Christian Streich und Friedhelm Funkel können sich bereits frühzeitig über den Klassenerhalt ihrer Teams freuen. Beim Thema Videobeweis üben beide Bundesliga-Trainer nun grundsätzliche Kritik.

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Die Trainer-Routiniers Christian Streich und Friedhelm Funkel fordern eine grundsätzliche Diskussion über den Videobeweis in der Fussball-Bundesliga. Bevor sich beide nach dem 1:1 zwischen dem SC Freiburg und Fortuna Düsseldorf herzlich verabschiedeten, hatten sie auch wegen vieler strittiger Entscheidungen am Wochenende grundsätzlichen Redebedarf.

ÄRGER: "Die Schiedsrichter sind nicht mehr so souverän und selbstsicher, wie sie es vor dem Videokeller waren", sagte Funkel. Sein Freiburger Kollege kritisierte, die Unparteiischen seien unter derartigem Druck, dass sie nicht mehr wüssten, wie sie entscheiden sollten. "Das wird verrückt. Das ganze Spiel ist nicht mehr das Spiel, was es sein muss. Das ist kein Fussball mehr."

Fälschlicherweise habe man gedacht, mit der Technologie werde alles gut. Doch hinter der Technologie stünden Menschen, sagte Streich.

Bezüglich des umstrittenen Handspiels im Spiel Hertha BSC gegen VfB Stuttgart (3:1), sagte Funkel: "Dieses Handspiel kann man nicht übersehen." Der Videoassist müsse auf der Toilette gewesen sein. Beide forderten eine grundsätzliche Debatte zu dem Thema.

WERTSCHÄTZUNG: Lob hatte Christian Streich für Funkel und dessen Mannschaft: "Was der Friedhelm geleistet hat mit seinem Team, das ist brutal, das ist aussergewöhnlich". Wenn gewisse Dinge zusammenkämen, sei es immer wieder möglich, besonders guten Fussball zu spielen. Das habe man in Freiburg auch schon ein, zwei Jahre geschafft.

Düsseldorf wurde vor der Saison als Abstiegskandidat gehandelt, konnte allerdings schon Mitte April den Klassenerhalt perfekt machen. Auch für Freiburg stand der Verbleib in der Bundesliga bereits am Tag vor dem Remis gegen Fortuna Düsseldorf fest.  © dpa

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