• 19:51 Uhr: đŸ‘ïžâ€đŸ—šïž Grossbritannien verzeichnet so viele Corona-Tote wie noch nie
  • 16:06 Uhr: Studie: Mindestens zwölf Prozent der EnglĂ€nder hatten Corona
  • 14:09 Uhr: LaborĂ€rzte: Rate positiver Tests gesunken - "erstes gutes Zeichen"
  • 10:46 Uhr: Wegen Lockdown: SchĂŒlerin bekommt Computer und Drucker vom Staat
  • 08:28 Uhr: Forschern gelingt erstmals Aufnahme: So sieht das Coronavirus aus
  • 06:25 Uhr: RKI meldet 11.369 Corona-Neuinfektionen und 989 neue TodesfĂ€lle

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đŸ‘ïžâ€đŸ—šïž Grossbritannien verzeichnet so viele Corona-Tote wie noch nie

19:51 Uhr: Grossbritannien hat einen neuen Höchststand an Corona-Toten verzeichnet. Innerhalb von 24 Stunden wurden in dem Land 1.610 TodesfĂ€lle gemeldet, wie die Gesundheitsbehörde Public Health England am Dienstag mitteilte. Das ist die höchste Zahl seit Beginn der Coronavirus-Pandemie im vergangenen FrĂŒhjahr.

Die Anzahl der Neuinfektionen lag mit 33.355 FĂ€llen niedriger als in den vergangenen Tagen. Ein Zeichen dafĂŒr, dass die Lockdown-Massnahmen langsam greifen. Doch Ă€hnlich wie bei den TodesfĂ€llen zeigt die Tendenz bei der Zahl der Krankenhauseinweisungen weiterhin nach oben. Knapp 4.000 FĂ€lle wurden zuletzt innerhalb von 24 Stunden gemeldet - die Zahl hinkt den TodesfĂ€llen und Infektionen jedoch immer etwas hinterher. Sie stammt vom Freitag vergangener Woche. Die KrankenhĂ€user sind insbesondere in England unter enormem Druck.

Coronavirus - Neue 3D Darstellung des SARS-Cov-2 Erregers
Kein computergeneriertes Modell, sondern eine durch neue Techniken entstandene 3D-Abbildung echter SARS-CoV-2-Viren aus schockgefrorenen Proben. Laut den Wissenschaftlern sind das die ersten ihrer Art. © Peter Mindek/Nanographics/apa/dpa

Die weiteren Corona-News des Tages im Live-Ticker:

EU-Kommission will 70 Prozent Corona-Impfrate bis zum Sommer

17:45 Uhr: Ein Kraftakt beim Impfen soll die Corona-Pandemie in der EuropĂ€ischen Union binnen weniger Monate wirksam eindĂ€mmen. "Unser Ziel ist, bis zum Sommer 70 Prozent unserer erwachsenen Bevölkerung geimpft zu haben", erklĂ€rte Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Dienstag in BrĂŒssel.

Zugleich warnte die BrĂŒsseler Behörde dringend vor mindestens drei neuen, besonders ansteckenden Virusmutationen. "Wenn wir jetzt nicht entschlossen handeln, können wir das Risiko einer möglicherweise noch hĂ€rteren dritten Infektionswelle womöglich nicht mehr eindĂ€mmen", sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides.

Schon jetzt sind in der EU im Zusammenhang mit dem Coronavirus mehr als 400.000 Menschen gestorben. Die Kommission machte ihre neuen VorschlÀge vor einem EU-Videogipfel am Donnerstag, bei dem die EU-Staats- und Regierungschefs erneut das gemeinsame Vorgehen beraten wollen. Topthema ist die Beschleunigung der Impfkampagne.

Dies soll mit Zulassung weiterer Impfstoffe und dem Ausbau der Produktion geschehen. Schon Ende Januar könnte das Mittel von Astrazeneca fĂŒr den europĂ€ischen Markt genehmigt werden.

Kommissionsvize Margaritis Schinas sieht ein baldiges Ende der Knappheit an Impfstoffen: "Am Ende des ersten Quartals wird Europa eine beeindruckende Menge von Dosen haben."

Bereits bis MĂ€rz soll ein erstes Impfziel erreicht sein: 80 Prozent der Menschen ĂŒber 80 Jahre und des Medizin- und Pflegepersonals. Die Frist fĂŒr das zweite Ziel - 70 Prozent der Erwachsenen - ist recht weich: Sommer sei die Zeit von Juni bis Ende August, sagte Schinas auf Nachfragen.

Corona-Fallzahlen in Bulgarien gehen zurĂŒck - Impfpass eingefĂŒhrt

17:32 Uhr: In Bulgarien geht die Zahl der Corona-Neuinfektionen nach fast zwei Monaten im Teil-Lockdown amtlichen Angaben zufolge kontinuierlich zurĂŒck. Bis 00:00 Uhr am Dienstagmorgen galten in dem Balkanland 39.563 Menschen als aktuell infiziert.

