Johanna Mikl-Leitner

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner sieht Türkei-Deal kritisch - Abkommen dürfe "nicht um jeden Preis" geschlossen werden.

In einem Interview mit CNN verteidigt Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner Obergrenzen für Flüchtlinge und Grenzschliessungen auf der Balkanroute: Ohne nationale Massnahmen sei die Einheit Europas gefährdet. Zudem fordert sie Hilfe vom "Rest der Welt".

Die Ereignisse in der Flüchtlingskrise überschlagen sich. Österreichs Obergrenzen haben dem Land zahlreiche Gegner eingebracht. Viel wichtiger aber ist, dass dieser Alleingang Wirkung zeigt. Bestenfalls kommen aufgrund des erhöhten Drucks alle EU-Länder zur Einsicht, dass man sich den Problemen gemeinsam stellen muss.

Streit um Flüchtlinge: Griechenland lädt Innenministerin Mikl-Leitner aus.

Innenministerin Mikl-Leitner und Aussenminister Kurz laden am Mittwoch zur Balkan-Konferenz in Wien. Die EU-kritisiert das Treffen, da nicht alle Staaten entlang der Balkan-Route teilnehmen. Auch Griechenland protestiert.

Die angekündigten Tageskontingente sind fix: Innenministerin Johanna Mikl-Leitner einigt sich mit Slowenien.

Vor dem EU-Flüchtlingsgipfel will Frank Plasberg abklopfen, ob die Vorstellungen der Europäer, vor allem von Österreichern und Deutschen vereinbar sind. Das Ergebnis in seiner Runde lässt einen wenig harmonischen Gipfel am Donnerstag erwarten.

Als Konsequenz aus der Jahres-Obergrenze für Asylbewerber will Österreich bald auch durch "Tageskontingente" den Andrang an seiner Südgrenze spürbar drosseln.

Angesichts des anhaltenden Flüchtlingszustroms über die Türkei in die EU streben einem Medienbericht zufolge mehrere EU-Staaten eine Verlängerung der Grenzkontrollen um weitere eineinhalb Jahre an.