Die Leichtathletik-WM in Doha hat am ersten Wettkampftag im Vorlauf über 5000 Meter eine grosse Geste des Fairplay erlebt. Braima Suncar Dabo aus Guinea-Bissau packte kurz vor dem Ziel den völlig entkräfteten Jonathan Busby von der Karibikinsel Aruba und schleppte ihn unter dem Jubel der etwa 5000 Zuschauer im Schritttempo ins Ziel.

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Die Leichtathletik-WM in Doha hat schon am Auftakttag ihren ersten grossen Herzensmoment erlebt. Im Vorlauf über 5000 m klemmte sich der hoffnungslos abgeschlagene Afrikaner Braima Suncar Dabo seinen völlig entkräfteten karibischen Kontrahenten Jonathan Busby unter den Arm und schleppte ihn unter dem tosenden Jubel der Zuschauer quasi über die letzte Runde.

Um die grosse Geste perfekt zu machen, schob Dabo seinen neuen Freund fürs Leben, der die brutale Hitze in Katar offenbar gnadenlos unterschätzt hatte, noch vor sich über seine Ziellinie - rund fünf Minuten hinter Sieger Selemon Barega aus Äthiopien.

Stars in den Sozialen Medien

"Ich wollte ihm einfach nur helfen, das Ziel zu erreichen. Ich denke, jeder hätte es genauso gemacht", sagte Dabo, der in Portugal studiert.

Für beide Aussenseiter stand letztlich eine persönliche Bestzeit zu Buche, für Busby blieb die Uhr bei 18:10,68 stehen, für Dabo bei 18:10,87 - allerdings hatten beide zuvor noch kein offizielles 5000-m-Rennen bestritten. Vorerst waren beide aber in den Sozialen Medien die Stars der noch jungen WM. (dpa/afp/fra)

Japanische Synchronschwimmerinnen
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