Vor einer Woche waren es noch 63.057 Menschen gewesen. Binnen 24 Stunden gab es zuletzt 570 Neuinfektionen. Regierungschef Boiko Borissow beauftragte Gesundheitsminister Kostadin Angelow, eine weitere Lockerung des Teil-Lockdowns fĂŒr das Land mit 6,9 Millionen Einwohnern vorzuschlagen.

Sofia hatte den Teil-Lockdown im Dezember bis Ende Januar in gelockerter Form verlĂ€ngert. Restaurants in Hotels konnten dadurch unter Corona-Auflagen den Betrieb fĂŒr HausgĂ€ste wieder aufnehmen.

Museen, Galerien und Kinos dĂŒrfen bei 30 Prozent ihrer KapazitĂ€t öffnen. Kitas und Grundschulen sind seit dem 4. Januar geöffnet. Apotheken, SupermĂ€rkte, Drogerien, Bank- und Versicherungsfilialen sowie Tankstellen sind von den EinschrĂ€nkungen ausgenommen.

Minister Angelow stellte unterdessen den bulgarischen Corona-Impfpass vor. In dem Balkanstaat ist es sonst nicht ĂŒblich, dass nach Impfungen Bescheinigungen ausgestellt werden. Landesweit wurden bisher fast 20.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Minister Angelow hatte sich als erster Bulgare immunisieren lassen.

Seit Beginn der Pandemie wurden in Bulgarien insgesamt 212.383 Corona-Ansteckungen nachgewiesen. An oder mit dem Coronavirus starben insgesamt 8.565 Menschen. Zuletzt gab es 82 TodesfÀlle binnen 24 Stunden.

Sri Lanka: Tausende trinken Anti-Corona-Göttertrank - Minister krank

17:03 Uhr: Tausende Menschen auf Sri Lanka haben ein angebliches Wundermittel getrunken, das vor Corona schĂŒtzen soll. Doch inzwischen musste ein Minister, der den Trank wie andere ranghohe Politiker zu sich genommen hatte, ins Krankenhaus.

Piyal Nishantha de Silva, der auf dem Inselstaat fĂŒr Frauen, Kinderentwicklung und Bildung zustĂ€ndig ist, sagte Reportern und auf Facebook, er habe Corona.

Gebraut hatte den Trunk ein einflussreicher sogenannter heiliger Mann, der behauptete, er habe das Rezept dafĂŒr von der hinduistischen Göttin der Zerstörung, Kali, erhalten. Der Trunk enthalte Honig, Muskatnuss, Koriander und andere KrĂ€uter und war fĂŒr umgerechnet gut elf Euro die Flasche erhĂ€ltlich.

Pflanzliche Heilmittel sind auf Sri Lanka weit verbreitet und so seien an vier Verkaufstagen im Dezember mindestens 15.000 Leute bei dem Mann zu Hause aufgetaucht, hiess es von einem örtlichen Behördenmitarbeiter.

Der heilige GeschÀftsmann habe sein Wundermittel auch Firmen sowie Tempeln verkauft, berichteten örtliche Medien. Auch Politikern und Ministern habe er eine Kostprobe gegeben.

Davon habe selbst Gesundheitsministerin Pavithra Wanniarachchi Gebrauch gemacht - obwohl ihr eigenes Ministerium den Trank nicht als Arzneimittel zugelassen hatte. DafĂŒr kritisierten sie oppositionelle Parlamentsabgeordnete: Sie habe so falsche Hoffnung verbreitet und die Leute ermuntert, in Massen zum heiligen Mann zu gehen.

Volkswirt: LĂ€ngerer Lockdown nagt am Wirtschaftswachstum

16:31 Uhr: Eine VerlĂ€ngerung des Corona-Lockdowns um rund zwei Wochen bis Mitte Februar dĂŒrfte das deutsche Wirtschaftswachstum im ersten Quartal etwa einen Prozentpunkt niedriger ausfallen lassen. Diese Prognose stellte der Volkswirtschafts-Professor Enzo Weber vom NĂŒrnberger Institut fĂŒr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag.

"Die Wirtschaft wird aber bei weitem nicht so einbrechen wie im ersten Lockdown", sagte Weber der Deutschen Presse-Agentur. Auch die BeschĂ€ftigungsentwicklung dĂŒrfte vergleichsweise robust bleiben, prognostizierte Weber.

"Aber eine zĂŒgige Erholung des Arbeitsmarkts im Anschluss wird kein SelbstlĂ€ufer", warnte der Volkswirt.

Die MinisterprĂ€sidenten der LĂ€nder berieten am Dienstag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ĂŒber das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Vor dem Bund-LĂ€nder-Treffen zeichnete sich eine VerlĂ€ngerung des Lockdowns bis Mitte Februar ab. Ein Beschluss dazu lag aber zunĂ€chst noch nicht vor.

