• Am Mittwochmittag fallen auf offener Strasse nahe einer Synagoge in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt Schüsse. Zwei Menschen kommen ums Leben.
  • Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen.
  • Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen Mordes von besonderer Bedeutung übernommen.
  • Bei dem Täter soll es sich um einen 27-jährigen Deutschen handeln. Die Tat war vermutlich rechtsextrem motiviert.

ZUM AKTUALISIEREN HIER KLICKEN

20:43 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Mittwochabend an einer Solidaritätsveranstaltung an der Synagoge in der Oranienburger Strasse in Berlin teilgenommen. Auch Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) besuchte die Veranstaltung.

Vermutlich rechtsextremistische Tat in Halle

Bei Schüssen vor einer Synagoge und einem Döner-Bistro in Halle an der Saale sind am Mittwochnachmittag nach Polizeiangaben zwei Menschen getötet worden.

20:10 Uhr: Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat nach dem Angriff auf eine Synagoge in Halle schwere Vorwürfe gegen die Polizei erhoben. "Dass die Synagoge in Halle an einem Feiertag wie Jom Kippur nicht durch die Polizei geschützt war, ist skandalös", teilte Schuster am Mittwochabend mit. "Diese Fahrlässigkeit hat sich jetzt bitter gerächt." Schuster erklärte weiter: "Die Brutalität des Angriffs übersteigt alles bisher Dagewesene der vergangenen Jahre und ist für alle Juden in Deutschland ein tiefer Schock."

19:47 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen in Halle haben am Mittwochabend Polizisten im etwa 15 Kilometer entfernten Landsberg (Saalekreis) mehrere Häuser durchsucht. Mit Maschinenpistolen in den Händen gingen sie durch die Strassen des Ortsteils Wiedersdorf. Anwohner durften ihre Häuser nicht betreten.

Verletzte sind ausser Lebensgefahr

19:29 Uhr: Für die beiden Verletzten, die nach den Schüssen in Halle im Universitätsklinikum operiert worden sind, besteht derzeit keine akute Lebensgefahr. Das teilte Sprecher Jens Müller am Mittwochabend mit. Die Frau und der Mann hatten den Angaben nach schwerste Schussverletzungen. Die Operationen seien erfolgreich verlaufen. Nähere Angaben zur Identität und Nationalität der Patienten machte das Universitätsklinikum nicht.

19:21 Uhr: Der mutmassliche Täter der Angriffe in Halle/Saale soll in den sozialen Netzwerken ein Bekennervideo hochgeladen haben. In dem am Mittwoch verbreiteten Video ist zu sehen, wie offensichtlich in der Innenstadt von Halle geschossen wird. Unter anderem zeigt das Video, wie in einem Döner-Imbiss auf einen Mann geschossen wird. Die Aufnahmen stammen wohl von einer an einem Helm befestigten Kamera. Ausserdem ist zu sehen, wie ein junger Mann in Kampfanzug mit weissem Halstuch in einem Auto sitzt. Der Mann gibt in vermutlich nicht muttersprachlichem Englisch extrem antisemitische Äusserungen von sich. In dem Video sind auch Szenen am jüdischen Friedhof von Halle zu sehen.

Täter wohl Deutscher mit rechtsextremistischen Hintergrund

19:15 Uhr: Der Täter von Halle ist nach Informationen aus Sicherheitskreisen ein 27-Jähriger, der mutmasslich in Sachsen-Anhalt wohnt. Es sei davon auszugehen, dass Stephan B. deutscher Staatsangehöriger sei und die Tat einen rechtsextremistischen Hintergrund habe, hiess es am Mittwoch.

19:07 Uhr: Laut Innenminister Horst Seehofer (CSU) handelt es sich bei dem Anschlag um einen antisemitischen Angriff. "Nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse müssen wir davon ausgehen, dass es sich zumindest um einen antisemitischen Angriff handelt", sagte Seehofer am Mittwochabend.

19:00 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich nach den tödlichen Schüssen von Halle über die Lage informiert und den Angehörigen der Opfer ihr tiefes Beileid ausgesprochen. Die Kanzlerin habe sich von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haselhoff (CDU) informieren lassen, twitterte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch. Die Solidarität gelte allen Jüdinnen und Juden am Feiertag Jom Kippur.

Schüsse in Halle: Alles deutet auf Einzeltäter hin

18:39 Uhr: Nach Informationen aus Sicherheitskreisen deutet bei der Tat in Halle alles auf einen Einzeltäter hin. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwochabend. Demnach soll es sich den Angaben zufolge um den gefassten Mann handeln, über dessen Festnahme die Polizei bereits am Nachmittag informiert hatte. Zunächst waren die Ermittler von mehreren Angreifern ausgegangen.

