Der frühere Bundesligaprofi Detlef Pirsig ist am Montag im Alter von 74 Jahren gestorben. Dies teilte die Familie seinem langjährigen Klub MSV Duisburg mit. Legendär waren Pirsigs knallharte Duelle mit Bayern-Torjäger Gerd Müller.

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"Die Zebra-Familie trauert um MSV-Legende Detlef Pirsig", twitterte der Drittligist.

Pirsig hatte für den MSV 337 Bundesligaspiele bestritten. Er galt als einer der härtesten und kompromisslosesten Manndecker der 60er und 70er Jahre. In zig Duellen war es seine Aufgabe, mit Gerd Müller den treffsichersten Stürmer der Bundesliga auszuschalten.

Gerd Müller hatte Angst vor Detlef Pirsig

Müller, der an Alzheimer leidet und seit Jahren in einem Pflegeheim lebt, gestand Pirsig mal, "Angst" vor ihm zu haben. "Pirsig sprang einem mit zehn Metern Anlauf ins Kreuz", beschrieb Müller vor einiger Zeit in einem Interview in der "Bild"-Zeitung die Vorgehensweise des gefürchteten Abwehrspielers. Nicht umsonst erhielt der Spitznamen wie "Der Mörder mit dem Engelsgesicht", "Hacker" oder "Eisenfuss".

Pirsig blieb dem MSV Duisburg auch nach seiner aktiven Laufbahn treu und arbeitete als Trainer und Sportdirektor für den ersten Vize-Meister der Bundesliga.

Als Spieler erreichte deren langjähriger Kapitän mit den Duisburgern 1975 das DFB-Pokalfinale. Das ging damals gegen Eintracht Frankfurt mit 0:1 verloren.

Pirsig war auch als Trainer mit dem MSV Duisburg erfolgreich

Als Trainer gewann er mit dem Klub 1987 die deutsche Amateurmeisterschaft. 1989 führte er den Verein zurück in die 2. Bundesliga.

Von 2000 bis 2003 war Pirsig Sportdirektor beim MSV, danach auch im Vorstand tätig. 2014 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. (hau/dpa)

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