Studie: Etwa jeder achte EnglÀnder hatte Corona

16:06 Uhr: Einer Antikörper-Studie der britischen Statistikbehörde zufolge haben bis Dezember rund zwölf Prozent der Menschen in England eine Coronavirus-Infektion durchgemacht. Das entspricht ungefÀhr jedem Achten.

Im November hatte die Rate noch bei knapp neun Prozent gelegen. Allerdings haben Analysen gezeigt, dass die Menge an Antikörpern nach einer Infektion rasch schwinden kann - der tatsÀchliche Wert könnte deshalb höher liegen.

Die SchĂ€tzung des Office for National Statistics (ONS) zeigt starke regionale Unterschiede. So weisen im Nordosten des Landes (Yorkshire and Humber) knapp 17 Prozent der Menschen Anzeichen fĂŒr eine durchgemachte Corona-Infektion auf.

Auch in London liegt die Rate höher als im landesweiten Durchschnitt (16,4). Im SĂŒdwesten Englands haben sich hingegen bisher nur relativ wenige Menschen infiziert (knapp 5 Prozent).

Analysiert werden fĂŒr die Auswertung Proben Tausender Menschen ab 16 Jahren aus Privathaushalten. In Pflege- und Altenheimen betreute Menschen sind nicht in die Studie einbezogen.

Spanische Justiz kippt Verlegung der Wahl in Katalonien

15:44 Uhr: Die spanische Justiz hat die coronabedingte Verschiebung der Parlamentswahl in der Konfliktregion Katalonien vom 14. Februar auf den 30. Mai gekippt. Das katalanische Oberlandesgericht (TSJC) gab am Dienstag in einem vorlÀufigen Urteil dem Antrag eines Anwalts statt.

Die katalanische Regionalregierung teilte unterdessen in Barcelona mit, sie werde bis Donnerstag Einspruch gegen das Urteil einlegen. Die Regionalregierung hatte die Verlegung am Freitag beschlossen.

Als Grund wurden die vielen Corona-Infektionen und die damit verbundenen EinschrĂ€nkungen der Bewegungsfreiheit angefĂŒhrt. Die meisten Parteien hatten zuvor der Verschiebung zugestimmt.

Wegen des weiterhin schwelenden UnabhÀngigkeitskonflikts gilt die Wahl in Katalonien als sehr wichtig. Nach dem illegalen Referendum der Separatisten vom 1. Oktober 2017 sitzen zahlreiche Politiker und Aktivisten hinter Gittern.

Es gab fĂŒr sie Haftstrafen von bis zu 13 Jahren. Andere flohen ins Exil. Die Separatisten sind in der Region aber weiterhin an der Macht. Die regionalen Parteien, die fĂŒr eine Trennung von Spanien eintreten, bilden seit der Wahl vom Dezember 2017 eine Minderheitsregierung in Barcelona.

Afrika bereitet sich auf erste Corona-Impfkampagnen vor

15:22 Uhr: In Afrika rĂŒsten sich die Staaten fĂŒr die ersten Corona-Impfkampagnen. Auch angesichts der Ausbreitung einer neuen Virusvariante im SĂŒden des Kontinents hoffen sie dadurch auf eine schrittweise RĂŒckkehr zur NormalitĂ€t. Als Beschaffungsinstrument dient eine Initiative der Afrikanischen Union (AU) namens AVATT.

Über sie wurden der sĂŒdafrikanischen AU-PrĂ€sidentschaft zufolge 270 Millionen Impfdosen beschafft. 50 Millionen sollen zwischen April und Juni zur VerfĂŒgung stehen, hatte SĂŒdafrikas PrĂ€sident Cyril Ramaphosa kĂŒrzlich erklĂ€rt und den Produzenten Biontech erwĂ€hnt.

Der Inselstaat der Seychellen und der westafrikanische Staat Guinea haben mit ersten Impfungen begonnen - mit PrÀparaten aus China (Seychellen) und Russland (Guinea).

Die Infektionszahlen auf dem Kontinent hatten nach einem vergleichsweise milden Pandemiebeginn im Vorjahr zuletzt massiv zugenommen.Sie liegen gemÀss der AU-Angaben vom Dienstag aktuell bei knapp 3,3 Millionen erfassten Infektionen und knapp 80.000 registrierten TodesfÀllen.

Spahn verteidigt erneut Vorgehen bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen

15:06 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat erneut das Vorgehen bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen verteidigt. Im Sommer habe in Hinblick auf den damaligen Stand der klinischen Studien davon ausgegangen werden können, dass nicht das PrĂ€parat von Biontech, sondern der Impfstoff der Firma AstraZeneca bereits 2020 eine Zulassung erhalten könnte, schreibt das Bundesgesundheitsministerium in einem am Dienstag veröffentlichten Antwortschreiben auf den von Vizekanzler Olaf Scholz ĂŒberreichten Fragenkatalog der SPD.