18:26 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen in Halle hat die Polizei ihre Warnung vor einer akuten Gefährdungslage für die Bevölkerung aufgehoben. "Sie können wieder auf die Strasse, die Warnungen sind aufgehoben", twitterte die Polizei am Mittwochabend. Die Gefährdungslage werde nicht mehr als akut eingestuft.

18:15 Uhr: Die Sperrung des Hauptbahnhofs Halle ist aufgehoben worden. Die Züge im Fern- und Regionalverkehr fahren den Bahnhof seit kurz nach halb sechs wieder an. Der Knotenpunkt war am frühen Nachmittag nach den den tödlichen Schüssen gesperrt worden. Reisende müssten aber noch bis in den späten Abend hinein mit Verzögerungen rechnen, sagte die Bahnsprecherin.

Bildergalerie starten

Halle: Zwei Tote nach Schüssen vor Synagoge

Nach dem gescheiterten Anschlag auf eine Synagoge in Halle an der Saale mit zwei Toten sind viele Details noch unklar. Eine Chronologie der Ereignisse.

17:54 Uhr: Die Zuschauer und beide Mannschaften werden vor dem Fussball-Länderspiel zwischen Deutschland und Argentinien am Abend (Anpfiff 20:45 Uhr/RTL hier im Ticker) der Todesopfer von Halle gedenken. Der Deutsche Fussball-Bund (DFB) bestätigte, dass es eine Gedenkminute geben werde. Zuerst hatte dies die Bild-Zeitung berichtet.

Täter legte Sprengsätze vor Synagoge ab

17:45 Uhr: Wie die dpa aus Sicherheitskreisen erfahren hat, legte ein Täter bei dem Angriff in Halle/Saale auch selbstgebastelte Sprengsätze vor der Synagoge ab. Der Täter habe zudem versucht, in die Synagoge einzudringen.

17:43 Uhr: Bei den beiden Verletzten, die nach den Schüssen in Halle im Universitätsklinikum behandelt werden, handelt es sich um einen Mann und um eine Frau. "Sie hatten beide Schussverletzungen", sagte Sprecher Jens Müller der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch in Halle. Zum Alter, zur Identität und Nationalität der Patienten könne er keine Angaben machen. Sie seien operiert worden, sagte er. Mehr sei bisher nicht bekannt.

17:17 Uhr: Die Bundespolizei verstärkt nach den Todesschüssen in Halle ihre Kontrollen an den Bahnhöfen und Flughäfen in Mitteldeutschland. Auch die Verkehrswege nach Polen und Tschechien werden verstärkt kontrolliert, wie die Bundespolizei am Mittwoch viaTwitter mitteilte. Zudem werde die Polizei vor Ort in Halle unterstützt.

17:09 Uhr: Das Bundeskriminalamt hat aktuell folgenden Kenntnisstand: "Am heutigen Mittwoch, 9. Oktober 2019, kam es gegen 12:16 Uhr, zu einer Anwendung von Schusswaffen gegen mehrere Personen im Bereich des Jüdischen Friedhofes in der Humboldtstrasse in Halle/Saale. Dabei sollen mindestens zwei Personen tödlich verletzt worden sein. Die Tat soll durch mindestens zwei, möglicherweise drei Täter begangen worden sein. Die Täter sollen mit einem oder mehreren Fahrzeugen flüchtig sein. Eine Person wurde zwischenzeitlich von der Polizei festgenommen. Mindestens ein Täter ist derzeit noch flüchtig. Die Fahndung der Polizei läuft auf Hochtouren. Die Bevölkerung ist aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen."

16:58 Uhr: Die Polizei in Bayern bereitet sich darauf vor, dass ein bewaffneter Gewalttäter von Halle auf seiner Flucht auch in den Freistaat kommen könnte. "Wir stellen uns auf einen bewaffneten Täter ein", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken am Mittwoch auf dpa-Anfrage. Über die Art und den Umfang der Vorbereitungen wollte er keine Angaben machen.

Polizei Halle bittet Bevölkerung um Mithilfe

16:45 Uhr: Die Polizei Halle bittet um Mithilfe. Wer Fotos oder Videos vom Tatgeschehen oder sonstige Hinweise hat, kann diese auf einem Hinweisportal des Bundeskriminalamts hochladen - hier geht's lang.

16:31 Uhr: Derzeit steht das etwa 15 Kilometer von Halle entfernte Landsberg (Saalekreis) offensichtlich im Fokus der Polizei. Die Zufahrt zu dem Ortsteil Wiedersdorf war am Mittwoch abgesperrt. Zuvor waren auch in der Ortschaft Schüsse gefallen, wie eine Sprecherin der Polizei Halle der dpa bestätigte. Zu den näheren Umständen des Vorfalls in dem Ort östlich von Halle wollte sie zunächst nichts sagen.

