• Spanien hat nach Sergio Busquets den nächsten positiven Corona-Fall im Team.
  • Wenige Tage vor dem Start ist auch Diego Llorente abgereist.
  • Auch auf Seiten von Spaniens erstem Gruppengegner Schweden sind zwei Spieler positiv getestet worden.
  • Droht nun der der erste Spiel-Ausfall?

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Beim dreimaligen Fussball-Europameister Spanien und dessen EM-Auftaktgegner Schweden herrscht Corona-Alarm. Weniger als eine Woche vor dem direkten Duell zum Start in Gruppe E haben beide Teams jeweils ihren zweiten Corona-Fall vermeldet.

Nach Kapitän Sergio Busquets ist auch Verteidiger Diego Llorente positiv auf das Virus getestet worden, wie der spanische Verband RFEF mitteilte. Der Abwehrspieler des englischen Traditionsklubs Leeds United sei umgehend aus dem Quartier in Las Rozas bei Madrid abgereist. Der Test bei Llorente wurde am Dienstagmorgen vorgenommen.

EM 2021: Corona-Fälle auch bei Spanien-Gegner Schweden

Die Mannschaft hatte sich nach dem Bekanntwerden von Busquets' positivem Test am Sonntag isoliert. Nationaltrainer Luis Enrique holte sechs zusätzliche Reservisten zum Team, um auf weitere Ausfälle reagieren zu können. Das eigentlich als EM-Generalprobe gedachte Testspiel gegen Litauen absolvierte am Dienstag aus Sicherheitsgründen statt der Nationalmannschaft Spaniens U21-Team - und siegte mit 4:0 (2:0).

Am kommenden Montag (14. Juni, 21:00 Uhr - live bei uns im Ticker) sollen die Spanier in Sevilla gegen Schweden ins EM-Turnier einsteigen. Bei den Skandinaviern sind die Spieler Dejan Kulusevski und Mattias Svanberg positiv getestet worden.

Die Nachrichten aus dem spanischen Lager dürften auch die Europäische Fussball-Union aufgeschreckt haben. Die UEFA hat für solche Fälle bereits ein Reglement aufgestellt. Sollte es zu einem oder mehreren positiven Corona-Befunden kommen, kann solange gespielt werden, wie eine Mannschaft 13 Spieler, darunter einen Torwart, aufbieten kann, deren Tests negativ ausgefallen sind.

Dazu können Spieler zusätzlich berufen werden, für sie müssen andere aus dem ursprünglichen Kader gestrichen werden. Wenn eine Verlegung unmöglich ist, entscheidet die UEFA-Disziplinarkommission. Das Team, das für die Absage verantwortlich ist, wird mit 0:3 als Verlierer gewertet.

EM 2021: Luis Enrique nominiert sechs Spieler nach

Soweit ist es bisher zwar noch nicht. Doch bei EM-Mitfavorit Spanien ist die Vorbereitung empfindlich gestört. Nur individuelles Training steht aktuell auf dem Plan. Luis Enrique hat inzwischen Torwart Kepa Arrizabalaga, Rodrigo Moreno, Pablo Fornals, Carlos Soler, Brais Méndez sowie Raúl Albiol nachnominiert. Diese Profis trainieren abgeschottet vom Team in einer eigenen sogenannten Blase und stünden bereit, in die Mannschaft zu rücken.

Die spanische Sportzeitung "As" berichtete am Mittwoch, dass es sehr gut möglich sei, dass Enrique nun zusätzlich noch etwa ein halbes Dutzend Spieler der U21 einladen könnte. Damit wäre dann zumindest rechnerisch praktisch auch ein Parallel-Kader aufgebaut, der einspringen könnte, sollte es weitere positive Corona-Befunde geben unter den mittlerweile nur noch 22 Spielern im EM-Camp in Las Rozas de Madrid.

Zwei Corona-Fälle auch bei Schweden

Bei den Schweden wurden beide Fälle am Dienstag ermittelt. Kulusevski wurde positiv getestet, nachdem er über Erkältungssymptome geklagt hatte. Er reiste daher nicht mit zur finalen Vorbereitung in Göteborg, sondern blieb in Stockholm und hat sich den Hygienemassnahmen entsprechend dort isoliert.

Nach dem Auftakttraining in Göteborg stellte sich heraus, dass auch Svanberg positiv ist. Er wurde daraufhin im Teamhotel isoliert.

Schweden reagiert auf die beiden Corona-Fälle und verschärft die Massnahmen. Täglich sollen Schnelltests bei den Spielern durchgeführt und die Anzahl von PCR-Tests soll erhöht werden. Taktische und sonstige Besprechungen mit der Mannschaften werden in Kleingruppen durchgeführt in den grösstmöglichen Räumen.

Der Sechs-Punkte-Plan, der am Dienstagabend bei einer Krisensitzung von den Verantwortlichen der Nationalmannschaft und der medizinischen Abteilung verabschiedet wurde, sieht auch vor, dass die Spieler nur noch zeitlich begrenzt behandelt werden sollen und dies - soweit möglich - im Freien gemacht werden soll.

Geplante gemeinsame Aktivitäten in Innenräumen wurden abgesagt, die gemeinsamen Busreisen weiter reduziert. Zudem bleibt die Anzahl von Spielern, die sich in der Sporthalle oder anderen Einrichtungen aufhalten, reduziert. (dpa/afp/sap/lh)

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