"TatsĂ€chlich war bis November 2020 nicht absehbar, dass die Zulassung des AstraZeneca-Impfstoffes erst deutlich spĂ€ter als die Zulassung fĂŒr den Biontech/Pfizer-Impfstoff erfolgen wĂŒrde", heisst es in dem 30 Seiten umfasenden Schreiben des Ministeriums.

"Deshalb war das Interesse vieler anderer Mitgliedstaaten an dem Impfstoff der Firma Biontech/Pfizer anfangs eher gering ausgeprĂ€gt." Um vor diesem Hintergrund ĂŒberhaupt einen Vertrag fĂŒr die EU in ausreichender Höhe zu erreichen, habe Deutschland garantiert, bis zu 100 Millionen Impfdosen abzunehmen - fĂŒr den Fall, dass andere Mitgliedstaaten auf ihren Anteil verzichten wĂŒrden.

Mit Blick auf die grössere Impfstoffproduktion in den USA heisst es in dem Antwortschreiben des Ministeriums, eine "Executive Order" von US-PrĂ€sident Donald Trump vom 8. Dezember 2020 sehe vor, dass ProduktionsstĂ€tten in den USA das Vakzin zunĂ€chst fĂŒr die Versorgung in den USA zur VerfĂŒgung stellen mĂŒssten.

Dies fĂŒhre dazu, dass die europĂ€ischen ProduktionsstĂ€tten etwa von Biontech/Pfizer sowie Moderna neben Europa die Versorgung fĂŒr die gesamte restliche Welt sicherstellten. "Die Unternehmen sowie die Bundesregierung sind bestrebt, mit der neuen US-Administration in GesprĂ€che einzutreten, um Anpassungen zu erreichen."

Die vergleichsweise schnellen VertragsabschlĂŒsse mit Grossbritannien "sind wohl vor allem auf den weitgehenden Verzicht auf HaftungsansprĂŒche gegenĂŒber den Unternehmen zurĂŒckzufĂŒhren", heisst es in dem Ministeriumsschreiben weiter.

In dem Antwortschreiben verweist das Gesundheitsministerium zudem darauf, dass die LĂ€nder fĂŒr die Organisation der Impfungen verantwortlich seien. Das Ministerium fĂŒhre seit Monaten auf Fach- und Leitungsebene mehrmals wöchentlich GesprĂ€che.

Nach dem schleppenden Start der Impfkampagne Ende des vergangenen Jahres war Spahn in die Kritik geraten. Er wurde dafĂŒr verantwortlich gemacht, dass die EU nicht mehr Dosen des Ende Dezember zugelassenen Impfstoffs bestellt hatte.

SPD-Bundestagsfraktionschef fĂŒr VerlĂ€ngerung der Corona-Massnahmen

14:46 Uhr: Angesichts der Gefahr durch das mutierte Coronavirus hat sich SPD-Bundestagsfraktionschef Rolf MĂŒtzenich fĂŒr eine VerlĂ€ngerung der derzeitigen Schutzmassnahmen ausgesprochen. Es sei richtig, "die Massnahmen fĂŒr eine gewisse Zeit noch zu verlĂ€ngern", sagte MĂŒtzenich am Dienstag nach einer Sitzung der SPD-Landtagsfraktion in DĂŒsseldorf.

Allen sei aber klar, welche Belastungen durch diese Entscheidungen getroffen wĂŒrden. "Die Menschen sind teilweise an der Grenze der Belastbarkeit", sagte MĂŒtzenich.

Er sei aber zuversichtlich, dass die Schutzmassnahmen "eine grössere StabilitÀt" in der Infektionslage gÀben und dass es in den kommenden Wochen zu einem anderen Pandemieverlauf komme. "Wir werden Licht am Ende des Tunnels in den nÀchsten Wochen sehen."

Bund und LĂ€nder beraten in diesen Minuten ĂŒber Lockdown-VerlĂ€ngerung

14:32 Uhr: Die MinisterprĂ€sidenten der LĂ€nder beraten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ĂŒber das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Bereits vor dem Bund-LĂ€nder-Treffen, das gegen 14:15 Uhr online begann, zeichnete sich eine VerlĂ€ngerung des Lockdowns bis Mitte Februar ab. Über mögliche VerschĂ€rfungen etwa bei AusgangsbeschrĂ€nkungen herrschte zum Teil aber noch Uneinigkeit.

Diskutiert wurden unter anderem eine schÀrfere Maskenpflicht in Bussen und Bahnen sowie GeschÀften. Dem Entwurf einer Beschlussvorlage zufolge, die am Dienstagmittag nach weiteren Vorberatungen vom Kanzleramt an BundeslÀnder verschickt wurde, sollen hier medizinische Masken verbindlich vorgeschrieben werden - also mindestens sogenannte OP-Masken.

Eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken nach FFP2-Standard soll es demnach aber nicht geben. Daneben erwĂ€gen Bund und LĂ€nder, mehr Druck auf Arbeitgeber zu machen, um mehr Homeoffice zu ermöglichen. Dazu werde das Bundesarbeitsministerium eine Verordnung erlassen, heisst es in dem Entwurf, ĂŒber den nun in der Bund-LĂ€nder-Schalte endgĂŒltig entschieden werden soll.

Der harte Lockdown mit vielen geschlossenen GeschÀften, Schulen und Notbetrieb in Kitas gilt bundesweit seit 16. Dezember und war bisher bis Ende Januar befristet. Die erwarteten neuen Massnahmen basieren zum einen darauf, dass die Infektionslage zwar erste Lichtblicke zeigt, nach ExperteneinschÀtzung aber noch zu angespannt ist, um Lockerungen wagen zu können. Daneben machen der Politik mögliche neue Gefahren durch das mutierte Virus Sorgen.

LaborÀrzte: Rate positiver Tests gesunken - "erstes gutes Zeichen"

14:09 Uhr: Der Anteil positiver Corona-Tests in Deutschland ist nach Daten von Laboren in der vergangenen Woche zurĂŒckgegangen. Im Vergleich zur Vorwoche sei die sogenannte Positivrate um gut ein FĂŒnftel auf 10,8 Prozent gesunken, teilte der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag in Berlin mit. Zeitweise hatte die Rate bei mehr als 16 Prozent gelegen. Je höher die Positivrate bei hohen Fallzahlen ist, desto höher ist schĂ€tzungsweise auch die Dunkelziffer.

"Das ist ein erstes gutes Zeichen fĂŒr ein möglicherweise rĂŒcklĂ€ufiges Infektionsgeschehen", erklĂ€rten die Labormediziner. Das Bild sei allerdings unvollstĂ€ndig. So mĂŒssten zum Beispiel auch Ergebnisse von sogenannten Antigen-Schnelltests "dringend" in die Teststatistik einfliessen, hiess es.

Die Zahl der durchgefĂŒhrten Labortests blieb nach Daten von 170 Laboren zwischen 11. und 17. Januar mit rund einer Million ungefĂ€hr konstant im Vergleich zur ersten Kalenderwoche. Die teilnehmenden Labore sind laut Verband fĂŒr 80 bis 90 Prozent der Corona-Tests bundesweit verantwortlich.

Verwaltungsgerichtshof kippt bayernweites Alkoholverbot

13:30 Uhr: Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat das von der Landesregierung fĂŒr ganz Bayern verhĂ€ngte Alkoholverbot im öffentlichen Raum gekippt. Nach dem Infektionsschutzgesetz sei nur an bestimmten öffentlichen PlĂ€tzen ein Alkoholverbot vorgesehen, entschied das Gericht am Dienstag in MĂŒnchen und gab damit dem Eilantrag einer Privatperson aus Regensburg Recht.

Mit dem pauschalen Alkoholverbot in ganz Bayern habe die Landesregierung die VerordnungsermĂ€chtigung des Bundesgesetzgebers ĂŒberschritten. Die Entscheidung des Senats gelte ab sofort bis zu einer Entscheidung.

Seit der zweiten Dezemberwoche durfte wegen der Corona-Pandemie in ganz Bayern Alkohol nicht mehr in der Öffentlichkeit getrunken werden. "Der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum wird untersagt", hiess es in der Corona-Verordnung des Freistaates.

Der Eilantrag richtete sich auch gegen die 15-Kilometer-Regelung fĂŒr tagestouristische AusflĂŒge, gegen KontaktbeschrĂ€nkungen sowie die Schliessung von Bibliotheken und Archiven. Eine Ausservollzugsetzung lehnte das oberste bayerische Verwaltungsgericht hier aber ab.

Die KontaktbeschrĂ€nkungen seien vom Infektionsschutzgesetz gedeckt und angesichts des aktuellen Geschehens verhĂ€ltnismĂ€ssig. Bei der Schliessung von Bibliotheken und Archiven sei offen, ob diese angesichts fehlender Ausnahmen fĂŒr Bring- und Abholdienste verhĂ€ltnismĂ€ssig sei. Bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache ĂŒberwiege aber das öffentliche Interesse an der EindĂ€mmung der Corona-Pandemie gegenĂŒber dem individuellen Interesse des Antragstellers.

Den Antrag, die 15-Kilometer-Regelung fĂŒr tagestouristische AusflĂŒge ausser Vollzug zu setzen, wies der Senat als unzulĂ€ssig ab - der Antragsteller sei von der Regelung derzeit nicht betroffen, da Regensburg unter der Sieben-Tages-Inzidenz von 200 liege und die Regel damit nicht gelte. Der Senat traf damit aber keine Aussage ĂŒber die RechtmĂ€ssigkeit der Regelung.