Mehrere Mannschaftswagen der Polizei, darunter auch Fahrzeuge aus Sachsen, waren vor Ort. Auch zwei Krankenwagen waren zu sehen. Am Mittwochnachmittag gegen 16 Uhr landetet auf einem Feld bei Wiedersdorf nach Angaben eines dpa-Reporters zudem ein Hubschrauber der Bundespolizei. Angaben zu den Hintergründen machte die Polizei nicht.

16:03 Uhr: Der Angriff in Halle hat sich nach Angaben des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Halle, Max Privorozki, direkt gegen die Synagoge gerichtet. "Wir haben über die Kamera unserer Synagoge gesehen, dass ein schwer bewaffneter Täter mit Stahlhelm und Gewehr versucht hat, unsere Türen aufzuschiessen", sagte Privorozki am Mittwoch der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten".

"Aber unsere Türen haben gehalten." Ausserdem hätten der oder die Täter versucht, das Tor des benachbarten jüdischen Friedhofs aufzuschiessen, sagte Privorozki. In der Synagoge habe die Gemeinde den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur gefeiert. Die Menschen seien geschockt gewesen.

Halle: Zwei Verletzte in Klinik behandelt

15:57 Uhr: Im Universitätsklinikum Halle werden nach den tödlichen Schüssen zwei Verletzte behandelt. "Ein Patient hat Schussverletzungen, er wird gerade operiert", sagte Klinikumssprecher Jens Müller der Deutschen Presse-Agentur in Halle. Zur Identität der Verletzten konnte er zunächst keine Angaben machen, auch nicht dazu, ob es sich um Männer oder Frauen handelt. Das Universitätsklinikum habe angesichts der unklaren Lage in der Stadt vorsorglich die Notaufnahme personell verstärkt. Drei Operationssäle stehen zudem zur Verfügung, wie der Sprecher sagte.

15:51 Uhr: In Leipzig laufen am Mittwoch die Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution, an denen unter anderem auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier teilnimmt. Das am Abend geplante Lichtfest in der Leipziger Innenstadt wird "mit aktuellem Stand" stattfinden, wie die Polizei Sachsen auf Twitter mitteilte. Geprüft werde eine Kräfteaufstockung. Es gebe aktuell aber keine Bedrohungslage.

15:41 Uhr: Nach der Gewalttat von Halle hat das Europaparlament am Mittwochnachmittag mit einer Schweigeminute der Opfer gedacht. In Gedanken sei man bei Deutschland, der deutschen Polizei und bei der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland, sagte Parlamentspräsident David Sassoli.

15:22 Uhr: Die Gefahrenlage gilt nach wie vor, ein Stadtsprecher forderte die Menschen in ganz Halle auf, in Sicherheit in Gebäuden zu bleiben.

15:05 Uhr: Bei den in Halle getöteten Menschen handelt es sich um einen Mann und eine Frau. Das bestätigte am Mittwoch eine Polizeisprecherin. Der Mann sei in einem Imbiss erschossen worden, die Frau in der Humboldtstrasse in der Nähe eines Friedhofs. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

15:01 Uhr: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff einen Besuch bei der EU in Brüssel abgebrochen. Der CDU-Politiker verkürze seinen Aufenthalt und komme eher nach Sachsen-Anhalt zurück, sagte ein Regierungssprecher am Mittwoch.

Tödliche Schüsse in Halle - Generalbundesanwalt übernimmt

14:58 Uhr: Wie der "Spiegel" zuerst berichtet, hat der Generalbundesanwalt die Ermittlungen zu den tödlichen Schüssen in Halle übernommen. Die Behörde in Karlsruhe bestätigte dies. Sie ermittelt wegen Mordes von besonderer Bedeutung. Ob es sich um eine antisemitische Tat handelt, sei noch unklar, sagte ein Sprecher.

14:54 Uhr: Die Polizei Halle prüft momentan weitere Hinweise aus der Bevölkerung und bittet darum, Ruhe zu bewahren.

14:49 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen in Halle hat die Leipziger Polizei ihre Kräfte vor der Synagoge der benachbarten Stadt verschärft. Einer dpa-Reporterin zufolge stehen etwa fünf Polizisten vor dem Gebäude in der Innenstadt, davon sind mit Maschinenpistolen bewaffnet. Weitere Massnahmen seien bislang noch nicht getroffen worden, so ein Sprecher. Man wolle das weitere Geschehen abwarten und dann entscheiden. Das für Mittwochabend vorgesehene Lichterfest anlässlich des 30. Jahrestages der friedlichen Revolution in Leipzig finde wie geplant statt. Auch vor der Synagoge in Dresden wurde nach Angaben der Polizei der Polizeischutz erhöht.

