Christian Vock

Freier Autor

Christian Vock ist freier Journalist in Leipzig. Er studierte Sozialwissenschaften in Göttingen und bildete sich in Frankfurt zum Fachjournalisten für Medien- und in Lüneburg für Nachhaltigkeitsthemen weiter. Beides Bereiche, die ihm reichlich Gelegenheit geben, sich in der Kunst der Skepsis und des Staunens über das menschliche Dasein zu üben. Für 1&1 schreibt er vor allem übers Fernsehen und über Nachhaltigkeit.

Artikel von Christian Vock

Natürlich geht es beim "Bachelor" nur um die eine Frage: Wer bekommt die letzte Rose? Das zumindest erklärt man uns nun schon seit ein paar Wochen. Wen das tatsächlich interessiert, der sollte am besten auf die letzte Folge warten. Da wird das in der Regel aufgelöst. Allen anderen, denen auch die leisen Zwischentöne der Show wichtig sind, stellte die aktuelle Folge noch einige Fragen mehr. Und hat für eine Dame auch eine Antwort.

Die Single-Börse RTL hat sich für den Sonntagabend wieder etwas Neues überlegt, um auch die Menschen mit Partnern zu versorgen, die bisher durchs sendereigene Kuppelshow-Raster gefallen sind. "Herz zu verschenken" nennt sich das Ganze und rangiert irgendwo zwischen harmlos und unnötig.

"Paarduell XXL" zeigt, dass die ARD auch Privatsender-Unterhaltung kann.

Für die GNTM-Teilnehmerinnen ist es nicht leicht, den Anforderungen der Show gerecht zu werden. Noch dazu, wenn die eigentliche Siegerin von "Germany's Next Topmodel" schon feststeht.

Das Berufsinformationszentrum von ProSieben hat gestern Abend wieder junge Frauen zur Besichtigung des Fotomodel-Berufs eingeladen. Die Damen zeigten sich wie gewohnt interessiert und aufgeschlossen. Nur ein Mädchen stellte immer wieder die einzige Frage, die man bei "Germany's Next Topmodel" niemals stellen sollte.

Sah man beim "Bachelor" gestern Abend ganz genau hin, hatte man tatsächlich den Eindruck, dass Leonard das alles wirklich ernst meint. Ganz im Gegensatz zum Zuschauer. Der will vor allem lästern. Und dafür gab es wieder reichlich Gelegenheit.

Das ZDF hat "Die Versteckte Kamera" neu aufgelegt. Kein Witz. Was selbst nach einem TV-Streich klingt, wurde gestern Abend aber Realität. Trotz eines Riesenaufwandes und eines gelungenen Debüts von Moderator Steven Gätjen fehlte der Show die Originalität an den richtigen Stellen.

Seit zehn Jahren nun schon schickt Heidi Klum "ihre Mädchen" zwischen Werbeblöcken hindurch über die Laufstege. Das Konzept der Model-Suche ist dabei weitgehend gleichgeblieben: Mädchen sieht hübsch aus, Mädchen gehorcht. Doch gestern Abend war irgendetwas anders. Bahnt sich da eine heimliche Revolution an?

Es hat bis Folge drei gedauert, doch nun lässt RTL beim "Bachelor" endlich die Masken der Damen fallen. Schluss mit Friede, Freude, Eierkuchen, jetzt geht es in den Ring! Und die gestrige Folge war ein Parade-Beispiel für die hohe Kunst des Trash-TV-Krieges. Nur eine Dame wollte partout nicht in die Schlacht ziehen.

Ralf Schmitz gibt den RTL-Liebesboten und vermittelt wieder Menschen, die auf dem normalen Dienstweg keinen Anschluss finden. Warum er das tut, weiss man nicht. Warum man sich "Take Me Out" ansehen sollte, auch nicht.

In der neuen RTL-Show "Die Puppenstars" wetteifern Puppenspieler vor einer Prominenten-Jury um Sterne, Ruhm und Geld. Das Erstaunliche: Es funktioniert. Was aber aber nicht an RTL liegt.