Wegen Lockdown: SchĂŒlerin bekommt Computer und Drucker vom Staat

10:46 Uhr: Einer SchĂŒlerin aus einer sozial benachteiligten Familie stehen wegen der Schulschliessungen im Lockdown ein Computer und ein Drucker zu. Das entschied das ThĂŒringer Landessozialgericht in einem am Dienstag in Erfurt veröffentlichten Urteil. Das Gericht verpflichtete das Jobcenter zur Beschaffung der GerĂ€te, damit die AchtklĂ€sslerin wĂ€hrend der Pandemie von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen kann. (Az.: L 9 AS 862/20 B ER)

Die Mutter der SchĂŒlerin, die Hartz-IV-Leistungen bezieht, hatte beim Jobcenter die Übernahme der Kosten fĂŒr einen Computer sowie Drucker nebst Zubehör fĂŒr den Schulunterricht beantragt. Das Jobcenter lehnte dies ebenso ab wie das Sozialgericht Nordhausen.

Das Landessozialgericht gab der Beschwerde der Antragstellerin dagegen statt und verpflichtete das Jobcenter per einstweiliger Anordnung, der SchĂŒlerin ein internetfĂ€higes GerĂ€t nebst Bildschirm, Tastatur, Maus, Drucker und drei Druckerpatronen zur VerfĂŒgung zu stellen. Alternativ kann das Jobcenter auch die Kosten in Höhe von maximal 500 Euro ĂŒbernehmen.

Die Anschaffung eines Computers sei mit der im Dezember erfolgten Schulschliessung zur Verwirklichung des Rechts der Antragstellerin auf Bildung und Chancengleichheit erforderlich, erklĂ€rte das Gericht. Damit könne die SchĂŒlerin auf die ThĂŒringer Schulcloud zugreifen. Im Haushalt der Familie gebe es bislang lediglich ein internetfĂ€higes Smartphone.

Die geltend gemachten Kosten stellen laut Landessozialgericht einen nach Sozialgesetzbuch II "anzuerkennenden unabweisbaren laufenden Mehrbedarf dar". Der Bedarf fĂŒr die Anschaffung der GerĂ€te sei im Regelbedarf fĂŒr Hartz-IV-EmpfĂ€nger nicht berĂŒcksichtigt. Der Regelbedarf sei "unter den gegenwĂ€rtigen UmstĂ€nden der Pandemie nicht mehr in realitĂ€tsgerechter Weise zutreffend erfasst".

Keinen Anspruch hat die SchĂŒlerin hingegen auf ein von ihr selbst ausgewĂ€hltes GerĂ€t, dessen Preis sie mit 720 Euro bezifferte hat. Nach der Sozialgesetzgebung bestehe kein Anspruch auf bestmögliche Versorgung, sondern nur auf Befriedigung einfacher und grundlegender BedĂŒrfnisse, erklĂ€rte das Gericht. Die Antragstellerin mĂŒsse sich daher mit einem kostengĂŒnstigen und gegebenenfalls gebrauchten GerĂ€t abfinden. Die Entscheidung ist unanfechtbar.

Forschern gelingt erstmals Aufnahme: So sieht das Coronavirus aus

08:28 Uhr: Seit ĂŒber einem Jahr ist das Coronavirus ĂŒberall auf der Welt prĂ€sent, computeranimierte Bilder des Virus gab es schon tausendfach. Doch nun ist es Forschern erstmals gelungen, das Coronavirus zu fotografieren: Das österreichische Unternehmen "Nanographics" hat Bilder von SARS-CoV-2-Viren veröffentlicht - und keine computergenerierten Modelle.

Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet, haben die Wissenschaftler des Unternehmens, das zur Technischen UniversitÀt in Wien gehört, die dreidimensionalen Abbildungen aus schockgefrorenen Proben hergestellt.

"Viren sind sehr klein. Eintausend von ihnen nebeneinander aufgereiht sind so dick wie ein einzelnes Haar", erklĂ€rt "Nanographics" unter einem Video zum sichtbar gemachten Coronavirus. Die Daten dafĂŒr kommen von der Tsinghua-UniversitĂ€t in Peking, wo es Forscher laut RND geschafft haben, intakte SARS-CoV-2-Viruspartikel in Proben zu extrahieren, sie abzuscannen und zu digitalisieren.

Die Visualisierung soll Wissenschaftlern helfen, biologische Mikroskopiedaten leichter und schneller zu analysieren.

Psychologe: Zweiter Lockdown wird anders erlebt als der erste

08:05 Uhr: Schwindende Angst vor einer Erkrankung und fehlende Erfolgserlebnisse angesichts weiterhin hoher Infektionszahlen untergraben nach EinschĂ€tzung des Psychologen Stephan GrĂŒnewald die Einhaltung der Corona-Massnahmen. Auch die als intransparent und inkonsistent erlebten Regeln trĂŒgen ihren Teil dazu bei, dass sich die Menschen derzeit anders verhielten als im ersten Lockdown im FrĂŒhjahr, teilte GrĂŒnewald in Köln mit. Diese Ergebnisse gingen aus einer tiefenpsychologischen Untersuchung seines Rheingold-Instituts hervor.

"Bei den Menschen hat sich mittlerweile eine Corona-Routine eingespielt", erlĂ€uterte GrĂŒnewald, der auch durch BĂŒcher wie "Wie tickt Deutschland?" Bekanntheit erlangt hat. Im FrĂŒhjahr hĂ€tten viele unter dem Eindruck der schrecklichen Bilder aus Bergamo in Italien gestanden. Die damalige Situation sei als "abenteuerliche Ausnahmesituation" erlebt worden, die Ängste heraufbeschworen habe. Heute dagegen sei Corona fĂŒr viele Teil ihrer Alltagswirklichkeit geworden.

Unterschiede liessen sich zum Beispiel im Einkaufsverhalten beobachten: Sei man im FrĂŒhjahr bemĂŒht gewesen, möglichst alles in einem wöchentlichen Grosseinkauf zu erledigen, so sei jetzt der tĂ€gliche Einkauf vielfach das soziale oder sinnliche Highlight des Tages. Möglichen Ausgangssperren sehe man daher Ă€usserst besorgt entgegen.

Nach der langen Zeit im Lockdown Ă€usserten auch BĂŒrger aller Altersgruppen zunehmend das GefĂŒhl, "dass ihnen das Leben durch die Finger rinnt, sie unwiederbringlich ihre Jugend oder die Freuden des Alters verpassen", so GrĂŒnewald. Als zunehmend zermĂŒrbend erlebten es die Menschen, dass ihre Opfer scheinbar nicht von Erfolg gekrönt seien, da die Infektionszahl hoch bleibe.

"WĂ€hrend im letzten FrĂŒhjahr die Zahlen sehr schnell runtergingen und zunehmend das Wetter besser wurde - was wie eine himmlische Belobigung erlebt wurde - wĂ€hnen sich die Menschen jetzt in einer Endlos-Dauerschleife, in der die guten Nachrichten wie der Impfstart sogleich wieder durch die Hiobsbotschaften von Virus-Mutationen ĂŒberschattet werden", erlĂ€uterte GrĂŒnewald. Das schĂŒre eine resignative Stimmung.

RKI meldet 11.369 Corona-Neuinfektionen und 989 neue TodesfÀlle

06:25 Uhr: Die deutschen GesundheitsÀmter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 11.369 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Ausserdem wurden 989 neue TodesfÀlle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab. Vor genau einer Woche hatte das RKI 12.802 Neuinfektionen und 891 neue TodesfÀlle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1.244 neuen TodesfÀllen war am Donnerstag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

Bei den aktuellen Zahlen ist zu beachten, dass die Daten Nachmeldungen enthalten können - am Vortag hatten manche BundeslĂ€nder ihre Daten nur unvollstĂ€ndig oder gar nicht ĂŒbermittelt. Das RKI schrieb dazu in seinem Lagebericht vom Montagabend: "Aus Rheinland-Pfalz wurden gestern keine Daten ĂŒbermittelt. Aus Bayern und dem Saarland wurden Daten ĂŒbermittelt, allerdings sind die Daten nicht vollstĂ€ndig am RKI eingegangen."

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bei 131,5. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder. Die Unterschiede zwischen den BundeslĂ€ndern sind jedoch aktuell enorm: Die höchsten Inzidenzen haben ThĂŒringen mit 256,3 und Sachsen mit 225,7. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 83,2.

Das RKI zĂ€hlt seit Beginn der Pandemie 2.052.028 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland (Stand: 19.01., 00.00 Uhr). Die tatsĂ€chliche Gesamtzahl dĂŒrfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 47 622. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.716.200 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 0,89 (Vortag: 0,93). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 89 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er fĂŒr lĂ€ngere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

MĂŒnchner Infektiologe: Geduld bei Lockdown gefragt

05:00 Uhr: Der MĂŒnchner Infektiologe Clemens Wendtner hĂ€lt einen strengen Lockdown trotz leicht sinkender Fallzahlen weiter fĂŒr nötig. "Wir sind noch nicht da, wo wir es uns wĂŒnschen", sagte der Chefarzt fĂŒr Infektiologie in der MĂŒnchen Klinik Schwabing. "Erfreulich ist, dass die Fallzahlen - auch stationĂ€r - leicht rĂŒcklĂ€ufig sind. Ich gehe davon aus, dass es ein erster Effekt des Lockdowns ist. Aber wir kommen von einem sehr hohen Niveau." Auch bei sehr optimistischer SchĂ€tzung könne die Sieben-Tage-Inzidenz maximal binnen etwa sieben bis zehn Tagen halbiert werden.

