin die wenigsten vermutet hätten, dass sie es überhaupt so weit schafft.

Der schwermütige Ed (Ben Crompton) war neben Tormund (Kristofer Hivju) der letzte überlebende Getreue aus alten Nachtwache-Tagen. Von Jon Snow (Kit Harington) hatte er das Kommando an der Mauer übernommen. Noch im Sterben wird er seiner unspektakulären, aber wichtigen Rolle gerecht und rettet Sam (John Bradley) das Leben.

So spektakulär stirbt man nur in "Game of Thrones"

Der nächste Tod dürfte den meisten Zuschauern weitaus mehr unter die Haut gegangen sein. Lyanna Mormont (Bella Ramsey), die mutige und nicht auf den Mund gefallene junge Lady von der Bäreninsel, war gleich mit ihrem ersten Auftritt zu einem Fan-Liebling avanciert.

Der geneigte GoT-Schauer wird aber schnell gemerkt haben, dass diese Figur die Geschichte nicht wirklich weiterbringt und wahrscheinlich für einen spektakulären Tod herhalten muss – und was für einen!

Lyanna wird von einen zombifizierten Riesen gepackt und zerquetscht, kann ihm aber noch im letzten Moment einen Dolch ins Auge rammen. Was für ein Abschied!

Beric Dondarrion (Richard Dormer) ist schon mehrmals gestorben – und doch vom Herrn des Lichts immer wieder zurückgebracht worden. Warum, war ihm allerdings selbst nie ganz klar.

Nun wissen wir es: Gemeinsam mit dem Hund (Rory McCann) kann er Arya (Maisie Williams) vor den Zombies retten. Dass das Überleben der jungen Stark noch entscheidend für den Ausgang der Schlacht sein wird, erfahren wir allerdings erst rund eine halbe Stunde später.

Theon Graufreud (Alfie Allen) lernten wir einst als selbstverliebten Schnösel kennen. Durch Folter geläutert, hat er sich zu einem echten Helden gemausert. Nimmt ihm eigentlich noch irgendjemand übel, dass er grossen Anteil an dem ganzen Schlamassel hat? Bran bzw. der Dreiäugige Rabe (Isaac Hempstead-Wright) jedenfalls nicht.

Mit diesem Tod hat wohl keiner gerechnet

Wie auch schon beim Aufeinandertreffen mit Jaime Lannister (Nikolaj Coster-Waldau) sieht er das grosse Bild und weiss, dass auch die schlimmsten Verfehlungen am Ende nur kleine Schritte auf dem Weg zum grossen Ziel waren.

"Du bist ein guter Mensch" – mit diesen Worten erteilt er Theon kurz vor dessen Ableben eine Art Absolution – mehr konnte der sich wohl kaum erhoffen.

Hodor-Türstopper oder Drachenei-Kerze - hier ist für jeden Fan etwas dabei.

Der Nachtkönig. Ja, Sie haben richtig gelesen: In dieser Episode stirbt einfach mal so der ultimative Bösewicht, der eigentlich den gesamten Kontinent unterjochen und die ewige Nacht ausrufen wollte. Mit ihm dann – wie Jon es vorausgesagt hatte – seine Zombie-Armee. So einen Twist leistet sich wohl auch nur "Game of Thrones" – wofür wir die Serie umso mehr lieben.

Wer profitiert vom Ausgang der Schlacht von Winterfell?

Alle, die schon immer dachten, dass Zauberei und Magie nur Beiwerk sind und es eigentlich um menschliche Eitelkeiten und Machtstreben geht, dürfen sich bestätigt fühlen.

Denn ohne den Nachtkönig wird klar, dass es in Wahrheit nur einen grossen Feind der Allianz im Norden gibt. Der heisst Cersei (Lena Headey) und dürfte sich im fernen Königsmund genüsslich einen Wein einschenken. Ihr Plan, dass sich der Norden im Kampf aufreibt und danach ein leichtes Opfer ist, scheint wider Erwarten aufgegangen zu sein.

Der nächste auf der Liste: Jorah Mormont (Iain Glen). Doch welches Schicksal hätte den alten Bären wohl sonst ereilen können? Dass Daenerys (Emilia Clarke) jemals seine Liebe erwidern würde, haben wohl auch die grössten Romantiker nicht erwartet. Immerhin stirbt er bei ihrer Verteidigung und in den Armen seiner Khaleesi.

Nennt man einen fiesen Spoiler einfach Prophezeiung, dann ist man bei Melisandre (Carice Van Houten) angelangt. Die verkündet gleich zu Beginn der Staffel ihr Ableben, das sie schliesslich vor dem Abspann selbst ihn die Hand nimmt.

Dabei schenkt sie uns die Erinnerung an einen der grossartigsten und zugleich verstörendsten Momente der GoT-Geschichte: Melisandres Jugend und Kraft ist an ihr Halsband gebunden. Nimmt sie es ab, ist sie eine alte Frau - auf die wir in der Episode "Die rote Frau" einen Blick in all ihrer Nackheit werfen konnten. Und auch jetzt legt sie das Halsband ab, und sich danach zum Sterben hin.

Wer keine Spoiler scheut, kann hier schon mal einen Blick auf die nächste Folge "Game of Thrones" riskieren:

Das passiert in der nächsten GoT-Folge

"Game of Thrones" | Staffel 8, Episode 4 | Vorschau (HBO) © YouTube

(dh)

Staffel acht von "Game of Thrones" läuft seit dem 14. April und kann über Sky Ticket, Sky Go und Sky Q abgerufen werden.

"Game of Thrones"-Fans sind schon seit Wochen in gespannter Erwartungshaltung: Die finale Staffel der erfolgreichen Serie startet am 14. April beim US-Sender HBO. Wie deutsche Fans schnell an die letzten sechs Folgen kommen, erfahren Sie hier.