14:44 Uhr: Medien haben Bilder des angeblichen Täters veröffentlicht. Die in Halle erscheinende "Mitteldeutsche Zeitung" zeigte am Mittwoch ein Foto, auf dem ein dunkel gekleideter Mann mit Helm und Stiefeln zu sehen ist, der ein Gewehr im Anschlag hat. Der Mitteldeutsche Rundfunk zeigte ein Video, auf dem womöglich derselbe Mann aus einem Auto aussteigt und mehrfach seine Waffe abfeuert.

WARNUNG: Das folgende Video enthält explizites Material!

Halle: Eine Person festgenommen

Die Stadt Halle spricht nach den Schüssen in der Stadt von einer "Amoklage". Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen.

"Amoklage in Halle" - Die ersten Erkenntnisse auf einen Blick

In Halle in Sachsen-Anhalt sind am Mittwochmittag zwei Menschen auf offener Strasse in Nähe einer Synagoge erschossen worden. Die Hintergründe waren nach Angaben einer Polizeisprecherin zunächst unklar. Nach den mutmasslichen Tätern, die mit einem Auto flüchteten, wird mit Hochdruck gefahndet. Eine Person wurde festgenommen, wie die Polizei Halle twitterte.

Die Stadt Halle/Saale spricht nach den tödlichen Schüssen von einer Amoklage. "Im Zusammenhang mit einer Amoklage hat Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand den Stab für Aussergewöhnliche Ereignisse einberufen", teilte die Stadt am Mittwoch mit. Alle Rettungskräfte der Feuerwehr seien in Alarmbereitschaft versetzt worden.

Halle: Schüsse im Paulusviertel - Angriff auf Dönerladen?

Nach ersten Erkenntnissen fielen mehrere Schüsse im Paulusviertel in Halle. Das Viertel liegt nördlich der Innenstadt. Die Polizei wurde kurz nach 12.00 Uhr alarmiert. Die Menschen in Halle wurden von der Polizei aufgefordert, in ihren Wohnungen zu bleiben oder sichere Orte aufzusuchen. Unter der Nummer 115 wurde ein Bürgertelefon geschaltet.

Die Bundesregierung hat sich bestürzt über die tödlichen Schüsse von Halle gezeigt. Regierungssprecher Steffen Seibert sprach am Mittwoch von "schrecklichen Nachrichten". Dass es zwei Tote gebe, sei "entsetzlich". Er hoffe sehr, "dass die Polizei den Täter oder die Täter möglichst schnell fassen kann und kein weiterer Mensch in Gefahr kommt". Es sei nun ganz wichtig, dass die Bevölkerung den Anweisungen der Polizei Folge leiste.

Seibert betonte, dass er noch keine Informationen zu den möglichen Hintergründe hat. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums äusserte sich ähnlich: Zur Motivlage seien "derzeit keine seriöse Angaben" möglich.

Halle: Verdächtige wollten in Synagoge eindringen

Max Privorotzki, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Halle, sagte gegenüber dem "Spiegel", dass die Verdächtigen versuchten, in die Synagoge einzudringen. "Momentan sind 70 bis 80 Personen in der Synagoge", sagte Privorotzki. Die Sicherungsvorkehrungen am Eingang hätten "dem Angriff standgehalten".

Ein Zeuge berichtet im Fernsehsender n-tv, dass ein mit Sturmmaske und Helm bekleideter Mann mit einem Sturmgewehr in ein Dönerrestaurant geschossen habe. Zuvor habe der Angreifer eine Art Sprengsatz geworfen, der aber an der Fassade abgeprallt und explodiert sei. In dem Dönerimbiss hätten sich insgesamt fünf bis sechs Gäste aufgehalten, sagte der Zeuge. Er selbst habe sich in der Toilette versteckt.

Die Beamten seien "mit starken Kräften im Stadtgebiet von Halle unterwegs", twitterte die Polizei. Die Deutsche Bahn hat aus Sicherheitsgründen den Bahnhof in Halle gesperrt.

Schüsse in Halle - und in Landsberg

Neben den Schüssen in Halle hat es auch Schüsse im rund 15 Kilometer entfernten Landsberg (Saalekreis) gegeben. Das bestätigte eine Sprecherin der Polizei Halle der dpa. Zu den näheren Umständen des Vorfalls in dem Ort östlich von Halle wollte sie zunächst nichts sagen.

Wie die "Bild" - allerdings ohne Quellenangabe - berichtet, soll zudem eine Handgranate auf den Jüdischen Friedhof in Halle geworfen worden sein.

Die Tat fällt auf Jom Kippur, den höchsten jüdischen Feiertag, der als strenger Ruhe- und Fastentag vom Abend des 8. Oktober bis zum Abend des 9. Oktober begangen wird. (hub/mgb)

Mit Material von dpa und afp
Teaserbild: © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa