Der Schwung des Pokal-Erfolgs in Dortmund hat Werder Bremen fünf Tage später zum höchsten Saisonsieg in der Bundesliga getragen: Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt brauchte nur 28 Minuten, um dem FC Augsburg drei Tore einzuschenken und die Weichen früh auf Sieg zu stellen. Doppeltorschütze Milot Rashica aber scheidet verletzt aus.

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Werder Bremen hat fünf Tage nach dem dramatischen Pokal-Coup bei Borussia Dortmund in der Bundesliga die nächste Fussball-Party gefeiert. Passend zum 120. Klub-Geburtstag liess das Team von Trainer Florian Kohfeldt dem begeisternden Viertelfinal-Einzug im DFB-Pokal ein furioses 4:0 (3:0) gegen den FC Augsburg und damit den höchsten Saisonsieg folgen.

Rashica trifft doppelt

Am Sonntag schossen Milot Rashica (5. Minute/28.), Johannes Eggestein (27.) und Kevin Möhwald (83.) die im neuen Jahr weiter ungeschlagenen Bremer vor 40.138 Zuschauern zum achten Erfolg in dieser Spielzeit.

Eine Woche nach dem Augsburger 3:0 gegen Mainz wird die Situation für die Schwaben im Kampf gegen den Abstieg wieder prekärer. Das Team von Trainer Manuel Baum bleibt mit 18 Zählern Tabellen-15. Werder ist in der Tabelle zwar weiter Zehnter nach 21 Spieltagen, verkürzte aber den Rückstand auf die angestrebten Europapokalplätze auf drei Punkte.

Rashica muss verletzt vom Feld

Getrübt wurde der Erfolg am Sonntag aber durch die Verletzung des Doppeltorschützen Rashica. Der 22 Jahre alte Kosovare musste nach seinen Saisontoren drei und vier bereits zehn Minuten vor der Halbzeit mit Rückenproblemen vom Feld und wurde dabei lautstark gefeiert. Für ihn kam Möhwald.

Den Bremern fehlt in der Offensive neben dem Rekonvaleszenten Fin Bartels bereits Martin Harnik mit einer Hüftverletzung langfristig. Zudem war Yuya Osako nach seiner Rückkehr vom Asien-Cup kurzfristig mit einer Sehnenreizung ausgefallen.

Von Offensivproblemen war indes kaum etwas zu merken. Beschwingt durch den Achtelfinal-Erfolg nach Elfmeterschiessen in Dortmund und den Geburtstagsfeierlichkeiten legte Werder stürmisch los.

Die Tor-Party beginnt früh

Bereits nach fünf Minuten liess Rashica bei einem frühen Konter Weltmeister-Bruder Rani Khedira aussteigen und vollendete zum 1:0.

Zwar liefen die Werder-Profis in Gedenken für den am Mittwoch gestorbenen früheren Bremer Spieler und Manager Rudi Assauer mit einem Trauerflor auf. Insgesamt waren die Bremer aber schon vor dem Spiel in Feierlaune.

Die Hanseaten feierten ihr 120-jähriges Vereins-Bestehen und waren mit einem eigenen Geburtstagstrikot aufgelaufen. Die Fans würdigten das Jubiläum mit einem Fanmarsch und einer Choreografie im Stadion.

Mitten in einer Phase, in der die Gäste besser ins Spiel fanden, startete ein Doppelschlag nach knapp einer halben Stunden endgültig die Bremer Party.

Zunächst fiel Johannes Eggestein der Ball nach einem Freistoss vor die Füsse. Der jüngere der Eggestein-Brüder in der Bremer Startelf schoss fulminant in den Winkel und konnte nur eine Minute später wieder jubeln.

Oxford kehrt in die Bundesliga zurück

Erneut flitzte Rashica auf dem Flügel auf und davon und liess diesmal den anderen FCA-Innenverteidiger - Reece Oxford - aussteigen. Der Ex-Gladbacher Oxford, den Augsburg im Winter von West Ham United ausgeliehen hatte, gab ein unglückliches Liga-Debüt für Augsburg in der Startelf.

Trotz ihres Bemühens auch in der zweiten Halbzeit lief für die Gäste kaum noch etwas zusammen. Mit dem 3:0 im Rücken stürmte auch Werder nicht mehr so furios, bekam aber weitere Chancen. Eine von ihnen nutzte Möhwald.

Am kommenden Samstag müssen die Hanseaten, die als einziges Bundesligateam bislang in jedem Saisonspiel mindestens ein Tor geschossen haben, beim direkten Konkurrenten Hertha BSC ran.

Schweres Derby für den FCA gegen den FC Bayern

Für Augsburg wird es nach der elften Niederlage nicht einfacher. Am Freitag wartet Rekordmeister Bayern München zum Nachbarschaftsduell. (dpa/hau)  © dpa

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