Millionen Kakerlaken können aufatmen: Das Dschungelcamp ist leer. Menderes Bagci hat als letzter Bewohner das Promi-Lager verlassen und damit die Frage beantwortet, wer der Jubiläums-Dschungelkönig ist. Doch gerade zum Zehnjährigen bleiben immer noch eine Menge Fragen.

Bildungssender RTL lässt wieder die Damen los. 22 Mittzwanzigerinnen buhlen um den "Bachelor" 2016. Mit Traum-Villa, Traum-Körpern und Traum-Dialogen. Ein Fest geistiger Eindimensionalität.

Zweimal hatte Deutschland beim länderübergreifenden TV-Rate-Duell "Spiel für dein Land" bereits die Nase gegenüber seinen Alpennachbarn vorn. Doch Christine Neubauer und Horst Lichter starteten bei der dritten Auflage schwach und bauten dann kontinuierlich ab.

Anne Will ist zurück. Nach vier Jahren übernimmt die Journalistin den Sonntagstalk von Günther Jauch. "Nach Köln – Höchste Zeit für eine neue Flüchtlingspolitik?", möchte Will wissen - und macht sich ihr sonntägliches Comeback damit unnötig schwer.

Der Publikumskandidat hat es tatsächlich geschafft: Sänger Jay Oh gewinnt das Finale vom "Supertalent 2015". Der 29-jährige Sozialpsychologe, der seinerzeit eigentlich nur als Pausenfüller auftrat, brachte in einer leidlich unterhaltsamen Show die überzeugendste Leistung. Erinnern wird sich trotzdem bald niemand mehr an ihn.

Günther Jauch hat Schluss gemacht mit Polit-Talk. Der beliebte Moderator ist trotzdem noch gut präsent im deutschen Fernsehen. Zum Beispiel gestern Abend bei "Die 2" zusammen mit Thomas Gottschalk. Die erste Sendung nach dem Jauch-Aus hatte fast Symbol-Charakter. Es ging ums Platz machen und ums Platz finden.

Bald ist Weihnachten. Helene Fischer hingegen ist das ganze Jahr. Der NDR hat gestern Abend beides im Ersten zusammengeführt. Ein amüsanter Blick mit Augenzwinkern auf das Weihnachtskonzert in der ARD.

Stiller Abgang: Günther Jauch verabschiedet sich von seinem Polit-Talk und er tut es in typischer Jauch-Manier: ohne Blaskapelle, grosse Gesten und Tamtam. Und leider auch ohne grosse Erinnerungsmomente. Nur Wolfgang Schäuble durfte als einziger Gast zum Abschied winken.

Der Sänger und Juror bei "The Voice of Germany", Rea Garvey, sucht im Fernsehen einen Co-Writer für ein Lied.

Wie soll man über Geheimes sprechen? Günther Jauch wollte wissen, wie gross die Terrorgefahr in Deutschland ist. Ein Gast hätte die Frage eigentlich am besten beantworten können. Doch auch von ihm gab es kaum konkrete Antworten.

Am Dienstag wurde das Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft abgesagt. Bundesinnenminister Thomas de Maizière wollte die konkreten Gründen nicht nennen, um die Bevölkerung nicht zu verunsichern. Wie gross aber ist die Terror-Gefahr in Deutschland? Das wollte Anne Will von ihren Gästen wissen. 

Frankreich steht nach den Terroranschlägen unter Schock. Die westliche Welt hat ihre Solidarität ausgesprochen, doch was bedeutet das? Diese und andere Fragen diskutierte Günther Jauch am Sonntagabend mit seinen Gästen.

Tanz-Juror Joachim Llambi hat einen neuen Job. Er testet jetzt nicht mehr die Samba-Qualitäten von Promis, sondern Urlaubsfallen. Doch was eine Mischung aus Information und Entertainment sein sollte, erlebt schon vom Check-In an eine Bruchlandung.

Guido Westerwelle ist in der Öffentlichkeit zurück. Nach seiner Leukämie-Diagnose war der ehemalige FDP-Politiker gestern Abend Gast bei "Günther Jauch". Es war ein gleichermassen lehrreiches wie emotionales Gespräch, das den ehemaligen Aussenminister in bisher unbekannter Demut zeigte.