Die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner mĂŒsse unter 50 liegen, die aus seiner Sicht anzustrebende Zielmarke sei 25. "Meine EinschĂ€tzung ist, dass wir dafĂŒr noch vier bis sechs Wochen brauchen und Mitte oder Ende Februar ein ResĂŒmee ziehen können." In manchen Landkreisen liege die Inzidenz bei ĂŒber 500. Sollte das Ziel von 25 nicht erreichbar sein, mĂŒsse man neu ĂŒberlegen.

"Eine Lehre aus den vergangenen Monaten ist, dass man einen Lockdown nicht zu frĂŒh aufheben darf", sagte Wendtner. "Da muss man bei der Stange bleiben, sonst ist die ganze MĂŒhe umsonst gewesen."

Erst unter einer Inzidenz von 50 könnten die GesundheitsĂ€mter Infektionsketten nachverfolgen, das sei die Voraussetzung fĂŒr die Umsetzung der QuarantĂ€ne-Vorschriften. Auch die Lage in den Kliniken wĂŒrde sich entspannen.

Ob der langsame RĂŒckgang der Zahlen mit mehr NachlĂ€ssigkeit der Menschen oder einer bereits fortgeschrittenen Ausbreitung ansteckenderer Virus-Varianten zusammenhĂ€nge, sei offen. "Da ist noch viel zu wenig Wissen da", so Wendtner. "Man hat bisher noch zu wenig sequenziert, um einen Überblick zu haben."

Umfrage: Grosse Mehrheit fĂŒr VerlĂ€ngerung des Corona-Lockdowns

03:30 Uhr: Eine deutliche Mehrheit der Deutschen unterstĂŒtzt eine VerlĂ€ngerung des Corona-Lockdowns ĂŒber den 31. Januar hinaus. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich 40 Prozent sogar fĂŒr eine VerschĂ€rfung der bestehenden Massnahmen zur EindĂ€mmung der Pandemie aus, weitere 21 Prozent sind fĂŒr eine Beibehaltung der bisherigen BeschrĂ€nkungen. Nur 13 Prozent plĂ€dierten fĂŒr ein Ende des Lockdowns, 17 Prozent fĂŒr eine Lockerung. 8 Prozent machten keine Angaben.

Die Zahl der Lockdown-Gegner hat damit im Vergleich zu Anfang Januar nur leicht zugenommen. Damals waren 11 Prozent fĂŒr eine Abschaffung aller Massnahmen gegen die Verbreitung des Virus und 17 Prozent fĂŒr eine EntschĂ€rfung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berĂ€t an diesem Dienstag mit den MinisterprĂ€sidenten der LĂ€nder ĂŒber eine weitere VerlĂ€ngerung des Mitte Dezember beschlossenen harten Lockdowns mit Schliessung der meisten GeschĂ€fte, der Hotels und GaststĂ€tten sowie der Schulen und Kitas. Zudem soll es um VerschĂ€rfungen gehen, mit denen auch der Verbreitung von hoch ansteckenden Virus-Mutationen in Deutschland vorgebeugt werden soll.

Die fĂŒr die YouGov-Umfrage verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.035 Personen zwischen dem 15. Januar 2021 und dem 18. Januar 2021 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind reprĂ€sentativ fĂŒr die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Biden-Sprecherin: Einreisestopp aus Europa wird nicht aufgehoben

01:47 Uhr: Der scheidende US-PrĂ€sident Donald Trump hat ein Ende des Einreisestopps fĂŒr AuslĂ€nder aus weiten Teilen Europas angeordnet - die kĂŒnftige Regierung seines Nachfolgers Joe Biden will die VerfĂŒgung aber nicht umsetzen.

In einer am Montagabend (Ortszeit) vom Weissen Haus verbreiteten VerfĂŒgung Trumps hiess es, die BeschrĂ€nkungen fĂŒr Reisende aus dem Schengen-Raum, aus Grossbritannien und aus Irland sowie aus Brasilien wĂŒrden zum 26. Januar aufgehoben. Trump verwies darauf, dass von diesem Datum an bei allen internationalen FlĂŒgen in die USA vor der Abreise der Nachweis eines negativen Corona-Tests vorgeschrieben sei.

Trumps Amtszeit endet an diesem Mittwoch mit Bidens Vereidigung. Trumps Massnahme wĂŒrde erst sechs Tage spĂ€ter greifen. "Auf Anraten unseres medizinischen Teams beabsichtigt die Regierung nicht, diese BeschrĂ€nkungen am 26.1. aufzuheben", teilte die kĂŒnftige Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki, auf Twitter mit: "Mit der Verschlimmerung der Pandemie und dem Auftauchen weiterer ansteckender Varianten auf der ganzen Welt ist dies nicht der richtige Zeitpunkt, um EinschrĂ€nkungen fĂŒr internationale Reisen aufzuheben." Stattdessen plane die Biden-Regierung weitere Massnahmen im Zusammenhang mit internationalen Reisen, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen.

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Mit Material von dpa, afp, sid und apa.

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