• Er galt als Medaillen-Favorit - doch wenige Sekunden vor Ende eines Vorrunden-Kampfes verletzte sich der deutsche Karateka Jonathan Horne am Arm.
  • Schreiend blieb er auf der Matte liegen.

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Der Traum von einer historischen Medaille bei den Olympischen Spielen in Tokio ist für Karateka Jonathan Horne auf tragische Art und Weise geplatzt. Der 32-Jährige aus Kaiserslautern verletzte sich in seinem zweiten Vorrundenkampf am Samstag am rechten Arm und musste aufgeben.

Horne schrie vor Schmerzen und wurde auf einer Trage von der Matte gebracht. Sein georgischer Gegner Gogita Arkania, der daraufhin zum Sieger erklärt wurde, applaudierte ihm aufmunternd.

Sportdirektor über Horne-Verletzung: "Es sieht gar nicht gut aus"

Horne habe eine Ellenbogenverletzung erlitten und sei zu weiteren Untersuchungen ins olympische Dorf gebracht worden, sagte der Sportdirektor des Deutschen Karate Verbands. "So wie es aussieht, ist wahrscheinlich das Ellenbogengelenk rausgesprungen oder der Arm überstreckt", sagte Christian Grüne, dem SID: "Jetzt muss man erstmal sehen, ob etwas gebrochen ist oder ob es nur rausgesprungen ist, aber es sieht gar nicht gut aus."

Tokio 2020 - Karate
Jonathan Horne (m.) aus Deutschland wird von Sanitätern vom Platz getragen.

Nur die Erst- und Zweitplatzierten der beiden Vorrundengruppen erreichen das Halbfinale der Gewichtsklasse über 75 Kilogramm und damit die Medaillenränge. Zum Auftakt hatte sich Horne, der in der Zweikampf-Disziplin Kumite startet, mit einem Unentschieden gegen Danijar Juldaschew aus Kasachstan begnügen müssen. Nach seiner Verletzung im Duell mit Arkania war das Turnier im ehrwürdigen Kampfsport-Tempel Nippon Budokan für den Deutschen dann gelaufen.

Karate ist in Tokio erstmals Teil des olympischen Programms, 2024 in Paris aber schon wieder nicht mehr dabei. Die Medaillen, die beim Event in Japan vergeben werden, sind entsprechend begehrt. Aber auch für Hornes Teamkollegen war es in den Tagen zuvor nicht gut gelaufen. Sowohl Jasmin Jüttner und Ilja Smorguner in der Disziplin Kata als auch Noah Bitsch (Kumite) im letzten Turnier seiner Karriere waren allesamt in der Vorrunde gescheitert. (dpa/sid/mbo)

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