Mit welchem Trainer der Hamburger SV den zweiten Anlauf nimmt, in die Bundesliga zurückzukehren, bleibt offen. Aller Voraussicht nach wird es nicht Hannes Wolf sein, obwohl der HSV dessen Entlassung erst verkündet und dann dementiert.

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Der Hamburger SV trennt sich zum Ende der Saison von Cheftrainer Hannes Wolf. Hiess es.

Schon vor der Partie gegen Paderborn sei Wolf über seine bevorstehende Entlassung informiert worden. "Ich habe Hannes nach dem 0:3 gegen Ingolstadt gesagt, dass es für ihn hier im Sommer nicht weitergehen wird, dass wir etwas anderes machen wollen", sagte Sportchef Ralf Becker der "Bild"-Zeitung: "Wir mussten am Ende überlegen, was das Beste für den HSV ist."

Im Aufstiegs-Finale in Paderborn versagt

Aufgrund einer desaströs verlaufenen Rückrunde hat der 2018 erstmals aus der Bundesliga abgestiegene Verein die sofortige Rückkehr in die Bundesliga verpasst.

Seine letzte Chance vergab der HSV beim klaren 1:4 bei Aufsteiger SC Paderborn, dem dank des Erfolgs seinerseits die Rückkehr in die Bundesliga winkt.

Kaum aber war die Meldung draussen, dementierten die Hamburger. "Die Aussagen von Bernd Hoffmann am Vortag zum Trainer haben Bestand", teilte der Verein nach Informationen des Nachrichtensenders n-tv mit.

Demnach solle, wie es der Vorstandschef angekündigt hatte, über Wolfs sportliche Zukunft erst nach den 90 Minuten gegen den MSV Duisburg entschieden werden.

Der HSV wirft der "Bild" falsches Zitieren vor

Beckers Zitat sei verfälscht wiedergegeben worden. Der 48-Jährige habe gegenüber der "Bild"-Zeitung gesagt, "vielleicht" gehe es für Wolf hier im Sommer nicht weiter. Die "Bild" wiederum bestand in einer neueren Version ihres Berichts darauf, das Wort "vielleicht" sei seitens Beckers nie gefallen.

Als mögliche Nachfolger Wolfs gelten Alexander Zorniger (zuletzt Bröndby IF), Dieter Hecking (noch Borussia Mönchengladbach) und Peter Stöger (zuletzt Borussia Dortmund).

Labbadia hat auf den HSV keine Lust mehr

Bruno Labbadia, der beim VfL Wolfsburg am Saisonende gehen muss und den Hamburger SV schon zweimal trainiert hat (2009/10 und 2015/16) sieht seine Zukunft eher im Ausland. (hau/AFP)

Kevin Grosskreutz kassiert Prügel: "Haben zu zehnt auf mich eingedroschen"

Nebenher betreut Kevin Grosskreutz, Drittligaprofi beim KFC Uerdingen, in der Dortmunder Kreisliga C die dritte Mannschaft des VfL Kemminghausen. Als es zum Duell mit dem FC Brambauer II kommt, eskaliert die Situation. Grosskreutz wird von einer wütenden Meute gejagt, verprügelt und begraben. © DAZN