"Sing meinen Song" ist einer der TV-Überraschungserfolge der vergangenen Jahre. In der ersten Staffel der Vox-Show war Gregor Meyle der unbekannteste unter den prominenten Musikern – und wurde prompt zum Publikumsliebling. Im Interview verrät er, was er "Sing meinen Song" zu verdanken hat, wer ihn am besten interpretiert hat – und welche Musiker er sich für die nächste Staffel wünscht.

Durch Stefan Raabs Castingwettbewerb "SSDSDSSWEMUGABRTLAD" wurde Gregor Meyle 2007 entdeckt. Der Vollständigkeit halber: Ausgesprochen hiess die mittlerweile eingestellte Show: "Stefan sucht den Superstar, der singen soll, was er möchte und gerne auch bei RTL auftreten darf". Diese Show war es aber nicht, die dem mittlerweile 36-Jährigen zum Durchbruch verhalf. Erst durch seine Teilnahme und den Erfolg von "Sing meinen Song" 2014 auf Vox etablierte sich Meyle in der deutschen Poplandschaft.

Seitdem sind die Konzerte des Musikers gut besucht: "Früher hatten wir zum Beispiel im Schnitt 200 bis 300 Zuschauer in Hamburg, im Sommer haben wir in Hamburg im Stadtpark vor knapp 5.000 Leuten gespielt", sagt Meyle im Interview mit unserer Redaktion. Auch an den Albumverkäufen lässt sich die Popularität des Sängers ablesen. Zwei seiner Studioalben erreichten Goldstatus, eines mit Verspätung: "Meile für Meyle" hatte der 36-Jährige schon 2012 veröffentlicht. Gold bekam es aber erst nach seiner Teilnahme 2014 bei "Sing meinen Song".

"Sing meinen Song kommt authentisch rüber"

Drei seiner Lieder stiegen sogar in die deutschen Singlecharts ein. Sarah Connors Coverversion seines Songs "Keine ist wie du" – die Musikerin benannte ihn in "Keiner ist wie du" um – schaffte es bis auf Platz zwölf. Jeder Musiker habe in der Show viel Enthusiasmus gezeigt: "Besonders schön war es im Dialekt. Andreas Gabalier hat damit eine ganz eigene Version geschaffen."

In der zweiten Staffel 2015 war Meyle nicht mehr dabei. Die Sendung hat er aber weiterhin verfolgt: "Besonders schön ist für mich der Erfolg der zweiten Staffel. Er ist für mich der Beweis, dass die erste Staffel nicht nur einen Anfangsbonus bekam, sondern dass das Format einfach gut ist. Die Sendung kommt authentisch und ehrlich rüber."

Gerade die Authentizität sei für den Musiker ein "wichtiger Faktor": "Du fühlst dich einfach unbeobachtet, sitzt auf dem Sofa, quatschst ein bisschen. Es fühlt sich an, als gäbe es keine Kameras. Das macht die lockere Atmosphäre aus."

Paul McCartney oder Dave Grohl zu "Sing meinen Song"?

Als neue Teilnehmer an der dritten Staffel wurden bisher neben Gastgeber Xavier Naidoo die Band The BossHoss und der Schweizer Künstler Seven bekannt gegeben. Meyle wird wohl auch diesmal nicht dabei sein, nannte aber Musiker, die er gerne mal dort sehen würde: "Paul McCartney, Jamie Cullum, Diana Krall, Norah Jones, Dave Grohl und Amos Lee."

Hochkarätige Namen für ein eher spartanisch aufgebautes Fernsehformat, das weiss auch der 36-Jährige: "Aber die Spartaner waren zu ihrer Zeit auch erfolgreich."