So, hätten wir das auch. Am Mittwochabend entlässt RTLZWEI auch die letzten Kandidaten beim "Kampf der Realitystars" auf dem Bildschirm in den Sommerurlaub.

Eine Kritik
Diese Kritik stellt die Sicht von Christian Vock dar. Informieren Sie sich, wie unsere Redaktion mit Meinungen in Texten umgeht.

Vorher wählen die bereits Ausgeschiedenen aber noch den Sieger der Show und nach einem stillen Wortgefecht mit Percival Duke hat Serkan Yavuz sein bisheriges Honorar deutlich erhöht.

Mehr News zu "Kampf der Realitystars"

"Diese Stimmung hier in der Sala, die ist so geil. Die ist einfach nur schön", schwärmt Matthias Mangiapane am Mittwochabend in der Finalfolge von "Kampf der Realitystars" und als Unbeteiligter in Sachen Trash-TV fragt man sich da: Wie konnte das passieren? Ist Trash-TV nicht immer ein einziges Geschrei gewesen? Fernsehen, bei dem sich die Kandidaten das Leben so schwer wie möglich machen?

Ja, ist es, allerdings muss man ein bisschen differenzieren. Denn Trash-TV ist nicht gleich Trash-TV und vor allem ist es im Wandel und seine Kandidaten sind es auch. Während Matthias Mangiapanes Ruf nach seinem Auftritt bei "Promis unter Palmen" wegen seines Verhaltens doch ein wenig gelitten hat, sah man ihn bei "Kampf der Realitystars" doch eine ganze Spur gelassener.

Hier blamieren sich die Stars zwar auch in allerlei Kindergartenspielchen, aber im Rahmen und Streit ist nicht das alleinige Treibmittel der Unterhaltung. Daher ist es nicht überraschend, wenn die Realitystars und -sternchen ihre Zeit in der Sala auch in der Finalfolge wieder als durchaus gelungen bezeichnen.

Ein letztes Schleim-Spiel zum Abschied

Einer dieser Stars wird die Show nach den knapp 110 Minuten sogar "einfach nur geil" gefunden haben, denn er ist durch seinen Sieg um 40.000 Euro reicher. Doch bis dahin dauert es am Mittwochabend ein Weilchen, denn zuerst müssen noch die letzten Nicht-Sieger herausgefunden werden und RTLZWEI macht das zunächst mit ein paar Spielen. Die finale Entscheidung, wer die Show gewinnt, liegt dann in den Händen der bereits Ausgeschiedenen, wie den Promis zu Beginn der Finalfolge erklärt wird.

"Da glaube ich, dass ich eigentlich ganz, ganz gute Chancen hätte", beurteilt Matthias Mangiapane das Regelwerk, Emmy Russ hingegen erkennt durch den vielen Streit mit den anderen ein kleines Handicap: "Ich bin voll unbeliebt bei den ganzen. Ich hab' eigentlich keine Chance und das ist voll Kacke." Doch beim ersten Spiel sind erst einmal noch die Chancen für alle gleich gross, vorausgesetzt, man beherrscht das Alphabet und ist einigermassen gut zu Fuss.

Denn die Promis müssen hier erst einen Suchbegriff per Bilderrätsel herausfinden und diesen dann per Buchstabentafeln "aufschreiben". Dabei lässt es sich RTLZWEI nicht nehmen, die Buchstabentafeln in einem Becken voller Schleim zu verstecken. Das soll das Spiel währenddessen unterhaltsamer machen, vor allem aber danach, wie Lukas Baltruschat erklärt: "Weil wir keine Klamotten mehr haben zum Wechseln."

Schlechte Stimmung zwischen Serkan Yavuz und Percival Duke

Und weil zum Regelwerk des Spiels auch noch gehört, dass die langsamsten Drei sofort die Sala verlassen müssen, können Emmy Russ, Matthias Maniapane und Peggy Jerofke nach dem Spiel die Koffer packen. Immerhin wird Emmy Russ nun nicht hinausgewählt, weil sie "voll unbeliebt bei den ganzen" ist. Mit Unbeliebtheit haben aber auch die fünf verbliebenen Stars zu kämpfen, genauer gesagt, nur einer.

Denn die Produktion arrangiert etwas, das an eine Pressekonferenz erinnern soll und bei dem die Ausgeschiedenen den Kandidaten Fragen stellen. Dabei erklärt Serkan Yavuz, er habe sich von Percival seinerzeit "verarscht gefühlt", weil dieser niemandem etwas von der Siegprämie habe wegnehmen wollen, dann aber doch die 10.000 für einen Sofortausstieg eingesteckt hat.

Percy beantwortet daraufhin die Angelegenheit, indem er sich vor die fünf Finalkandidaten stellt und seine Frage mit den Worten einleitet: "Vor mir gibt es vier würdige Kandidaten. […] Ich will wissen, was ihr mit den 50.000, äh, 40.000 Euro machen werdet." Der nicht-gemeinte Serkan schmollt daraufhin ein bisschen, die anderen vier Kandidaten zählen auf, wen sie alles mit dem Geld unterstützen würden.

Serkan Yavuz: Teilnahme lohnt sich auch finanziell

Doch erst einmal müssen sich die verbliebenen Kandidaten selbst unterstützen, denn mit einem weiteren Ausscheidungsspiel reduziert RTLZWEI die Finalkandidaten von fünf auf drei. Lukas Baltruschat und Bernd Kieckhäben müssen diesmal dran glauben oder wie es Kieckhäben formuliert: "Knapp dabei ist auch knapp daneben." Wie auch immer.

Dann steht auch schon die Nacht der Entscheidung an und Eva Benetatou erklärt ihre diesbezüglichen Ambitionen: "Es gibt zig Realitystars da draussen. Aber DER grosse Realitystar zu sein – was gibt es Geileres?" Das lassen wir mal so stehen, die Liste ist einfach zu lang. Zum Finale kommt dann noch einmal die ganze Truppe angetanzt und wird von Cathy Hummels begrüsst: "Ihr seid heute hier, weil: Ihr habt eine ehrenvolle Aufgabe. Ihr bestimmt den Realitystar des Jahres."

Offenbar hat man Hummels nicht erklärt, was "ehrenvoll" bedeutet, aber die Promis machen trotzdem ihren Job. Kurz vor dessen Ende kann Eva Benetatou eine Stimme für sich gewinnen, Serkan Yavuz und Sascha Sirtl jeweils neun. Das Rennen entscheidet dann Giulia Siegel, als sie Serkan Yavuz die letzte Stimme zum Sieg gibt. Damit hat "1-Euro-Serkan" sein bisheriges Honorar vervierzigtausendfacht und findet das "einfach nur geil."

Interessiert Sie, wie unsere Redaktion arbeitet? In unserer Rubrik "So arbeitet die Redaktion" finden Sie unter anderem Informationen dazu, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte kommen. Unsere Berichterstattung findet in Übereinstimmung mit der Journalism Trust Initiative statt.
JTI zertifiziert JTI zertifiziert

"So arbeitet die Redaktion" informiert Sie, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte stammen. Bei der Berichterstattung halten wir uns an die Richtlinien der Journalism Trust Initiative.